§14a EnWG ist die Vorschrift im Energiewirtschaftsgesetz, die den Anschluss und die netzorientierte Steuerung bestimmter größerer Stromverbraucher im Niederspannungsnetz regelt. Gemeint sind vor allem private Ladepunkte für Elektroautos, Wärmepumpen, Anlagen zur Raumkühlung und Batteriespeicher, soweit sie Strom aus de
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24/7 Carbon-Free Energy bezeichnet eine Form der Strombeschaffung, bei der der eigene Stromverbrauch möglichst in jeder Stunde durch CO₂-freie Stromerzeugung gedeckt wird. Gemeint ist nicht nur, dass über ein Jahr bilanziell genauso viele Megawattstunden aus erneuerbaren oder anderen CO₂-freien Quellen beschafft werden
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Abrechnung bezeichnet im Stromsystem den geordneten Vorgang, bei dem gemessene oder ersatzweise ermittelte Strommengen, vertragliche Preise, regulierte Entgelte, Steuern, Umlagen und Marktprozesse in konkrete Zahlungsansprüche übersetzt werden. Sie ist damit nicht nur eine Rechnung an einen Haushalt oder ein Unternehme
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Abregelung bezeichnet die gezielte Verringerung der Einspeisung einer Stromerzeugungsanlage, obwohl diese Anlage technisch Strom erzeugen könnte. Eine Windenergieanlage wird dann etwa aus dem Wind gedreht oder in ihrer Leistung begrenzt, eine Photovoltaikanlage reduziert ihre Einspeisung über den Wechselrichter, ein Kr
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Abregelungsentschädigung ist eine Zahlung für Strom, den eine Erzeugungsanlage technisch hätte produzieren können, den sie aber wegen eines Eingriffs des Netzbetreibers nicht einspeisen durfte. Sie bezieht sich also nicht auf tatsächlich gelieferten Strom, sondern auf vermiedene Einspeisung. Die zugehörige Energiemenge
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Abregelungsrisiko bezeichnet das Risiko, dass eine Stromerzeugungsanlage ihre technisch mögliche Erzeugung nicht vollständig in das Stromnetz einspeisen oder am Markt verwerten kann, weil ihre Leistung zeitweise reduziert wird. Es betrifft vor allem Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen, kann aber grundsätzlich jede
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Abtauzyklus bezeichnet einen zeitlich begrenzten Betriebszustand einer Luft-Wasser- oder Luft-Luft-Wärmepumpe, in dem Eis am Verdampfer des Außengeräts entfernt wird. Der Verdampfer ist der Wärmetauscher, über den die Wärmepumpe der Außenluft Wärme entzieht. Wenn seine Oberfläche unter den Gefrierpunkt fällt und gleich
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Abwärme ist Wärme, die bei einem technischen Prozess entsteht, ohne selbst der beabsichtigte Hauptnutzen dieses Prozesses zu sein. Sie fällt etwa bei der Stromerzeugung in thermischen Kraftwerken, in Industrieanlagen, Rechenzentren, Müllverbrennungsanlagen, Elektrolyseuren, Kühlprozessen oder Motoren an. Physikalisch h
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Ein AC-gekoppelter Speicher ist ein Batteriespeicher, der auf der Wechselstromseite einer elektrischen Anlage angeschlossen wird. Er besitzt einen eigenen Batterie-Wechselrichter und wird damit elektrisch wie ein eigenständiges Gerät in das Wechselstromnetz des Gebäudes, Betriebs oder Netzanschlusspunkts eingebunden. D
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ACER ist die Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden. Die Abkürzung steht für Agency for the Cooperation of Energy Regulators. Die Agentur mit Sitz in Ljubljana koordiniert nationale Regulierungsbehörden im europäischen Strom- und Gasbinnenmarkt, überwacht bestimmte Großhan
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Additionality oder Zusätzlichkeit im Strombezug bezeichnet die Frage, ob ein Strombezug, ein Stromliefervertrag oder ein Grünstromprodukt zusätzliche emissionsarme Erzeugung ermöglicht, die ohne diese Nachfrage nicht entstanden wäre. Der Begriff zielt auf Kausalität: Hat die Beschaffungsentscheidung eines Verbrauchers
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Ein Adequacy Assessment ist eine Bewertung, ob ein Stromsystem über genügend verfügbare Ressourcen verfügt, um die erwartete Nachfrage unter definierten Bedingungen zuverlässig zu decken. Es betrachtet nicht nur installierte Leistung, sondern Verfügbarkeit, Last, Wetter, Ausfälle, Importe und Flexibilität.
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ADMS steht für Advanced Distribution Management System und bezeichnet eine fortgeschrittene Leit- und Betriebsplattform für elektrische Verteilnetze. Ein ADMS unterstützt Netzbetreiber dabei, den aktuellen Netzzustand zu erfassen, Schalthandlungen zu planen, Störungen einzugrenzen, Spannungen zu überwachen, Lastflüsse
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AEM-Elektrolyse bezeichnet die Herstellung von Wasserstoff durch Wasserelektrolyse mit einer anionenleitenden Membran. AEM steht für Anion Exchange Membrane, also Anionenaustauschmembran. Die Membran lässt negativ geladene Ionen, vor allem Hydroxidionen, passieren und trennt zugleich die Räume, in denen Wasserstoff und
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aFRR steht für automatic Frequency Restoration Reserve und bezeichnet eine automatisch aktivierte Regelleistung, mit der Übertragungsnetzbetreiber nach einer Störung oder Prognoseabweichung die Netzfrequenz und die vereinbarten Austauschleistungen zwischen Regelzonen wieder in den geplanten Bereich führen. Im deutschen
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Ein Aggregator ist ein Markt- oder Betriebsakteur, der viele kleinere elektrische Anlagen, Speicher oder steuerbare Verbraucher bündelt und diese gebündelte Leistung gegenüber Strommärkten, Netzbetreibern oder anderen Vertragspartnern nutzbar macht. Einzelne Wärmepumpen, Batteriespeicher, Elektroautos, Kühlhäuser, Nots
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Agri-PV bezeichnet die gleichzeitige Nutzung einer landwirtschaftlichen Fläche für Nahrungs- oder Futtermittelproduktion und für die Erzeugung von Solarstrom durch Photovoltaik. Die Fläche wird dabei nicht aus der Landwirtschaft herausgenommen, sondern technisch so gestaltet, dass Ackerbau, Sonderkulturen, Grünland ode
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Akzeptanz bezeichnet die Bereitschaft von Menschen, Gruppen, Unternehmen oder Institutionen, eine Maßnahme, Anlage, Regel oder Veränderung hinzunehmen, zu unterstützen oder aktiv mitzutragen. Im Stromsystem betrifft der Begriff vor allem [Windenergie](/glossar/windenergie.html), [Netzausbau](/glossar/netzausbau.html),
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Albedo bezeichnet den Anteil der einfallenden kurzwelligen Strahlung, der von einer Oberfläche reflektiert wird. Eine Albedo von 0 bedeutet, dass eine Oberfläche die einfallende Strahlung vollständig aufnimmt. Eine Albedo von 1 bedeutet vollständige Reflexion. In der Praxis wird der Wert häufig als Zahl zwischen 0 und
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Alkalische Elektrolyse ist ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff, bei dem Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird. Der elektrische Strom fließt durch einen alkalischen Elektrolyten, meist eine Kalilauge. An der Kathode entsteht Wasserstoff, an der Anode Sauerstoff. Zwischen beiden E
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Ammoniak ist eine chemische Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff mit der Summenformel NH₃. Im Energiesystem bezeichnet der Begriff vor allem einen möglichen Trägerstoff für [Wasserstoff](/glossar/wasserstoff.html), einen industriellen Grundstoff und einen chemischen Speicher für erneuerbar erzeugte Energie. Ammoni
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Ein Ammoniak-Cracker ist eine technische Anlage, die Ammoniak in Wasserstoff und Stickstoff zerlegt. Die chemische Reaktion lautet vereinfacht: Aus zwei Molekülen Ammoniak entstehen ein Molekül Stickstoff und drei Moleküle Wasserstoff. Relevant wird diese Anlage, wenn Ammoniak nicht als eigener Energieträger oder Rohst
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Ampacity oder Strombelastbarkeit bezeichnet den maximal zulässigen elektrischen Strom, den eine Leitung, ein Kabel oder ein anderes elektrisches Betriebsmittel unter festgelegten Bedingungen führen darf, ohne thermisch, mechanisch oder sicherheitstechnisch unzulässig belastet zu werden. Die Größe wird in Ampere angegeb
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Ancillary Services sind technische und marktlich organisierte Leistungen, die den sicheren Betrieb eines Stromsystems ermöglichen, ohne selbst die an Endkunden gelieferte elektrische Arbeit zu sein. Im Deutschen wird der Begriff meist mit [Systemdienstleistungen](/glossar/systemdienstleistungen.html) übersetzt. Gemeint
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Anergie bezeichnet den Anteil einer Energiemenge, der unter den gegebenen Umgebungsbedingungen nicht in mechanische Arbeit oder eine gleichwertig hochwertige Energieform umgewandelt werden kann. Der Gegenbegriff ist [Exergie](/glossar/exergie.html): Exergie ist der nutzbare Arbeitsanteil, Anergie der nicht nutzbare Ant
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Die Angebots- und Nachfragebilanz bezeichnet im Stromsystem den laufenden Ausgleich zwischen eingespeister und entnommener elektrischer [Leistung](/glossar/leistung.html). Zu jedem Zeitpunkt muss die Summe aus Kraftwerkserzeugung, Speicherentladung, Importen und sonstiger Einspeisung der Summe aus Verbrauch, Speicherla
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Anreizregulierung ist ein Regulierungsmodell für Strom- und Gasnetze, bei dem die zulässigen Erlöse der Netzbetreiber nicht einfach aus den tatsächlich angefallenen Kosten abgeleitet werden. Stattdessen setzt die Regulierungsbehörde für eine mehrjährige Regulierungsperiode eine Erlösobergrenze fest. Innerhalb dieser Gr
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Anschluss- und Benutzungszwang bezeichnet eine öffentlich-rechtliche Pflicht, ein Grundstück oder Gebäude an eine bestimmte kommunale Einrichtung anzuschließen und diese Einrichtung für den vorgesehenen Zweck zu nutzen. Im Energiebereich betrifft der Begriff vor allem leitungsgebundene Wärmeversorgung, also [Wärmenetze
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Ein Anschlussbeitrag ist ein finanzieller Beitrag, den ein Anschlussnehmer für die Herstellung, Erweiterung oder Bereitstellung eines Anschlusses an eine Infrastruktur zahlen muss. Im Stromsystem betrifft der Begriff vor allem Kosten, die entstehen, wenn ein Gebäude, ein Gewerbebetrieb, eine Industrieanlage, eine Ladei
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Anschlussleistung bezeichnet die elektrische Leistung, die an einem Netzanschluss maximal bezogen oder eingespeist werden darf oder für die ein Anschluss technisch ausgelegt ist. Sie beschreibt keine Energiemenge über ein Jahr, sondern eine mögliche Momentanbelastung. Angegeben wird sie meist in Kilowatt (kW), Megawatt
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Eine Anschlussstudie ist eine technische Untersuchung, die klärt, ob, wo und unter welchen Bedingungen eine geplante Anlage an ein Stromnetz angeschlossen werden kann. Sie verbindet die elektrische Auslegung eines Projekts mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Netzes am vorgesehenen Standort. Untersucht werden t
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Ein Aquifer-Wärmespeicher ist ein unterirdischer [Wärmespeicher](/glossar/waermespeicher.html), der eine wasserführende geologische Schicht als Speichermedium nutzt. Wärme oder Kälte wird dabei über Brunnen in einen geeigneten Grundwasserleiter eingebracht und zu einem späteren Zeitpunkt wieder entnommen. Der Begriff b
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Ein äquivalenter Vollzyklus ist eine rechnerische Größe, mit der mehrere Teilzyklen eines Batteriespeichers auf vollständige Lade- und Entladevorgänge umgerechnet werden. Ein vollständiger Zyklus bedeutet dabei vereinfacht: Die nutzbare Batteriekapazität wird einmal vollständig entladen und wieder geladen. Wird eine Ba
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Arbitrage bezeichnet die Nutzung von Preisunterschieden zwischen verschiedenen Zeitpunkten, Orten oder Produkten. Im Stromsystem meint der Begriff meist zeitliche Arbitrage: Strom wird aufgenommen, gekauft oder der Verbrauch wird erhöht, wenn der Preis niedrig ist; später wird Strom abgegeben, verkauft oder Verbrauch v
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Ein Arealnetz ist ein elektrisches Netz innerhalb eines räumlich abgegrenzten Gebietes, das mehrere Verbrauchsstellen, Erzeugungsanlagen, Speicher oder Ladepunkte miteinander verbindet und in der Regel über einen oder wenige Netzanschlusspunkte mit dem öffentlichen Stromnetz gekoppelt ist. Typische Beispiele sind Indus
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Asset Management bezeichnet die systematische Bewirtschaftung technischer Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus. Im Stromsystem geht es um Leitungen, Kabel, Transformatoren, Schaltanlagen, Schutztechnik, Leittechnik, Kraftwerke, Speicher, Messsysteme und digitale Infrastruktur. Der Begriff beschreibt nicht eine einz
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Auktionierung im Emissionshandel bezeichnet die Versteigerung von Emissionszertifikaten durch staatliche oder europäische Stellen. Unternehmen, die unter ein Emissionshandelssystem fallen, müssen für jede ausgestoßene Tonne CO₂ oder CO₂-Äquivalent ein Zertifikat abgeben. Bei der Auktionierung erhalten sie diese Zertifi
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Ausfallarbeit bezeichnet die elektrische Energiemenge, die eine Erzeugungsanlage voraussichtlich produziert hätte, die aber wegen eines netz- oder systembedingten Eingriffs nicht eingespeist wurde. Der Begriff wird vor allem bei der Abregelung von Windenergie- und Photovoltaikanlagen, beim früheren Einspeisemanagement
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Ausgleichsenergie ist die Energiemenge, die einem Bilanzkreis nachträglich zugerechnet wird, wenn seine tatsächliche Einspeisung oder Entnahme vom angemeldeten Fahrplan abweicht. Sie beschreibt keine eigene Stromart und kein zusätzliches Kraftwerk, sondern die abrechnungsrelevante Differenz zwischen Planung und Wirklic
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Eine Ausschreibung ist ein geregeltes Wettbewerbsverfahren, in dem eine öffentliche Stelle oder ein beauftragter Akteur eine bestimmte Leistung, Energiemenge oder Kapazität nach vorher festgelegten Bedingungen vergibt. Im Stromsystem betrifft das zum Beispiel Förderansprüche für erneuerbare Energien, gesicherte Leistun
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Der Autarkiegrad gibt an, welcher Anteil des eigenen Stromverbrauchs innerhalb eines bestimmten Zeitraums durch eigene Erzeugung oder durch zuvor selbst erzeugten und gespeicherten Strom gedeckt wird. Er ist eine Verhältniszahl und wird meist in Prozent angegeben. Ein Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 5.
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Autotherme Reformierung ist ein chemisches Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas, Biomethan, Naphtha oder anderen kohlenwasserstoffhaltigen Einsatzstoffen. Der Begriff bezeichnet einen Reaktorprozess, in dem partielle Oxidation und Reformierung miteinander gekoppelt werden. Ein Teil des eingesetzten Bren
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Available Transfer Capacity, kurz ATC, bezeichnet die verfügbare Übertragungskapazität zwischen zwei Marktgebieten oder Netzbereichen, die dem Stromhandel in einem bestimmten Zeitraum noch zur Verfügung gestellt werden kann. Der Wert wird in der Regel in Megawatt angegeben und bezieht sich damit auf [Leistung](/glossar
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**Balancing Capacity** bezeichnet im Stromsystem die vertraglich vorgehaltene elektrische Leistung, die ein Übertragungsnetzbetreiber bei Bedarf zur Stabilisierung des Gleichgewichts zwischen Einspeisung und Entnahme aktivieren kann. Im deutschen Sprachgebrauch entspricht der Begriff am ehesten der Regelleistung oder d
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Balancing Energy bezeichnet die tatsächlich aktivierte elektrische Energie, mit der ein Übertragungsnetzbetreiber kurzfristige Abweichungen zwischen Einspeisung und Entnahme im Stromsystem ausgleicht. Im deutschen Sprachgebrauch entspricht der präziseste Begriff dafür meist **Regelarbeit**. Sie entsteht erst, wenn eine
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Balancing Responsible Party, kurz BRP, bezeichnet im europäischen Strommarktdesign den Marktakteur, der für die ausgeglichene Bewirtschaftung eines Bilanzkreises verantwortlich ist. Gemeint ist die Verantwortung dafür, dass die angemeldeten Strommengen aus Erzeugung, Verbrauch und Handel in einem definierten Abrechnung
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Ein Balancing Service Provider, kurz BSP, ist ein Marktakteur, der dem Übertragungsnetzbetreiber regelbare Leistung für den Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch zur Verfügung stellt. Er bietet also [Regelenergie](/glossar/regelenergie.html) oder damit verbundene Ausgleichsdienstleistungen an, die aktiviert werden könn
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Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch, die aus einem oder mehreren Solarmodulen, einem Wechselrichter und einer Anschlussleitung besteht. Der technisch genauere Begriff lautet Steckersolargerät, weil die Anlage nicht als eigenständiges Kraftwerk im klassischen Sinn betrieben wird
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Baseload und Peakload sind standardisierte Handelsprodukte für Stromlieferungen in festgelegten Zeitblöcken. Baseload bezeichnet eine gleichmäßige Lieferung über alle Stunden eines Lieferzeitraums, etwa eines Tages, Monats, Quartals oder Jahres. Peakload bezeichnet eine Lieferung für definierte Tagesstunden an Werktage
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Baseload, auf Deutsch Grundlast, bezeichnet im Stromsystem zwei unterschiedliche Dinge: den relativ konstanten Mindestbedarf an elektrischer Leistung innerhalb eines Versorgungsgebiets und ein standardisiertes Marktprodukt, das eine gleichmäßige Stromlieferung über alle Stunden eines definierten Zeitraums beschreibt. D
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Basisrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Absicherungsinstrument nicht exakt dieselbe Preisentwicklung abbildet wie die wirtschaftliche Position, die abgesichert werden soll. Im Strommarkt entsteht es, wenn Erzeugung, Beschaffung oder Verbrauch an einem bestimmten Preis, Profil oder Ort hängen, die Absicherung aber a
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Batterie-Thermomanagement bezeichnet die gezielte Erfassung, Begrenzung, Verteilung und Regelung von Wärme in einem Batteriesystem. Gemeint ist damit nicht bloß Kühlung. Ein vollständiges Thermomanagement sorgt dafür, dass Batteriezellen in einem Temperaturbereich betrieben werden, in dem sie ausreichend leistungsfähig
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Ein Batteriemanagementsystem, kurz BMS, ist die Überwachungs- und Steuerungseinheit einer Batterie. Es misst Zellspannungen, Temperaturen, Ströme und weitere Betriebsgrößen, berechnet daraus Zustände wie Ladezustand und Alterung und greift ein, wenn einzelne Zellen oder der gesamte Batteriesatz außerhalb zulässiger Gre
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Ein Batteriespeicher ist ein elektrochemischer Speicher, der elektrische Energie aufnimmt, in chemischer Form zwischenspeichert und später wieder als elektrische Energie abgibt. Im Stromsystem dient er nicht der Erzeugung zusätzlicher Energie, sondern der zeitlichen Verschiebung von Strom und der Bereitstellung schnell
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Ein Baukostenzuschuss ist ein finanzieller Beitrag, den ein Anschlussnehmer an den Netzbetreiber zahlt, wenn für seinen Anschluss zusätzliche Netzkapazität bereitgestellt, ein Netzanschluss hergestellt oder bestehende Infrastruktur verstärkt werden muss. Er bezieht sich nicht auf den gelieferten Strom, sondern auf die
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BECCS steht für Bioenergy with Carbon Capture and Storage. Gemeint ist eine Prozesskette, bei der [Biomasse](/glossar/biomasse.html) energetisch genutzt wird, das dabei entstehende Kohlendioxid abgeschieden und anschließend dauerhaft geologisch gespeichert wird. Der Begriff verbindet also drei Ebenen: die Bereitstellun
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Behind-the-Meter bezeichnet Anlagen, Speicher und Verbrauchsprozesse, die sich aus Sicht des öffentlichen Stromnetzes hinter dem Zähler eines Anschlussnutzers befinden. Der Zähler bildet dabei die Grenze, an der das Netz misst, was aus dem öffentlichen Netz bezogen oder in dieses eingespeist wird. Was innerhalb der Kun
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Beihilferecht bezeichnet die Regeln, nach denen staatliche Unterstützungen für Unternehmen, Branchen oder bestimmte wirtschaftliche Tätigkeiten im europäischen Binnenmarkt geprüft, begrenzt oder genehmigt werden. Im Stromsystem betrifft es etwa Förderungen für erneuerbare Energien, [Kapazitätsmechanismen](/glossar/kapa
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BELIX steht für Belgian Electricity Index und bezeichnet einen Preisindex für den belgischen Day-Ahead-Strommarkt. Der Index bezieht sich auf die belgische Preiszone und wird in Euro pro Megawattstunde angegeben. Er beschreibt damit keinen allgemeinen Strompreis, sondern einen börslich ermittelten Referenzpreis für Str
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Benchmarking bezeichnet den methodisch geregelten Vergleich von Kosten, Leistungen, Emissionen, technischen Kennwerten oder Prozessen mit einem Referenzwert. Dieser Referenzwert kann aus dem Durchschnitt vergleichbarer Akteure, aus den besten beobachteten Werten, aus technischen Zielgrößen oder aus politisch gesetzten
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Benchmarking im Emissionshandel bezeichnet die Festlegung von Vergleichswerten, nach denen die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten berechnet wird. Ein Benchmark gibt an, welche Menge an Treibhausgasemissionen pro Produkteinheit bei besonders effizienten Anlagen als Referenz gilt. Im europäischen Emissionshan
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BESS steht für Battery Energy Storage System und bezeichnet ein vollständiges Batteriespeichersystem zur Aufnahme, Speicherung und späteren Abgabe elektrischer Energie. Gemeint sind nicht nur Batteriezellen oder Batteriemodule, sondern die gesamte technische Anlage einschließlich Batteriemanagement, Wechselrichtern, Tr
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Betriebssicherheit bezeichnet die Fähigkeit eines Stromsystems, im laufenden Betrieb innerhalb seiner technischen Grenzwerte zu bleiben und Störungen so zu beherrschen, dass sie nicht zu großflächigen Versorgungsunterbrechungen führen. Gemeint ist die operative Sicherheit des Systems in Minuten, Sekunden und teilweise
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Bezahlbarkeit bezeichnet im Energiesystem die Fähigkeit von Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, Strom, Wärme und andere Energiedienstleistungen zu Kosten zu nutzen, die ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit nicht überfordern. Der Begriff beschreibt damit kein einzelnes Preisniveau, sondern das Ver
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Bidding Zone Review bezeichnet die formalisierte Überprüfung, ob die geografische Abgrenzung von Gebotszonen im europäischen Strommarkt noch zu den tatsächlichen Netzverhältnissen passt. Eine [Gebotszone](/glossar/gebotszone.html) ist ein Marktgebiet, in dem Strom im Großhandel grundsätzlich zu einem einheitlichen Prei
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Bidirektionales Laden bezeichnet den Betrieb eines Elektrofahrzeugs, bei dem die Fahrzeugbatterie über eine geeignete Ladeinfrastruktur nicht nur Strom aufnimmt, sondern Strom auch wieder abgeben kann. Das Fahrzeug wird damit zeitweise zu einem steuerbaren elektrischen Speicher. Technisch betrifft der Begriff den Energ
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Bifacial PV bezeichnet Photovoltaikmodule, die Licht auf der Vorderseite und auf der Rückseite in elektrischen Strom umwandeln können. Bei klassischen einseitigen Modulen trägt praktisch nur die Vorderseite zum Ertrag bei. Bei bifacialen Modulen bleibt die Rückseite lichtaktiv. Sie nutzt Licht, das vom Boden, von Schne
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Bilanzielle Speicherung bezeichnet die rechnerische, vertragliche oder marktliche Zuordnung von Strommengen über verschiedene Zeitpunkte hinweg, ohne dass dieselbe physische Strommenge tatsächlich in einem bestimmten Speicher aufgenommen und später wieder abgegeben worden sein muss. Eine Stromerzeugung zu einem Zeitpun
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Bilanzieller Strombezug bedeutet, dass eine bestimmte Strommenge oder eine bestimmte Erzeugungseigenschaft rechnerisch einem Verbraucher zugeordnet wird, ohne dass der physische Strom genau aus der genannten Anlage zu diesem Verbraucher fließt. Der Begriff beschreibt also eine buchhalterische, vertragliche und regulato
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Ein Bilanzkreis ist eine rechnerische Abrechnungseinheit des Strommarkts, in der Einspeisungen, Entnahmen und Handelsgeschäfte einem verantwortlichen Marktakteur zugeordnet und über festgelegte Zeitintervalle bilanziert werden. Er beschreibt keine Leitung, kein Netzgebiet und keinen physischen Stromfluss. Ein Bilanzkre
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Eine Bilanzkreisabweichung ist die Differenz zwischen dem geplanten und dem tatsächlich eingetretenen Saldo eines Bilanzkreises in einem Abrechnungsintervall. Geplant sind Einspeisungen, Entnahmen und Handelsgeschäfte, die der Bilanzkreisverantwortliche als Fahrplan anmeldet. Tatsächlich zählen die gemessenen Strommeng
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Ein Bilanzkreisverantwortlicher ist der Marktakteur, der gegenüber dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber dafür einsteht, dass ein Bilanzkreis bilanziell ausgeglichen ist. Er sorgt dafür, dass die angemeldeten Einspeisungen, Entnahmen, Fahrpläne und Handelsgeschäfte für jede Abrechnungsperiode möglichst zueinander p
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Bilanzkreisverantwortung bezeichnet die Pflicht eines Marktakteurs, Einspeisung, Entnahme und Handelsgeschäfte in einem [Bilanzkreis](/glossar/bilanzkreis.html) so zu planen und zu bewirtschaften, dass sie für jede Abrechnungsperiode möglichst ausgeglichen sind. Der Bilanzkreisverantwortliche trägt die wirtschaftlichen
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Biochar oder Pflanzenkohle ist ein kohlenstoffreiches festes Material, das entsteht, wenn Biomasse bei hohen Temperaturen unter Sauerstoffmangel thermisch behandelt wird. Das Verfahren heißt Pyrolyse. Anders als bei einer vollständigen Verbrennung wird der in Pflanzen gebundene Kohlenstoff dabei nicht vollständig zu Ko
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Biogas ist ein brennbares Gasgemisch, das entsteht, wenn organische Stoffe unter Luftabschluss mikrobiell abgebaut werden. Dieser Prozess heißt anaerobe Vergärung. Das Gas enthält vor allem Methan und Kohlendioxid, dazu kleinere Mengen Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, Ammoniak und Spurengase. Für die energetische Nutz
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Biomasse bezeichnet organisches Material pflanzlichen, tierischen oder mikrobiellen Ursprungs, das energetisch genutzt werden kann. Im Stromsystem meint der Begriff vor allem feste Biomasse wie Holzreste oder Landschaftspflegematerial, gasförmige Energieträger wie Biogas, Biomethan, Klärgas und Deponiegas sowie biogene
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Bivalente Wärmeversorgung bezeichnet ein Heizsystem, in dem zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger oder Energieträger zur Deckung des Wärmebedarfs eingesetzt werden. Häufig gemeint ist die Kombination einer [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) mit einem Gas-, Öl-, Biomasse- oder Elektroheizsystem. Die beiden Erzeuger k
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Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, bei der in einem bivalenten Heizsystem ein zweiter Wärmeerzeuger zugeschaltet wird oder die [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) die benötigte Heizleistung nicht mehr allein bereitstellt. Er beschreibt damit keine Eigenschaft des Wetters allein, sondern den Schnittpunkt zwi
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Black Start bezeichnet die Fähigkeit einer Erzeugungsanlage, eines Speichers oder eines dafür vorgesehenen Aggregats, ohne Strom aus dem öffentlichen Netz anzufahren und anschließend elektrische Spannung, Frequenz und Leistung für den Wiederaufbau eines ausgefallenen Stromnetzes bereitzustellen. Im Deutschen wird dafür
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Ein Blackout ist ein großflächiger, länger andauernder Zusammenbruch der Stromversorgung, bei dem Teile des Übertragungs- oder Verteilnetzes nicht mehr stabil betrieben werden können und viele Verbraucher gleichzeitig ohne Strom sind. Gemeint ist damit kein einzelner lokaler Stromausfall durch ein beschädigtes Kabel, k
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Blade Recycling bezeichnet die Verwertung, Wiederverwendung oder stoffliche Rückgewinnung von Rotorblättern aus Windenergieanlagen nach Reparatur, Repowering oder endgültigem Rückbau. Gemeint ist also nicht der laufende Betrieb einer Anlage, sondern der Umgang mit einem Bauteil, das groß, leicht, hoch belastbar und mat
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Blauer Wasserstoff ist Wasserstoff, der in der Regel aus Erdgas hergestellt wird, wobei ein Teil des entstehenden Kohlendioxids abgeschieden und dauerhaft gespeichert werden soll. Die übliche technische Route ist die Dampfreformierung von Methan oder eine verwandte Reformierungstechnik. Dabei wird der Kohlenstoff aus d
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Blindleistung ist die elektrische Leistung in einem Wechselstromsystem, die zwischen elektrischen oder magnetischen Feldern und dem Netz hin- und herpendelt, ohne dauerhaft in Wärme, Bewegung, Licht oder chemische Energie umgesetzt zu werden. Sie verrichtet keine nutzbare Arbeit wie die [Wirkleistung](/glossar/wirkleis
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Blindleistungskompensation bezeichnet technische und betriebliche Maßnahmen, mit denen [Blindleistung](/glossar/blindleistung.html) in einem Wechselstromnetz reduziert, ausgeglichen oder gezielt bereitgestellt wird. Sie dient vor allem der Spannungshaltung, der Entlastung von Leitungen und Transformatoren sowie der Ver
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Blindleistungsmanagement bezeichnet die gezielte Bereitstellung, Aufnahme und Steuerung von [Blindleistung](/glossar/blindleistung.html) in einem Wechselstromnetz. Es dient vor allem der [Spannungshaltung](/glossar/spannungshaltung.html), also dem Betrieb des Netzes innerhalb zulässiger Spannungsgrenzen. Blindleistungs
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Ein Blockheizkraftwerk, kurz BHKW, ist eine meist kompakte Anlage, die Strom und nutzbare Wärme gleichzeitig erzeugt. Technisch gehört es zur [Kraft-Wärme-Kopplung](/glossar/kraft-waerme-kopplung.html). Ein Motor, eine Turbine oder eine Brennstoffzelle erzeugt mechanische oder direkt elektrische Energie; ein Generator
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Book-and-Claim bezeichnet ein Nachweismodell, bei dem die physische Lieferung eines Produkts, einer Energieform oder eines Rohstoffs von einer bilanziell zugeordneten Eigenschaft getrennt wird. Eine Stelle erzeugt eine bestimmte Eigenschaft, etwa erneuerbaren Strom, nachhaltigen Flugkraftstoff oder emissionsarmen Wasse
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Eine Booster-Wärmepumpe ist eine [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html), die Wärme von einem bereits vorhandenen Temperaturniveau auf ein höheres Nutztemperaturniveau anhebt. Sie erzeugt also nicht die gesamte Wärmeversorgung eines Gebäudes aus Umgebungsluft, Erdreich oder Grundwasser, sondern nutzt eine vorgelagerte
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Der Börsenstrompreis ist der Preis, zu dem Strom an einer organisierten Strombörse für einen genau definierten Lieferzeitraum gehandelt wird. Er bezieht sich nicht auf Strom im allgemeinen Sinn, sondern auf ein standardisiertes Produkt: eine Megawattstunde elektrische Energie, geliefert in einer bestimmten Viertelstund
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Brandschutz bezeichnet alle baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, mit denen Brände verhindert, früh erkannt, begrenzt und beherrschbar gemacht werden. Im Stromsystem betrifft Brandschutz nicht nur klassische Gebäude, sondern auch Batteriespeicher, Umspannwerke, Trafostationen, Kabelanlagen, Photovolta
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Brennstoffwechsel bezeichnet die Umstellung einer Anlage, eines Kraftwerks oder eines industriellen Prozesses von einem Brennstoff auf einen anderen. Gemeint ist zum Beispiel der Wechsel von Kohle zu Erdgas, von Erdgas zu [Wasserstoff](/glossar/wasserstoff.html), von fossilen Brennstoffen zu Biomasse oder von konventio
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Eine Brennstoffzelle ist ein elektrochemischer Energiewandler, der die chemische Energie eines zugeführten Brennstoffs direkt in elektrische Energie und Wärme umsetzt. Anders als ein Verbrennungsmotor oder ein Heizkessel erzeugt sie die nutzbare Energie nicht über eine Flamme, eine Explosion oder eine thermische Kraftm
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Ein Brownout ist eine zeitweise Absenkung der elektrischen Spannung in einem Stromnetz oder Netzbereich, bei der die Versorgung nicht vollständig ausfällt, aber elektrische Geräte nur noch unter eingeschränkten oder instabilen Bedingungen betrieben werden. Der Begriff stammt aus dem Bild schwächer leuchtender Glühlampe
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Bruttoleistung bezeichnet die elektrische Leistung, die eine Erzeugungsanlage an ihren Generator- oder Wechselrichterklemmen bereitstellt, bevor der Eigenbedarf der Anlage abgezogen wird. Nettoleistung bezeichnet die Leistung, die nach Abzug dieses Eigenbedarfs tatsächlich am Netzanschlusspunkt oder für externe Verbrau
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Bruttostromerzeugung bezeichnet die gesamte elektrische Energie, die eine Stromerzeugungsanlage an ihren Generatoren erzeugt, bevor der Eigenbedarf der Anlage abgezogen wird. Sie umfasst also auch den Strom, den das Kraftwerk selbst benötigt, etwa für Pumpen, Lüfter, Kohlemühlen, Förderbänder, Kühlung, Rauchgasreinigun
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Die Bundesnetzagentur, kurz BNetzA, ist die zentrale deutsche Regulierungsbehörde für Netzsektoren. Im Stromsystem beaufsichtigt sie vor allem Netzbetreiber, reguliert die wirtschaftlichen Bedingungen des Netzbetriebs, setzt Regeln für den Netzzugang durch und übernimmt Aufgaben bei Netzausbau, Marktüberwachung und Ver
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Bürgerenergie bezeichnet Energieprojekte, bei denen Bürgerinnen und Bürger, lokale Gemeinschaften, Energiegenossenschaften, kommunale Unternehmen oder andere örtlich verankerte Akteure wirtschaftlich, organisatorisch oder eigentumsrechtlich beteiligt sind. Der Begriff wird vor allem für Projekte mit [Erneuerbaren Energ
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Business Continuity Management, kurz BCM, bezeichnet die organisierte Fähigkeit eines Unternehmens, kritische Prozesse bei Störungen fortzuführen, eingeschränkt aufrechtzuerhalten oder innerhalb definierter Zeiten wiederherzustellen. Der Begriff beschreibt keine einzelne Notfallmaßnahme, sondern ein Managementsystem: E
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Die C-Rate beschreibt bei einer Batterie, wie schnell sie im Verhältnis zu ihrer Kapazität geladen oder entladen wird. Eine C-Rate von 1C bedeutet, dass eine Batterie rechnerisch innerhalb einer Stunde vollständig geladen oder entladen würde, wenn der Strom über diese Zeit konstant fließt und die gesamte Nennkapazität
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Ein Netzbetreiber kann einen Anschluss nicht allein deshalb zusagen, weil im Plan noch eine Leitung eingezeichnet ist und die Spannungsebene passt. Für die Frage, ob zusätzliche Ladepunkte, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher oder ein Rechenzentrumsanschluss aufgenommen werden können, zählt auch, wie vie
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Cable Pooling bezeichnet die gemeinsame Nutzung eines Netzanschlusses durch mehrere Erzeugungsanlagen, Speicher oder Verbraucher. Die installierte Leistung der angeschlossenen Anlagen kann dabei höher sein als die maximale Anschlussleistung, weil nicht alle Anlagen gleichzeitig ihre volle Leistung einspeisen oder beziehen.
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CACM steht für Capacity Allocation and Congestion Management. Gemeint ist die europäische Leitlinie zur Kapazitätsvergabe und zum Engpassmanagement im Strommarkt, formal die Verordnung (EU) 2015/1222. Sie regelt, wie grenzüberschreitende Übertragungskapazitäten im Day-Ahead- und Intraday-Handel berechnet, bereitgestell
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CAES steht für Compressed Air Energy Storage. Gemeint sind Stromspeicher, die elektrische Energie zunächst in mechanische Energie umwandeln, indem sie Luft verdichten, und diese verdichtete Luft später wieder zur Stromerzeugung nutzen. Ein Druckluftspeicher speichert also keinen Strom im engeren Sinn, sondern ein Energ
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Das Cap im Emissionshandel ist die politisch festgelegte Obergrenze für die Emissionen, die innerhalb eines bestimmten Emissionshandelssystems insgesamt ausgestoßen werden dürfen. Es legt fest, wie viele Emissionszertifikate in einem Zeitraum verfügbar sind. Jedes Zertifikat berechtigt zur Emission einer bestimmten Men
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Capacity Calculation Region, abgekürzt CCR, bezeichnet eine europäische Region, in der Übertragungsnetzbetreiber die verfügbaren Kapazitäten für den grenzüberschreitenden Stromhandel nach gemeinsamen Regeln berechnen. Der Begriff stammt aus dem europäischen Strommarktrecht und ist eng mit der Marktkopplung, dem Engpass
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Capacity Credit bezeichnet den Beitrag einer Anlage, Technologie oder Nachfragemaßnahme zur gesicherten Leistung eines Stromsystems. Gemeint ist die Leistung, die in Situationen knapper Versorgung mit einer bestimmten Zuverlässigkeit angerechnet werden kann. Der Begriff beantwortet also nicht die Frage, wie viel Strom
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Capacity Factor, auf Deutsch meist Kapazitätsfaktor, bezeichnet das Verhältnis zwischen der tatsächlich erzeugten Strommenge einer Anlage in einem bestimmten Zeitraum und der Strommenge, die dieselbe Anlage erzeugt hätte, wenn sie in diesem Zeitraum ununterbrochen mit ihrer Nennleistung gelaufen wäre. Die Kennzahl verb
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CAPEX steht für Capital Expenditures und bezeichnet Investitionsausgaben für Vermögenswerte, die über mehrere Jahre genutzt werden. Im Stromsystem sind damit vor allem Ausgaben für Kraftwerke, Windparks, Solaranlagen, Stromnetze, Umspannwerke, Transformatoren, Speicher, Elektrolyseure, Mess- und Steuerungstechnik, Wärm
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Der Capture Price beschreibt den durchschnittlichen Strompreis, den eine Erzeugungsanlage, ein Kraftwerk oder eine Erzeugungstechnologie während ihrer tatsächlichen Einspeisezeiten erzielt. Er wird meist in Euro pro Megawattstunde angegeben und ergibt sich als mengengewichteter Durchschnitt der Strompreise in den Stund
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Capture Price, auf Deutsch meist Marktwert, bezeichnet den durchschnittlichen Strompreis, den eine Erzeugungsanlage oder eine Erzeugungstechnologie mit ihrem tatsächlichen Einspeiseprofil erzielt. Er wird berechnet, indem die in jeder Marktzeit erzielte Strommenge mit dem jeweiligen Börsenpreis gewichtet und anschließe
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Capture Rate bezeichnet das Verhältnis zwischen dem erzielten Marktwert einer Stromerzeugung und dem durchschnittlichen Marktpreis im betrachteten Zeitraum. Sie misst, welchen Anteil am durchschnittlichen Strompreis eine Anlage, ein Portfolio oder eine Technologie mit ihrem tatsächlichen Einspeiseprofil erlöst. Liegt d
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Carbon Capture and Utilization, kurz CCU, bezeichnet die Abscheidung von Kohlendioxid und seine anschließende Nutzung als kohlenstoffhaltiger Rohstoff. Das abgeschiedene CO₂ wird dabei nicht unmittelbar in die Atmosphäre abgegeben, sondern in einen technischen oder industriellen Prozess eingespeist. Es kann zum Beispie
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Carbon Contracts for Difference sind Differenzverträge, mit denen der Staat oder eine beauftragte öffentliche Stelle industrielle Investitionen gegen unsichere CO₂-Preise absichert. Der Vertrag legt fest, welcher CO₂-Preis oder welcher klimabezogene Mehrerlös notwendig wäre, damit eine emissionsarme Technologie gegenüb
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Carbon Leakage bezeichnet die Verlagerung von Treibhausgasemissionen in andere Länder oder Regionen, wenn Klimaschutzregeln, CO₂-Preise oder andere klimapolitische Anforderungen die Produktion an einem Standort verteuern und dadurch Produktion, Investitionen oder Nachfrage in Gebiete mit geringeren Klimaschutzauflagen
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Carbon Removal bezeichnet die Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und die anschließende Speicherung dieses Kohlenstoffs über lange Zeiträume. Gemeint ist also nicht jede Form von CO₂-Nutzung und auch nicht jede vermiedene Emission, sondern ein Vorgang mit zwei Bedingungen: CO₂ muss der Atmosphäre tatsächlich e
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CBAM steht für Carbon Border Adjustment Mechanism. Gemeint ist der CO₂-Grenzausgleich der Europäischen Union für bestimmte emissionsintensive Importgüter. Er soll dafür sorgen, dass eingeführte Produkte in ausgewählten Branchen einen vergleichbaren CO₂-Kostenanteil tragen wie Produkte, die innerhalb der EU unter dem [E
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CCUS steht für Carbon Capture, Utilization and Storage. Gemeint ist die Abscheidung von Kohlendioxid aus Abgasen, Prozessgasen oder der Umgebungsluft, gefolgt von einer Nutzung des CO₂ oder seiner dauerhaften geologischen Speicherung. Der Begriff bündelt damit zwei unterschiedliche Pfade: CCS, also Carbon Capture and S
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Die CER-Richtlinie ist die Richtlinie der Europäischen Union über die Resilienz kritischer Einrichtungen. CER steht für Critical Entities Resilience. Gemeint sind Organisationen, Anlagen und Dienste, deren Ausfall erhebliche Folgen für die Versorgung der Bevölkerung, die öffentliche Sicherheit, die Wirtschaft oder staa
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Certificate Cancellation bezeichnet die endgültige Entwertung eines elektronischen Stromzertifikats in einem Register, damit die damit verbundene Eigenschaft einer bestimmten Strommenge nur noch von einem bestimmten Akteur beansprucht werden kann. Bei [Herkunftsnachweisen](/glossar/herkunftsnachweis.html) bedeutet das:
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Ein CfD, kurz für Contracts for Difference, ist ein Differenzvertrag, der Erlöse aus Stromerzeugung gegen einen vorher festgelegten Referenzwert absichert. Im Stromsystem wird damit meist ein Förder- oder Absicherungsinstrument bezeichnet, bei dem ein Anlagenbetreiber weiterhin Strom am Markt verkauft, seine Erlöse abe
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Chain of Custody bezeichnet die dokumentierte Weitergabe eines Produkts, Materials, Energieträgers oder Zertifikats entlang einer Lieferkette. Der Begriff beschreibt nicht nur, dass etwas transportiert oder gehandelt wird, sondern wie eine bestimmte Eigenschaft dabei nachweisbar erhalten bleibt: Herkunft, Nachhaltigkei
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Citizen Energy Community bezeichnet eine Bürgerenergiegemeinschaft im europäischen Strommarktrecht. Gemeint ist eine rechtlich organisierte Form gemeinsamer energiewirtschaftlicher Tätigkeit, an der Bürgerinnen und Bürger, lokale Gebietskörperschaften oder kleinere Unternehmen beteiligt sein können. Der Begriff stammt
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Der Clean Dark Spread ist die rechnerische kurzfristige Marge eines Kohlekraftwerks je erzeugter Megawattstunde Strom nach Abzug der Kohlekosten und der Kosten für CO₂-Zertifikate. Er beschreibt also, wie viel vom Strompreis übrig bleibt, wenn die wichtigsten variablen Kosten der kohlebasierten Stromerzeugung berücksic
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Clean Firm Power bezeichnet CO₂-arme oder CO₂-freie elektrische Leistung, die verlässlich verfügbar ist und nicht nur von kurzfristigen Wetterbedingungen abhängt. Der Begriff verbindet Klimaschutz mit der Frage nach gesicherter Leistung im Stromsystem.
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Der Clean Spark Spread ist die rechnerische Marge eines Gaskraftwerks je erzeugter Megawattstunde Strom nach Abzug der Brennstoffkosten und der Kosten für CO₂-Zertifikate. Er vergleicht den erzielbaren Strompreis mit den variablen Kosten der Stromerzeugung aus Erdgas. Ist der Wert positiv, kann das Kraftwerk aus dem St
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Clearing bezeichnet im Stromhandel die nachgelagerte Abwicklung, Verrechnung und finanzielle Absicherung von Handelsgeschäften, nachdem ein Kauf oder Verkauf abgeschlossen wurde. Es sorgt dafür, dass aus einem gehandelten Geschäft ein erfüllbarer Zahlungs- und Lieferanspruch wird. Im Kern beantwortet Clearing drei prak
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Ein Clearing House, auf Deutsch meist Clearingstelle, ist eine zentrale Institution, die Handelsgeschäfte nach ihrem Abschluss absichert, abrechnet und die Erfüllung der daraus entstehenden Verpflichtungen organisiert. Im Stromhandel tritt die Clearingstelle häufig als zentrale Gegenpartei zwischen Käufer und Verkäufer
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Climate Contracts for Difference, kurz CCfD, sind langfristige Verträge, mit denen der Staat die Mehrkosten klimafreundlicher Industrieproduktion gegenüber einer emissionsintensiven Referenzproduktion teilweise oder vollständig ausgleicht. Sie sollen Investitionen ermöglichen, deren Klimanutzen politisch gewollt ist, d
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Clipping bezeichnet bei einer Photovoltaikanlage die Begrenzung der AC-Ausgangsleistung durch den Wechselrichter, wenn die Solarmodule auf der DC-Seite mehr elektrische Leistung bereitstellen könnten, als der Wechselrichter in Wechselstrom umwandeln und abgeben kann. Die mögliche Erzeugung oberhalb dieser Grenze wird d
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Closing Price, auf Deutsch meist Schlusskurs, bezeichnet den am Ende eines Handelstages, einer Handelsphase oder eines festgelegten Bewertungszeitraums offiziell herangezogenen Preis eines handelbaren Produkts. Im Strom- und Energiemarkt kann sich der Begriff auf Strom-Futures, Gasprodukte, Emissionszertifikate, Option
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Der CLS-Kanal ist ein gesicherter Kommunikationskanal über das Smart-Meter-Gateway, über den steuerbare lokale Systeme Daten empfangen oder senden können. CLS steht für Controllable Local System. Gemeint sind technische Einrichtungen hinter einem Netzanschluss, die für Messung, Überwachung, Regelung oder Steuerung ange
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Co-located Storage bezeichnet einen Speicher, der am selben Standort oder am selben Netzanschluss wie eine Erzeugungsanlage betrieben wird. In der Praxis sind damit meist Batteriespeicher gemeint, die zusammen mit einem Solarpark, einem Windpark oder einer Kombination aus beidem geplant, angeschlossen und vermarktet we
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CO2-Abscheidung bezeichnet technische Verfahren, mit denen Kohlendioxid aus einem Gasstrom getrennt wird. Dieser Gasstrom kann das Abgas eines Kraftwerks sein, ein Prozessgas aus der Zement-, Kalk-, Stahl- oder Chemieindustrie, Biogas, Rauchgas aus einer Müllverbrennungsanlage oder Umgebungsluft. Die Abscheidung selbst
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CO₂ ist die chemische Formel für Kohlendioxid, ein farb- und geruchloses Gas aus einem Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoffatomen. Im Energiesystem ist CO₂ vor allem deshalb relevant, weil es bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger entsteht und als langlebiges Treibhausgas zur Erwärmung der Atmosphäre beit
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CO₂-Äquivalente sind eine Maßeinheit, mit der die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase in eine gemeinsame Vergleichsgröße übersetzt wird. Angegeben wird, welche Menge Kohlendioxid über einen festgelegten Zeitraum eine ähnliche Erwärmungswirkung hätte wie die betrachtete Menge eines anderen Treibhausgases. Die Einhe
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CO₂-Bepreisung bezeichnet Regeln, durch die der Ausstoß von Kohlendioxid oder anderen Treibhausgasen einen Geldwert erhält. Gemessen wird meist in Euro je Tonne CO₂ oder in Euro je Tonne CO₂-Äquivalent, wenn auch Methan, Lachgas oder andere Treibhausgase einbezogen werden. Der Preis soll eine Kostenposition sichtbar ma
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Ein CO₂-Budget bezeichnet die Menge an Kohlendioxid, die noch ausgestoßen werden kann, wenn ein bestimmtes Temperaturziel mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eingehalten werden soll. Es verbindet also ein Klimaziel, etwa die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 oder deutlich unter 2 Grad Celsius, mit einer ver
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CO₂-Intensität bezeichnet die Menge an Kohlendioxid, die je erzeugter oder verbrauchter Einheit Strom anfällt. Im Stromsystem wird sie meist in Gramm CO₂ pro Kilowattstunde angegeben, also g CO₂/kWh. Gemeint ist damit eine spezifische Emissionsgröße: Sie sagt nicht, wie viele Emissionen insgesamt entstehen, sondern wie
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Der CO₂-Preis ist der Preis, der für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid oder einer Tonne CO₂-Äquivalent anfällt. Er übersetzt eine Emission in eine Geldgröße, meist angegeben in Euro pro Tonne CO₂. Gemeint ist nicht ein einzelner, überall gleicher Preis, sondern ein Instrument der Klimapolitik: Wer fossile Brennstoff
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Cold Load Pickup bezeichnet den erhöhten Leistungsbedarf, der nach einer Unterbrechung der Stromversorgung beim Wiederzuschalten von Verbrauchern auftreten kann. Der Begriff stammt aus dem Netzbetrieb und beschreibt keine zusätzliche Energiequelle, sondern ein Verhalten der [Last](/glossar/last.html): Verbraucher, die
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Collateral bezeichnet Sicherheiten, die eine Marktpartei hinterlegt, damit finanzielle Verpflichtungen aus Handels-, Liefer- oder Absicherungsgeschäften auch bei Zahlungsausfall, Preisbewegungen oder Vertragsstörungen gedeckt sind. Im Strommarkt geht es dabei meist um Bargeld, Bankgarantien, Wertpapiere oder andere vom
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Collective Self-Consumption bezeichnet die gemeinsame Nutzung lokal erzeugten Stroms durch mehrere Verbraucherinnen und Verbraucher, die nicht zwingend identisch mit dem Eigentümer der Erzeugungsanlage sind. Gemeint ist meist Strom aus einer Photovoltaikanlage auf einem Gebäude, in einem Quartier oder auf einem Areal,
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Common Information Model, kurz CIM, bezeichnet ein standardisiertes Datenmodell für elektrische Energieversorgungssysteme. Es beschreibt, wie Betriebsmittel, Netzknoten, Leitungen, Transformatoren, Schaltgeräte, Messpunkte, Erzeugungsanlagen, Lasten, Fahrpläne und weitere Objekte eines Stromsystems strukturiert dargest
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Congestion Rent, auf Deutsch meist Engpasserlös oder Engpassrente, bezeichnet den Erlös, der entsteht, wenn Strom zwischen zwei Gebotszonen gehandelt wird, die verfügbare Übertragungskapazität aber nicht ausreicht, um die Preise vollständig anzugleichen. Der Erlös ergibt sich aus der Preisdifferenz zwischen den Zonen u
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Contingency Analysis bezeichnet im Stromnetz die rechnerische Prüfung, wie sich ein definierter Ausfall auf den Netzbetrieb auswirkt. Ein solcher Ausfall kann eine Freileitung, ein Kabel, ein Transformator, ein Kraftwerksblock, ein Umrichter, eine Sammelschiene oder ein anderes betrieblich relevantes Betriebsmittel bet
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Contract for Difference, kurz CfD, bezeichnet im Strommarkt einen Differenzvertrag, bei dem ein festgelegter Vertragspreis mit einem Marktpreis verglichen wird. Der Vertragspreis wird meist Strike Price genannt. Liegt der maßgebliche Referenzpreis unter diesem Strike Price, erhält der Anlagenbetreiber die Differenz. Li
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Contracts for Difference, kurz CfD, sind Differenzverträge, bei denen ein vertraglich festgelegter Preis mit einem Marktpreis verglichen wird. Für Stromerzeugungsanlagen bedeutet das meist: Ein Betreiber verkauft seinen Strom am Markt. Zusätzlich wird geprüft, ob der erzielte oder zugrunde gelegte Marktpreis unter oder
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COP steht für Coefficient of Performance und bezeichnet bei einer Wärmepumpe das Verhältnis zwischen abgegebener Wärmeleistung und eingesetzter elektrischer Leistung in einem bestimmten Betriebszustand. Ein COP von 4 bedeutet: Aus 1 Kilowatt elektrischer Leistung werden unter den angegebenen Bedingungen 4 Kilowatt Wärm
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Der COP, kurz für „Coefficient of Performance“, bezeichnet bei einer Wärmepumpe das Verhältnis zwischen abgegebener Nutzwärme und aufgenommener elektrischer Leistung in einem bestimmten Betriebszustand. Im Deutschen wird dafür meist der Begriff Leistungszahl verwendet. Ein COP von 3 bedeutet: Aus 1 Kilowatt elektrische
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Core CCR bezeichnet eine zentrale europäische Kapazitätsberechnungsregion für den Stromhandel. In ihr werden grenzüberschreitende Übertragungskapazitäten koordiniert berechnet, weil Handelsflüsse und Netzengpässe in der Region eng miteinander gekoppelt sind.
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Ein Corporate PPA ist ein langfristiger Stromliefer- oder Stromabnahmevertrag zwischen einem Unternehmen und einem Stromerzeuger. Meist geht es um Strom aus Wind- oder Solaranlagen, den ein Unternehmen über mehrere Jahre zu vorab vereinbarten Bedingungen beschafft. PPA steht für Power Purchase Agreement. Der Zusatz Cor
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cos φ, gesprochen cos phi, bezeichnet in einem sinusförmigen Wechselstromsystem den Kosinus des Phasenwinkels φ zwischen Spannung und Strom. Er beschreibt, welcher Anteil der elektrischen Scheinleistung als Wirkleistung umgesetzt wird. Mathematisch gilt unter ideal sinusförmigen Bedingungen: cos φ = P / S. P ist die [W
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Counterparty Risk, auf Deutsch Gegenparteirisiko, bezeichnet das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre vertraglichen Pflichten nicht oder nicht vollständig erfüllt. Im Strommarkt kann das bedeuten, dass ein Lieferant nicht liefert, ein Abnehmer nicht zahlt, ein Händler eine finanzielle Ausgleichszahlung nicht leisten k
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Countertrading bezeichnet den gezielten Kauf und Verkauf von Strommengen in unterschiedlichen Netzgebieten, um einen drohenden oder bestehenden Engpass im Übertragungsnetz zu entlasten. Der Eingriff setzt nach einem Marktergebnis an: Strom wurde gehandelt, Fahrpläne wurden gemeldet, doch die daraus folgenden physikalis
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Cradle-to-Gate bezeichnet eine Systemgrenze in der Lebenszyklusanalyse. Sie umfasst alle Umweltwirkungen von der Rohstoffgewinnung bis zu dem Punkt, an dem ein Produkt das Werkstor verlässt. Erfasst werden typischerweise Bergbau, Gewinnung biogener oder fossiler Rohstoffe, Aufbereitung, Vorprodukte, Prozessenergie, Hil
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Cradle-to-Grave bezeichnet in der Lebenszyklusanalyse eine Systemgrenze, die den gesamten Lebensweg eines Produkts oder einer Anlage von der Rohstoffgewinnung bis zur endgültigen Entsorgung betrachtet. Der Begriff bedeutet wörtlich „von der Wiege bis zur Bahre“ und beschreibt damit eine Bilanzierung, die nicht an der F
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Credit Risk bezeichnet im Strommarkt das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre finanziellen oder lieferbezogenen Verpflichtungen nicht vollständig, nicht fristgerecht oder gar nicht erfüllt. Im Deutschen wird häufig von Kreditrisiko oder Gegenparteirisiko gesprochen. Gemeint ist nicht nur der klassische Fall, dass ein
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Critical Load bezeichnet elektrische Verbraucher, die bei einer Störung, einem Stromausfall oder einem geplanten Inselbetrieb vorrangig weiter versorgt werden müssen. Der Begriff wird im Deutschen meist als kritische Last oder kritischer Verbraucher übersetzt. Gemeint ist nicht eine besonders hohe Last, sondern eine La
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Critical Peak Pricing bezeichnet einen Stromtarif, bei dem der Arbeitspreis für Strom in wenigen vorher definierten oder kurzfristig angekündigten kritischen Stunden deutlich höher liegt als in normalen Zeiten. Abgerechnet wird in der Regel je verbrauchter Kilowattstunde. Der hohe Preis soll bewirken, dass Verbraucheri
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Cross-Zonal Capacity bezeichnet die Übertragungskapazität, die dem Stromhandel zwischen Gebotszonen für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Sie verbindet Netzsicherheit, Kapazitätsberechnung und europäischen Stromhandel.
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Curtailment bezeichnet die gezielte Reduzierung oder Abschaltung von Stromerzeugung, obwohl eine Anlage technisch mehr Strom erzeugen könnte. Der Begriff wird international vor allem für die Abregelung von Wind- und Solaranlagen verwendet. Gemeint ist also nicht ein technischer Ausfall, eine Wartung oder eine geringe V
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Curtailment Risk oder Abregelungsrisiko bezeichnet das wirtschaftliche Risiko, dass eine Erzeugungsanlage weniger Strom einspeisen oder vermarkten kann, als sie technisch erzeugen könnte, weil ihre Einspeisung begrenzt, verschoben oder vollständig unterbunden wird. Gemeint ist also nicht nur der technische Vorgang der
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Cybersicherheit bezeichnet den Schutz digitaler Systeme, Daten, Netzwerke, Kommunikationswege und Steuerungsfunktionen vor unbefugtem Zugriff, Manipulation, Störung und Ausfall. Im Stromsystem umfasst der Begriff deutlich mehr als den Schutz von Bürocomputern oder Unternehmensdaten. Betroffen sind Leitsysteme, Fernwirk
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Dampfreformierung ist ein industrielles Verfahren, bei dem aus Erdgas oder anderen kohlenstoffhaltigen Energieträgern Wasserstoff hergestellt wird. Im häufigsten Fall wird Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas, bei hohen Temperaturen mit Wasserdampf umgesetzt. Die zentrale Reaktion lautet vereinfacht: Methan und Wass
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Ein Data Hub ist eine Dateninfrastruktur, über die energiewirtschaftliche Daten gesammelt, geprüft, verknüpft und berechtigten Akteuren bereitgestellt werden. Im Stromsystem kann ein Data Hub Messwerte aus intelligenten Messsystemen, Stammdaten von Marktlokationen, Informationen zum Lieferantenwechsel, Netzzustandsdate
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Datenschutz bezeichnet den Schutz personenbezogener Daten vor unzulässiger Erhebung, Verarbeitung, Verknüpfung, Auswertung oder Weitergabe. Personenbezogen sind Daten, wenn sie sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen. Im Stromsystem betrifft das nicht nur Namen, Adressen und Vertragsdaten, sondern auch
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Datensicherheit im Stromsystem bezeichnet den Schutz von Daten, Kommunikationswegen und digitalen Steuerungsprozessen gegen unbefugten Zugriff, Manipulation, Verlust, Fehlverarbeitung oder Ausfall. Sie betrifft nicht nur Büro-IT und Abrechnungssysteme, sondern auch Leittechnik, Fernwirktechnik, Schutztechnik, Smart-Met
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Day-Ahead bezeichnet im Stromsystem den Zeithorizont des Folgetages. Gemeint sind Entscheidungen, Prognosen, Fahrpläne, Handelsgeschäfte und Preisbildungen, die am Vortag für eine Lieferung am nächsten Kalendertag getroffen werden. Der Begriff beschreibt also nicht nur einen Markt, sondern eine zeitliche Stufe der Stro
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Der Day-Ahead-Markt ist der organisierte Strommarkt, auf dem elektrische Energie für den folgenden Liefertag gehandelt wird. Marktteilnehmer geben Gebote für einzelne Stunden, Viertelstunden oder standardisierte Blöcke ab; aus allen Geboten wird in einer Auktion ein Marktergebnis berechnet. Dieses Ergebnis besteht aus
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Der Day-Ahead-Preis ist der Börsenpreis für Strom, der am Vortag für die Lieferung am folgenden Tag ermittelt wird. Er bezieht sich auf konkrete Lieferperioden, in Europa häufig auf Stunden und zunehmend auch auf Viertelstunden. Angegeben wird er in Euro pro Megawattstunde, oft abgekürzt als €/MWh. Eine Megawattstunde
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Ein DC-gekoppelter Speicher ist ein Batteriespeicher, der auf der Gleichstromseite einer Photovoltaikanlage eingebunden ist. Die Batterie wird also nicht wie ein eigenständiges Gerät hinter dem Wechselrichter auf der Wechselstromseite angeschlossen, sondern im Gleichstromteil der Anlage, häufig über einen Hybridwechsel
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Das DC/AC-Verhältnis beschreibt bei einer Photovoltaikanlage das Verhältnis zwischen der installierten Gleichstromleistung der Solarmodule und der Wechselstromleistung des Wechselrichters. Die Modulseite arbeitet mit Gleichstrom, die Netzseite mit Wechselstrom. Deshalb steht DC für Direct Current, also Gleichstrom, und
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Deckungsbeitrag bezeichnet den Teil eines Erlöses, der nach Abzug der variablen Kosten verbleibt. Im Strommarkt ist damit meist der Betrag gemeint, den eine Anlage in einer bestimmten Stunde erwirtschaftet, wenn der erzielte Strompreis über ihren kurzfristigen Erzeugungskosten liegt. Dieser Betrag ist noch kein Gewinn.
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Ein Defense Plan, auf Deutsch meist Verteidigungsplan oder Systemschutzplan genannt, ist ein vorab festgelegter Maßnahmenplan, mit dem ein Stromversorgungssystem bei schweren Störungen stabilisiert werden soll, bevor es zu einem großflächigen Zusammenbruch kommt. Er beschreibt, welche technischen Eingriffe, Kommunikati
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Degradation bezeichnet die schrittweise Alterung einer technischen Anlage oder Komponente, durch die nutzbare Eigenschaften verloren gehen. Im Stromsystem betrifft das vor allem Anlagen, deren technische Leistungsfähigkeit über viele Jahre verlässlich verfügbar sein muss: Batterien, Elektrolyseure, Brennstoffzellen, Ph
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Dekarbonisierung bezeichnet die dauerhafte Verringerung und schließlich weitgehende Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen in einem Bereich, einer Branche oder einem ganzen Energiesystem. Im Stromsystem meint der Begriff vor allem den Ersatz fossiler Stromerzeugung aus Kohle, Erdgas und Öl durch emissionsarme Erzeugung
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Delegated Act bezeichnet einen delegierten Rechtsakt der Europäischen Union. Mit ihm darf die Europäische Kommission bestimmte nicht wesentliche Vorschriften eines bereits beschlossenen EU-Gesetzes ergänzen oder ändern. Die Grundlage dafür steht in Artikel 290 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union.
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Demand Response, auf Deutsch Nachfragereaktion, bezeichnet die gezielte Anpassung des Stromverbrauchs als Reaktion auf Preissignale, Netzsignale oder vertraglich vereinbarte Steuerungsanforderungen. Die Verbrauchsseite verhält sich dabei nicht mehr vollständig passiv, sondern stellt dem Stromsystem eine steuerbare oder
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Demand Side Management bezeichnet die geplante Beeinflussung der Stromnachfrage durch technische Steuerung, wirtschaftliche Anreize, vertragliche Vereinbarungen oder Effizienzmaßnahmen. Gemeint ist nicht der Verbrauch als abstrakte Jahresmenge, sondern das Verhalten von Lasten im Zeitverlauf: Wann wird Strom nachgefrag
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Demand Side Response bezeichnet die gezielte Veränderung des Stromverbrauchs als Reaktion auf Strompreise, Netzsignale, Knappheitssituationen oder vertraglich vereinbarte Steuerungsanforderungen. Gemeint ist keine zufällige Verbrauchsschwankung, sondern eine organisierte lastseitige Reaktion: Verbraucher reduzieren, ve
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Depth of Discharge, kurz DoD, bezeichnet die Entladetiefe einer Batterie. Sie gibt an, welcher Anteil der nutzbaren Batteriekapazität während einer Entladung entnommen wurde. Wird ein Batteriespeicher von 100 Prozent Ladezustand auf 40 Prozent Ladezustand entladen, beträgt die Entladetiefe 60 Prozent. Der Begriff wird
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Depth of Discharge, meist als DoD abgekürzt, bezeichnet die Entladetiefe eines Batteriespeichers. Der Wert gibt an, welcher Anteil einer definierten Batteriekapazität bei einem Entladevorgang entnommen wurde. Ein DoD von 80 Prozent bedeutet, dass 80 Prozent der betrachteten Kapazität genutzt wurden und 20 Prozent als R
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DERMS steht für Distributed Energy Resource Management System und bezeichnet ein digitales System, mit dem dezentrale Energieanlagen im Stromsystem erfasst, überwacht, prognostiziert, koordiniert und teilweise gesteuert werden. Gemeint sind Anlagen, die nicht als große zentrale Kraftwerke am Übertragungsnetz hängen, so
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Differentialschutz ist ein Schutzprinzip der elektrischen Energietechnik, bei dem die Ströme an den Grenzen eines klar abgegrenzten Schutzbereichs miteinander verglichen werden. Unter normalen Betriebsbedingungen muss die Stromsumme in diesem Bereich bilanziell null sein: Was in einen Transformator, eine Leitung, einen
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Differenzkosten sind die Kosten, die entstehen, wenn ein zugesicherter Vergütungswert für Stromerzeugung höher liegt als der am Markt erzielte oder rechnerisch angesetzte Erlös. Im Stromsystem beschreibt der Begriff vor allem die finanzielle Lücke zwischen einem Förderanspruch und dem Marktwert des erzeugten Stroms. Er
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Ein Differenzvertrag ist ein Vertrag, der die Abweichung zwischen einem vereinbarten Preis und einem Referenzpreis finanziell ausgleicht. Im Strommarkt wird dafür häufig der englische Begriff Contract for Difference, kurz CfD, verwendet. Der Anlagenbetreiber verkauft seinen Strom weiterhin am Markt. Liegt der relevante
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Ein digitaler Zwilling ist eine digitale Abbildung eines physischen Systems, die dessen Aufbau, Zustand und Verhalten so beschreibt, dass daraus belastbare Informationen für Betrieb, Planung oder Instandhaltung gewonnen werden können. Im Stromsystem kann ein digitaler Zwilling ein einzelnes Betriebsmittel, eine Umspann
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Digitalisierung bezeichnet im Stromsystem die Erfassung, Übertragung, Verarbeitung und Nutzung von Informationen in digitaler Form, damit technische und organisatorische Prozesse beobachtet, berechnet, automatisiert oder koordiniert werden können. Gemeint sind damit nicht nur einzelne Geräte wie digitale Zähler oder Se
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Direct Air Capture, kurz DAC, bezeichnet technische Verfahren, mit denen Kohlendioxid direkt aus der Umgebungsluft abgeschieden wird. Das abgeschiedene CO₂ kann anschließend dauerhaft geologisch gespeichert, mineralisch gebunden oder als Kohlenstoffquelle für Produkte genutzt werden. Für die Klimabilanz ist diese Unter
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Direct Reduced Iron, kurz DRI, bezeichnet direktreduziertes Eisen, das aus Eisenerz hergestellt wird, indem dem Erz Sauerstoff entzogen wird, ohne es im klassischen Hochofen zu flüssigem Roheisen zu schmelzen. Das Produkt besteht überwiegend aus metallischem Eisen, enthält aber je nach Verfahren, Erzqualität und Prozes
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Direct Reduced Iron, kurz DRI, bezeichnet direktreduziertes Eisen, das aus Eisenerz hergestellt wird, ohne dass das Erz wie im Hochofen vollständig aufgeschmolzen wird. Bei der Direktreduktion wird dem Eisenerz Sauerstoff entzogen. Zurück bleibt metallisches Eisen mit einer porösen Struktur, weshalb DRI auch als Eisens
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Direkte Elektrifizierung bezeichnet den Ersatz fossiler Brennstoffe durch die unmittelbare Nutzung von Strom in einer Anwendung. Eine Gasheizung wird durch eine Wärmepumpe ersetzt, ein Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor, ein fossiler Industrieofen durch einen elektrischen Ofen oder eine elektrische Wärmeanwendu
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Eine Direktleitung ist eine elektrische Leitung, die eine bestimmte Erzeugungsanlage unmittelbar mit einem bestimmten Verbraucher oder einem begrenzten Verbrauchsstandort verbindet. Die Stromlieferung erfolgt dabei nicht als gewöhnliche Entnahme aus dem öffentlichen Netz, sondern über eine eigene physische Verbindung z
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Direktverbrauch bezeichnet Strom, der in unmittelbarer räumlicher Nähe zu seiner Erzeugung verbraucht wird, häufig innerhalb desselben Gebäudes, derselben Kundenanlage oder desselben Netzanschlusspunktes. Gemeint ist also nicht nur, dass Strom irgendwo rechnerisch einer Erzeugungsanlage zugeordnet wird, sondern dass Er
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Ein Direktvermarkter ist ein Marktakteur, der Strom aus Erzeugungsanlagen im Auftrag des Anlagenbetreibers oder auf eigene Rechnung an Strommärkten verkauft. In Deutschland ist der Begriff vor allem mit Strom aus erneuerbaren Energien verbunden, weil viele Windkraft-, Photovoltaik-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen ihr
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Direktvermarktung bezeichnet den Verkauf von Strom aus einer Erzeugungsanlage am Strommarkt, statt diesen Strom ausschließlich zu einem festen Vergütungssatz an den Netzbetreiber abzugeben. Der Begriff wird vor allem bei erneuerbaren Energien verwendet, etwa bei Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen, Biomasseanlagen
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Der Diskontsatz ist der Zinssatz, mit dem künftige Zahlungen auf einen heutigen Wert umgerechnet werden. Er beantwortet in einer Investitionsrechnung die Frage, welchen Gegenwartswert eine Zahlung hat, die erst in einem späteren Jahr anfällt. Wird eine Zahlung von 1.000 Euro in zehn Jahren mit einem Diskontsatz von fün
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Dispatch bezeichnet den tatsächlichen Einsatz von Erzeugungsanlagen, Speichern und steuerbaren Verbrauchern im Stromsystem. Gemeint ist nicht die bloße Existenz einer Anlage und auch nicht ihr langfristiger Beitrag zur Versorgung, sondern die konkrete Betriebsentscheidung: Welche Anlage speist zu welchem Zeitpunkt wie
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Dispatchable Generation bezeichnet Stromerzeugung, deren Leistung planbar und steuerbar eingesetzt werden kann. Gemeint sind Erzeugungsanlagen, die innerhalb technischer Grenzen gestartet, gestoppt, hochgefahren oder heruntergefahren werden können, um auf Nachfrage, Marktpreise, Netzsituationen oder Systemanforderungen
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Distanzschutz ist ein Verfahren des Netzschutzes, das Fehler auf elektrischen Leitungen anhand der vom Schutzgerät gemessenen Impedanz erkennt. Diese Impedanz beschreibt den scheinbaren elektrischen Widerstand zwischen Messort und Fehlerstelle. Ein Schutzgerät misst Strom und Spannung, berechnet daraus eine Impedanz un
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DNP3 steht für Distributed Network Protocol und bezeichnet ein Kommunikationsprotokoll der Fernwirktechnik. Es dient dazu, Messwerte, Zustände, Zählwerte, Ereignisse und Steuerbefehle zwischen Feldgeräten und übergeordneten Leit- oder Automatisierungssystemen auszutauschen. Im Stromsystem findet man DNP3 vor allem in d
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Double Counting bezeichnet die mehrfache Anrechnung derselben Emissionsminderung, erneuerbaren Eigenschaft oder CO₂-Entnahme auf mehr als ein Ziel, mehr als eine Bilanz oder mehr als einen Akteur. Im Deutschen wird dafür meist der Begriff Doppelzählung verwendet. Gemeint ist nicht ein Rechenfehler im einfachen Sinn, so
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Drehstrom ist ein Wechselstromsystem mit drei sinusförmigen Spannungen, die dieselbe Frequenz haben und zeitlich um jeweils 120 Grad gegeneinander verschoben sind. In europäischen Niederspannungsnetzen beträgt die Frequenz 50 Hertz. Zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter liegen typischerweise 230 Volt, zwisch
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Ein Druckluftspeicher ist ein mechanischer Stromspeicher, der elektrische Energie nutzt, um Luft zu komprimieren, und die gespeicherte Druckenergie später wieder in elektrische Energie umwandelt. Beim Laden treibt Strom einen Kompressor an. Dieser verdichtet Luft auf einen höheren Druck. Beim Entladen strömt die Druckl
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DSO steht für Distribution System Operator und bezeichnet den Betreiber eines Verteilnetzes. Im Deutschen entspricht der Begriff dem [Verteilnetzbetreiber](/glossar/verteilnetzbetreiber.html). Ein DSO betreibt die Stromnetze, die elektrische Energie regional und lokal zu Haushalten, Gewerbe, Industrieanschlüssen, Ladep
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Als Dunkelflaute bezeichnet man eine Wetterlage, in der Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen über mehrere Stunden bis mehrere Tage gleichzeitig nur wenig Strom erzeugen. Der Begriff beschreibt keinen Stromausfall, sondern eine Phase geringer Einspeisung aus den beiden wichtigsten wetterabhängigen erneuerbaren Energ
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Eine Dunkelflaute bezeichnet eine Wetterlage, in der Windenergieanlagen und Photovoltaikanlagen über einen relevanten Zeitraum nur wenig Strom einspeisen. Betriebliche Konsequenz meint, was daraus für den laufenden Betrieb, die Einsatzplanung und die Absicherung des Stromsystems folgt. Der Begriff beschreibt damit kein
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Der durchschnittliche Emissionsfaktor gibt an, wie viele Treibhausgasemissionen im Mittel mit einer erzeugten oder verbrauchten Energieeinheit verbunden sind. Im Strombereich wird er meist in Gramm CO₂-Äquivalent pro Kilowattstunde angegeben. Er beschreibt also, welche Emissionen einer Kilowattstunde Strom rechnerisch
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Dynamic Line Rating bezeichnet die dynamische Bestimmung der zulässigen Strombelastbarkeit einer elektrischen Leitung anhand aktueller oder prognostizierter Betriebs- und Umgebungsbedingungen. Gemeint ist vor allem die Frage, wie viel Strom eine Freileitung zu einem bestimmten Zeitpunkt sicher führen darf, ohne thermis
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**Dynamic Tariff** bezeichnet einen Stromtarif, bei dem der Arbeitspreis für Strom zeitlich veränderlich ist und nach einer vorher festgelegten Regel an ein Preissignal gekoppelt wird. In der Praxis ist damit meist ein dynamischer Stromtarif gemeint, dessen Preis je Kilowattstunde dem Großhandelsmarkt folgt, häufig dem
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Ein dynamischer Stromtarif ist ein Stromliefervertrag, bei dem der Arbeitspreis für verbrauchte Kilowattstunden zeitlich veränderlich ist und sich meist an den Preisen des Großhandelsmarktes orientiert. Für Haushalte und kleinere Gewerbekunden bedeutet das: Eine Kilowattstunde Strom kostet nicht zu jeder Tages- und Nac
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E-Fuels sind künstlich hergestellte Kraftstoffe, deren Energie ursprünglich aus Strom stammt. Meist wird mit erneuerbarem Strom per Elektrolyse [Wasserstoff](/glossar/wasserstoff.html) erzeugt. Dieser Wasserstoff wird anschließend mit einer Kohlenstoffquelle, häufig abgeschiedenem CO₂, zu gasförmigen oder flüssigen Koh
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Der Echtzeit-Markt, häufig auch Balancing Market genannt, bezeichnet die Markt- und Abrufmechanismen, mit denen kurzfristige Abweichungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch im laufenden Betrieb ausgeglichen werden. Im Stromsystem müssen Einspeisung und Entnahme zu jedem Zeitpunkt nahezu übereinstimmen, weil ele
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Echtzeitdaten sind Daten, die mit so geringer Verzögerung erfasst, übertragen und verarbeitet werden, dass sie für eine konkrete technische oder wirtschaftliche Entscheidung den gegenwärtigen Zustand eines Systems ausreichend genau beschreiben. Im Stromsystem können das Frequenz, Spannung, Stromflüsse, Schaltzustände,
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Echtzeitpreis bezeichnet einen Strompreis, der zeitnah an die aktuelle Marktlage oder an eine kurzfristig erwartete Knappheit im Stromsystem gekoppelt ist. Im Alltag meint der Begriff meist keinen Preis, der in jeder Sekunde neu entsteht, sondern einen Tarif, bei dem sich der Arbeitspreis für Strom stündlich oder viert
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Economic Dispatch bezeichnet die kostenoptimierte Verteilung der Stromerzeugung auf verfügbare Kraftwerke, Speicher und steuerbare Anlagen, um eine gegebene Stromnachfrage zu einem bestimmten Zeitpunkt zu decken. Gemeint ist nicht die Frage, welche Kraftwerke gebaut werden sollen, sondern welche vorhandenen Anlagen im
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EED steht für Energy Efficiency Directive, auf Deutsch Energieeffizienzrichtlinie. Gemeint ist eine Richtlinie der Europäischen Union, die Vorgaben zur Senkung des Energieverbrauchs und zur effizienteren Nutzung von Energie macht. Sie betrifft nicht allein Strom, sondern den gesamten Energieeinsatz in Gebäuden, Unterne
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Die EEG-Umlage war ein Finanzierungsmechanismus des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Über sie wurden die Kosten gedeckt, die entstanden, wenn Betreiber erneuerbarer Stromerzeugungsanlagen einen gesetzlichen Förderanspruch hatten und die Erlöse aus der Vermarktung ihres Stroms am Großhandelsmarkt dafür nicht aus
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EENS steht für Expected Energy Not Served und bezeichnet die erwartete Energiemenge, die in einem Stromsystem innerhalb eines betrachteten Zeitraums statistisch nicht gedeckt werden kann. Die Kennzahl wird vor allem in Analysen zur Angemessenheit von Erzeugung, Speichern, Importmöglichkeiten und Nachfrageflexibilität v
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Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen einem eingesetzten Aufwand und einem erreichten Nutzen. Im Stromsystem meint der Begriff meist, dass eine bestimmte Energiedienstleistung mit weniger Energie, weniger Leistung, geringeren Verlusten oder niedrigeren Kosten bereitgestellt wird. Welche Aussage damit verbunden i
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Der Eigenbedarf eines Kraftwerks ist die elektrische Energie, die eine Kraftwerksanlage für ihren eigenen Betrieb benötigt. Sie wird von der im Generator erzeugten Bruttostrommenge abgezogen, bevor die tatsächlich ins Netz eingespeiste oder an externe Verbraucher gelieferte Strommenge bestimmt wird. Zum Eigenbedarf geh
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Eigenverbrauch bezeichnet Strom, der von einer Erzeugungsanlage vor Ort erzeugt und im selben Anschluss oder in einem klar abgegrenzten räumlichen Zusammenhang verbraucht wird, ohne zuvor vollständig als Netzeinspeisung behandelt zu werden. Der Begriff wird vor allem bei Photovoltaikanlagen auf Gebäuden verwendet. Eine
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Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welcher Anteil des selbst erzeugten Stroms am Ort der Erzeugung verbraucht wird. Bei einer Photovoltaikanlage beschreibt sie also, wie viel der erzeugten Kilowattstunden nicht ins öffentliche Stromnetz eingespeist, sondern im Gebäude, auf dem Grundstück oder innerhalb eines dafür zuläs
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Einphasig und dreiphasig beschreiben, wie ein elektrisches Gerät an das Niederspannungsnetz angeschlossen ist: einphasig nutzt eine der drei Außenleiter, dreiphasig nutzt alle drei Außenleiter eines Drehstromsystems. Im deutschen Haushaltsnetz liegen zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter typischerweise 230 V
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Einspeisemanagement bezeichnet Eingriffe in die Einspeisung von Stromerzeugungsanlagen, wenn der Netzbetrieb sonst gefährdet wäre. Eine Anlage kann technisch Strom erzeugen, speist aber zeitweise weniger oder gar nicht ein, weil das Netz an dieser Stelle, zu diesem Zeitpunkt oder unter den geltenden Sicherheitsregeln n
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Eine Einspeiseprognose ist die Vorhersage, wie viel elektrische Leistung eine Erzeugungsanlage, eine Gruppe von Anlagen oder ein gesamter Erzeugungspark zu bestimmten Zeitpunkten in das Stromnetz einspeisen wird. Sie beschreibt damit keine installierte Leistung, sondern eine erwartete tatsächliche Einspeisung. Bei Wind
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Ein Einspeisetarif ist eine festgelegte Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde Strom. Er wird Anlagenbetreibern gezahlt, wenn sie Strom aus einer Erzeugungsanlage in das öffentliche Netz einspeisen. Bekannt wurde der Begriff vor allem durch die Förderung erneuerbarer Energien: Photovoltaik-, Windkraft-, Biomasse- o
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Einspeisevergütung bezeichnet eine gesetzlich oder vertraglich festgelegte Zahlung für Strom, der aus einer Erzeugungsanlage in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Im deutschen Stromsystem ist der Begriff eng mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz verbunden. Betreiber von Anlagen, etwa Photovoltaikanlagen, Windene
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Die Einspeisevergütung, international häufig Feed-in Tariff genannt, ist ein festgelegter Vergütungssatz für Strom, der aus bestimmten Erzeugungsanlagen in das Stromnetz eingespeist wird. Anlagenbetreiber erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde einen vorher bestimmten Betrag, meist über einen längeren Förderzeitr
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Einspeisevorrang bezeichnet eine rechtliche Priorität bei der Aufnahme und Weiterleitung von Strom aus bestimmten Erzeugungsanlagen. Im deutschen Stromsystem ist der Begriff vor allem mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz verbunden. Strom aus erneuerbaren Energien sollte vorrangig an das Netz angeschlossen, abgenommen, ü
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Eine Einspeisezusage ist die Erklärung eines Netzbetreibers, dass eine Erzeugungsanlage oder ein Speicher an einem bestimmten Netzverknüpfungspunkt Strom in das öffentliche Netz einspeisen darf, sofern die genannten technischen, rechtlichen und zeitlichen Bedingungen erfüllt werden. Sie ist damit kein allgemeines Versp
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Einspeisung bezeichnet die Abgabe elektrischer Energie aus einer Erzeugungsanlage, einem Speicher oder einer Kundenanlage in ein öffentliches oder geschlossenes Stromnetz. Sie beschreibt also den Stromfluss in Richtung Netz, gemessen oder bilanziell erfasst am jeweiligen Netzanschlusspunkt. Einspeisen können große Kraf
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Einstrahlung bezeichnet im Zusammenhang mit Solarenergie die Sonnenstrahlung, die auf eine bestimmte Fläche trifft. Für die [Photovoltaik](/glossar/photovoltaik.html) beschreibt sie die verfügbare solare Energie, aus der ein Modul elektrischen Strom erzeugen kann. Der Begriff wird in der Praxis allerdings für zwei unte
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ELCC steht für Effective Load Carrying Capability und bezeichnet den zusätzlichen Lastanteil, den ein Stromsystem durch eine bestimmte Ressource tragen kann, ohne das vorgegebene Zuverlässigkeitsniveau zu verschlechtern. Gemeint ist also nicht die installierte Leistung einer Anlage und auch nicht ihre durchschnittliche
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Electric Arc Furnace, kurz EAF, bezeichnet einen Elektrolichtbogenofen zur Stahlherstellung. In einem solchen Ofen wird metallischer Einsatzstoff durch elektrische Lichtbögen geschmolzen. Der Lichtbogen entsteht zwischen Graphitelektroden und dem Schmelzgut oder zwischen Elektroden und einem leitfähigen Metallbad. Die
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Die Electricity Balancing Guideline, meist als EBGL abgekürzt, ist eine europäische Rechtsvorschrift für den Ausgleich von Stromsystemen. Sie legt fest, nach welchen Grundsätzen Übertragungsnetzbetreiber Regelenergie beschaffen, aktivieren und abrechnen und wie Ausgleichsenergie grenzüberschreitend genutzt werden kann.
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Elektrifizierung bezeichnet die Umstellung von Anwendungen, die bisher mit fossilen Brennstoffen, biogenen Brennstoffen oder anderen nicht elektrischen Energieträgern betrieben werden, auf Strom. Gemeint sind zum Beispiel Wärmepumpen statt Öl- oder Gasheizungen, Elektroautos statt Verbrennerfahrzeugen, elektrische Indu
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Elektrische Arbeit ist die Energiemenge, die durch elektrische Leistung während einer bestimmten Zeit übertragen, umgewandelt oder genutzt wird. Sie beschreibt also nicht, wie stark ein Gerät oder eine Anlage in einem Moment das Stromsystem beansprucht, sondern welche Energiemenge über einen Zeitraum zusammenkommt. Mat
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Ein Elektrodenkessel ist eine elektrische Wärmeerzeugungsanlage, bei der Strom durch ein leitfähiges Medium, meist aufbereitetes Wasser, fließt und dieses durch seinen elektrischen Widerstand erwärmt. Er gehört zu den Power-to-Heat-Technologien, weil elektrische Energie in nutzbare Wärme für ein Wärmenetz, einen Indust
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Elektrolyse ist ein Verfahren, bei dem elektrische Energie eine chemische Reaktion erzwingt, die ohne diese Energiezufuhr nicht oder nicht in dieser Richtung ablaufen würde. Im Energiesystem ist damit meist die Wasserelektrolyse gemeint: Wasser wird mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der Wasserst
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Ein Elektrolyseur ist eine Anlage, die elektrische Energie nutzt, um eine chemische Reaktion zu erzwingen. In der Energiewirtschaft ist damit fast immer die Wasserelektrolyse gemeint: Wasser wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der erzeugte Wasserstoff kann als Rohstoff, Brennstoff oder speicherbarer Energieträg
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Elektrolyseur-Auslastung bezeichnet, wie intensiv ein Elektrolyseur innerhalb eines bestimmten Zeitraums betrieben wird. Gemeint ist nicht die technische Größe der Anlage allein, sondern das Verhältnis zwischen möglicher und tatsächlicher Produktion. Eine Anlage mit 100 Megawatt elektrischer Anschlussleistung, die das
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Ein Elektrolyseur-Stack ist der Zellstapel eines Elektrolyseurs, in dem die elektrochemische Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff stattfindet. Er besteht aus vielen Einzelzellen, die elektrisch in Reihe oder in geeigneten Verschaltungen verbunden und zugleich hydraulisch mit Wasser, Elektrolyt oder Wasser
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Elektromobilität bezeichnet die Nutzung elektrischer Energie für den Antrieb von Fahrzeugen. Im engeren Sinn geht es um batterieelektrische Pkw, Lieferfahrzeuge, Busse, Lkw, Zweiräder und Schienenfahrzeuge, deren Antriebsenergie aus dem Stromsystem stammt. Im weiteren Sinn umfasst der Begriff auch die Ladeinfrastruktur
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Embodied Carbon bezeichnet die Treibhausgasemissionen, die einem Produkt, Gebäude, Bauteil oder einer Infrastruktur durch Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport, Errichtung, Instandhaltung und teilweise Rückbau zugerechnet werden. Gemeint sind also Emissionen, die entstehen, bevor ein Gebäude beheizt wird, bevor ein
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Emissionen sind Abgaben von Stoffen, Partikeln, Strahlung, Geräuschen oder anderen Einwirkungen aus einer Quelle in die Umwelt. Im Stromsystem meint der Begriff meistens die Freisetzung von Treibhausgasen und Luftschadstoffen bei der Erzeugung, Umwandlung, Speicherung, dem Transport oder der Nutzung von Energie. Im Kli
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Emissionsarme Erzeugung bezeichnet [Stromerzeugung](/glossar/stromerzeugung.html) mit niedrigen Treibhausgasemissionen je erzeugter Strommenge. Üblicherweise wird diese Wirkung als CO₂-Äquivalent pro Kilowattstunde angegeben, etwa in Gramm CO₂e/kWh. Die Einheit macht verschiedene Treibhausgase vergleichbar, indem Metha
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Ein Emissionsfaktor gibt an, wie viele Treibhausgasemissionen einer bestimmten Energiemenge, einem Brennstoffeinsatz, einem Produkt oder einer Dienstleistung zugerechnet werden. Im Stromsystem wird er meist als Gramm CO₂-Äquivalent pro Kilowattstunde Strom angegeben, also etwa g CO₂e/kWh. Die Kilowattstunde beschreibt
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Emissionshandel ist ein klimapolitisches Instrument, bei dem der Ausstoß von Treibhausgasen nur erlaubt ist, wenn dafür handelbare Emissionsberechtigungen abgegeben werden. Die zuständige Regelsetzung legt eine Obergrenze für die insgesamt zulässige Menge an Emissionen fest. Innerhalb dieser Menge können Unternehmen Ze
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Emissionsminderung bezeichnet die Verringerung von Treibhausgasen oder anderen Schadstoffen gegenüber einem definierten Ausgangszustand. Im Klimaschutz meint der Begriff meist die Senkung von Emissionen aus Kohlendioxid, Methan, Lachgas und weiteren klimawirksamen Gasen. Damit unterschiedliche Gase vergleichbar werden,
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Eine Endanwendung ist der konkrete Zweck, für den Energie am Ende der Umwandlungs- und Lieferkette eingesetzt wird. Gemeint ist also nicht der Energieträger selbst, sondern die Anwendung, die mit ihm betrieben wird: Raumwärme, Warmwasser, Prozesswärme, Kälte, Licht, mechanische Bewegung, Informations- und Kommunikation
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Endenergie ist die Energiemenge, die nach Förderung, Umwandlung, Transport und Verteilung beim Verbraucher ankommt und dort für eine Anwendung bereitsteht. Gemeint ist zum Beispiel der Strom an der Zählstelle eines Haushalts, das Erdgas am Hausanschluss, Heizöl im Tank, Fernwärme am Übergabepunkt oder Benzin an der Zap
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Endenergieverbrauch bezeichnet die Energiemenge, die bei Endverbrauchern ankommt und dort für konkrete Anwendungen eingesetzt wird. Gemeint ist also die Energie nach Gewinnung, Umwandlung, Transport und Verteilung, soweit sie von Haushalten, Gewerbe, Industrie, öffentlicher Hand oder Verkehr genutzt wird. Dazu zählen S
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Energie bezeichnet in der Physik die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten oder Wärme zu übertragen. In technischen und energiewirtschaftlichen Zusammenhängen ist Energie vor allem eine Bilanzgröße: Sie beschreibt, welche Menge innerhalb eines Zeitraums umgesetzt, übertragen, gespeichert oder in eine andere Form umgewandelt
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Energiearmut bezeichnet eine Lage, in der Haushalte notwendige Energiedienstleistungen nicht verlässlich, ausreichend oder ohne unverhältnismäßige finanzielle Belastung nutzen können. Gemeint sind Heizen, Warmwasser, Beleuchtung, Kochen, Kühlen, der Betrieb von Haushaltsgeräten und zunehmend auch digitale Teilhabe. Der
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Energiedichte bezeichnet die Energiemenge, die bezogen auf eine Masse oder ein Volumen gespeichert werden kann. Sie beschreibt also, wie viel Energie in einem Kilogramm, einem Liter oder einem Kubikmeter eines Energieträgers, Speichermediums oder technischen Speichers enthalten ist. Die übliche Angabe erfolgt etwa in K
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Eine Energiedienstleistung ist der Nutzen, der durch den Einsatz von Energie ermöglicht wird: ein warmer Raum, gekühlte Lebensmittel, beleuchtete Arbeitsflächen, mechanische Bewegung, Mobilität, Prozesswärme oder Datenverarbeitung. Der Begriff beschreibt also nicht die verbrauchte Energiemenge, sondern die erfüllte Fun
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Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis zwischen einem gewünschten Nutzen und der dafür eingesetzten Energie. Der Nutzen kann eine warme Wohnung, eine Tonne Stahl, ein gefahrenes Fahrzeugkilometer, ein gekühlter Raum, Licht auf einer Arbeitsfläche oder eine digitale Rechenleistung sein. Effizienter wird ein Prozess,
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Eine Energiegemeinschaft ist eine organisierte Gruppe von Personen, Unternehmen, Kommunen oder Einrichtungen, die Energie gemeinsam erzeugt, verbraucht, speichert, teilt oder vermarktet. Meist geht es um Strom aus erneuerbaren Anlagen, etwa Photovoltaik auf Dächern, Windenergie, Batteriespeicher oder Ladeinfrastruktur.
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Energiegerechtigkeit bezeichnet die faire Verteilung von Kosten, Nutzen, Risiken und Mitwirkungsmöglichkeiten im Energiesystem. Der Begriff fragt danach, wer für Energie bezahlt, wer von Energieinfrastrukturen profitiert, wer Belastungen trägt, wer an Entscheidungen beteiligt wird und wessen Lebenslage bei Regeln, Prei
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Ein Energiemanagementsystem koordiniert Erzeuger, Verbraucher und Speicher innerhalb einer Kundenanlage, eines Gebäudes, eines Gewerbebetriebs oder eines Quartiers. Im privaten Haushalt wird dafür häufig der Begriff Home Energy Management System, kurz HEMS, verwendet. Gemeint ist eine technische Steuerungs- und Optimie
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Ein Energieträger ist ein Medium oder eine Form, in der Energie gespeichert, transportiert, gehandelt und in einer Anwendung nutzbar gemacht werden kann. Strom, Erdgas, Benzin, Heizöl, Wasserstoff, Biomasse und Fernwärme sind Energieträger. Wind, Sonnenstrahlung, Wasserkraft oder geothermische Wärme sind dagegen Energi
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Energieverbrauch bezeichnet die Energiemenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit für Wärme, Bewegung, Licht, mechanische Arbeit, chemische Prozesse, Kühlung, Informationstechnik oder andere Anwendungen eingesetzt wird. Er wird meist in Kilowattstunden, Megawattstunden, Terawattstunden, Joule oder Petajoule angegeben.
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Energiewende bezeichnet den tiefgreifenden Umbau der Energieversorgung weg von fossilen und nuklearen Strukturen hin zu einer klimaverträglichen, erneuerbaren, effizienten und stärker elektrifizierten Versorgung. Der Begriff beschreibt keine einzelne Maßnahme und kein einzelnes Ausbauziel, sondern die Veränderung eines
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Das Energiewirtschaftsgesetz, kurz EnWG, ist das zentrale deutsche Gesetz für die leitungsgebundene Versorgung mit Strom und Gas. Es legt fest, nach welchen Regeln Energieversorgungsnetze betrieben werden, wer Zugang zu diesen Netzen erhält, wie Netzbetreiber reguliert werden, welche Pflichten Energieversorgungsunterne
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Ein Energy Attribute Certificate, kurz EAC, ist ein handelbares Zertifikat, das die energiewirtschaftlichen Eigenschaften einer bestimmten erzeugten Strommenge dokumentiert. Im Strombereich steht ein EAC in der Regel für eine Megawattstunde Strom und beschreibt zum Beispiel, aus welcher Erzeugungsanlage diese Strommeng
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Energy Community bezeichnet eine gemeinschaftliche Organisationsform im Energiesystem, in der Bürger, Kommunen, kleine Unternehmen oder andere lokale Akteure Energie erzeugen, verbrauchen, speichern, teilen oder gemeinsam verwalten. Der Begriff beschreibt nicht eine bestimmte Technik, sondern eine institutionelle Form:
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Ein Energy Only Market, abgekürzt EOM, ist ein Strommarktdesign, in dem Anbieter ihre Erlöse im Kern aus verkaufter elektrischer Energie erzielen. Vergütet wird die erzeugte oder gelieferte Strommenge, typischerweise in Megawattstunden. Die Bereitstellung von gesicherter Leistung wird in einem reinen Energy-Only-Markt
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Energy Sharing bezeichnet Modelle, bei denen mehrere Akteure Strom aus erneuerbaren Anlagen gemeinschaftlich erzeugen, verbrauchen, speichern oder wirtschaftlich zuordnen. Eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft ist die institutionelle Form, in der solche Aktivitäten organisiert werden können: Bürgerinnen und Bürger, Kom
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Ein Energy-Only-Markt ist ein Strommarktdesign, bei dem die gehandelte und vergütete Hauptgröße die tatsächlich gelieferte oder abgenommene elektrische Energie ist. Bezahlt wird die Megawattstunde Strom, nicht die bloße Bereitschaft, zu einem späteren Zeitpunkt Leistung bereitzustellen. Ein Kraftwerk erzielt Erlöse, we
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Ein Engpass im Stromsystem liegt vor, wenn ein Netzabschnitt, ein Betriebsmittel oder eine Handelsverbindung nicht genügend zulässige Kapazität hat, um die geplanten oder physikalisch auftretenden Stromflüsse sicher aufzunehmen. Betroffen sein können Leitungen, Transformatoren, Schaltanlagen, Netzanschlüsse, Interkonne
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Engpasserlöse sind Erlöse, die bei der Vergabe knapper grenzüberschreitender Übertragungskapazität entstehen. Sie fallen an, wenn Strom zwischen zwei [Preiszonen](/glossar/preiszone.html) gehandelt wird, die Preise in diesen Zonen auseinanderfallen und die verfügbare Übertragungskapazität vollständig genutzt oder wirts
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Engpassmanagement bezeichnet alle betrieblichen Maßnahmen, mit denen Netzbetreiber Überlastungen im Stromnetz vermeiden oder beheben. Ein Engpass entsteht, wenn eine Leitung, ein Transformator oder ein anderes Betriebsmittel durch die erwarteten oder tatsächlichen Stromflüsse stärker beansprucht würde, als es nach tech
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Engpassrente oder Congestion Income bezeichnet Erlöse, die entstehen, wenn Strom zwischen Gebotszonen mit unterschiedlichen Preisen gehandelt wird und die verfügbare Übertragungskapazität knapp ist. Sie ist kein gewöhnlicher Gewinn aus Stromerzeugung, sondern ein Ergebnis knapper Netzkapazität zwischen Marktgebieten.
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Entflechtung, international meist Unbundling genannt, bezeichnet die Trennung verschiedener Tätigkeiten in der Energieversorgung. Gemeint ist vor allem die Trennung des Netzbetriebs von wettbewerblichen Bereichen wie Stromerzeugung, Stromhandel und Vertrieb. Ein Unternehmen, das ein Stromnetz betreibt, soll seine Stell
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Entladeleistung bezeichnet die elektrische Leistung, mit der ein Speicher Energie wieder abgeben kann. Sie wird in Watt, Kilowatt, Megawatt oder Gigawatt angegeben und beschreibt eine Momentangröße: Wie viel elektrische Leistung kann der Speicher zu einem bestimmten Zeitpunkt bereitstellen? Bei einem Batteriespeicher b
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Entladetiefe, englisch Depth of Discharge oder DoD, bezeichnet den Anteil der nutzbaren Batteriekapazität, der bei einer Entladung aus der Batterie entnommen wird. Eine Entladetiefe von 80 Prozent bedeutet, dass 80 Prozent des dafür freigegebenen Kapazitätsbereichs genutzt wurden. Bei einem Batteriespeicher mit 10 Kilo
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Eine Entschädigungszahlung ist im Stromsystem eine Zahlung an einen Anlagenbetreiber oder Marktakteur, wenn eine technisch verfügbare oder vermarktete Anlage aufgrund eines netz- oder systembedingten Eingriffs nicht wie geplant einspeisen, Strom aufnehmen oder am Markt wirken kann. Besonders häufig wird der Begriff bei
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ENTSO-E ist das European Network of Transmission System Operators for Electricity, der europäische Verband der Übertragungsnetzbetreiber. Seine Mitglieder betreiben die Höchstspannungsnetze und verantworten den sicheren Betrieb ihrer jeweiligen Regelzonen. ENTSO-E selbst betreibt kein Stromnetz, verkauft keinen Strom u
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EPBD steht für Energy Performance of Buildings Directive, auf Deutsch Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Sie ist ein europäischer Rechtsrahmen, mit dem die EU Mindestvorgaben und gemeinsame Ziele für die energetische Qualität von Gebäuden setzt. Die Richtlinie regelt nicht unmittelbar jede einzeln
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EPEX SPOT und EEX sind organisierte Handelsplätze für Strom und energienahe Produkte in Europa. EPEX SPOT steht für den kurzfristigen Stromhandel, vor allem für den [Day-Ahead-Markt](/glossar/day-ahead-markt.html) und den [Intraday-Markt](/glossar/intraday-markt.html). Die EEX, die European Energy Exchange mit Sitz in
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Ein Erdbeckenspeicher ist ein großvolumiger Wärmespeicher, der als künstlich ausgehobenes, abgedichtetes und gedämmtes Becken im Erdreich gebaut wird. Er wird in der Regel mit Wasser gefüllt und dient dazu, Wärme über Tage, Wochen oder Monate aufzunehmen und später wieder an ein Wärmenetz oder eine industrielle Anwendu
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Erdgas ist ein fossiler Energieträger, der überwiegend aus Methan besteht und aus unterirdischen Lagerstätten gefördert wird. Es wird in Haushalten und Gebäuden zur Wärmeerzeugung, in der Industrie als Brennstoff und Rohstoff sowie in Kraftwerken zur Stromerzeugung eingesetzt. Im Stromsystem ist Erdgas vor allem releva
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Ein Erdkabel ist eine elektrische Leitung, die unterirdisch verlegt wird und Strom zwischen Netzpunkten, Anlagen oder Verbrauchern transportiert. Es besteht je nach Spannungsebene aus einem oder mehreren Leitern, einer elektrischen Isolierung, Schutzschichten, gegebenenfalls metallischen Schirmen sowie einer äußeren Um
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Ein Erdschluss ist ein elektrischer Fehler, bei dem ein aktiver Leiter eine leitfähige Verbindung zur Erde, zu einem geerdeten Anlagenteil oder zu einem geerdeten Schutzleiter erhält. Betroffen sein kann zum Beispiel ein Außenleiter einer Freileitung, ein Leiter in einem Kabel, eine Sammelschiene in einer Schaltanlage
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Erdschlusskompensation ist ein Verfahren der Sternpunktbehandlung in Wechselstromnetzen, bei dem der Strom eines einpoligen Erdschlusses gezielt verringert wird. Dafür wird eine induktive Spule zwischen dem Sternpunkt eines Transformators oder einer Sternpunktbildnereinrichtung und Erde geschaltet. Diese Spule heißt Pe
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Erdung bezeichnet die leitfähige Verbindung elektrischer Anlagen, Betriebsmittel oder leitfähiger Gebäudeteile mit dem Erdpotential. Gemeint ist nicht einfach ein Draht „in die Erde“, sondern eine definierte elektrische Verbindung, über die Potentiale festgelegt, Fehlerströme geführt und gefährliche Spannungen begrenzt
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Erlösabschöpfung bezeichnet eine gesetzlich geregelte Begrenzung bestimmter Einnahmen von Stromerzeugern. Der Staat legt dabei fest, welcher Teil der Erlöse oberhalb eines Referenzwertes nicht beim Anlagenbetreiber verbleibt, sondern abgeführt werden muss. Im Unterschied zu einer allgemeinen Gewinnsteuer knüpft die Erl
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Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die sich im menschlichen Zeithorizont laufend erneuern oder aus menschlicher Sicht praktisch unerschöpflich verfügbar sind. Im Stromsystem sind damit vor allem Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie gemeint. Außerhalb des Stromsektors zählen auch Solart
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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, ist das zentrale deutsche Gesetz zur Förderung, Finanzierung und Marktintegration von Strom aus erneuerbaren Energien. Es regelt, unter welchen Bedingungen Anlagen für Windenergie, Photovoltaik, Biomasse, Wasserkraft, Geothermie und bestimmte weitere erneuerbare Technologien S
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Ertrag bezeichnet im Stromsystem die tatsächlich erzeugte oder nutzbar bereitgestellte Energiemenge einer Anlage, eines Kraftwerksparks oder einer Erzeugungstechnologie innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Angegeben wird er meist in Kilowattstunden, Megawattstunden oder Gigawattstunden. Während die installierte [Leist
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Erzeugung bezeichnet im Stromsystem die Bereitstellung elektrischer Energie durch Umwandlung aus einer anderen Energieform oder durch Entladung eines Speichers. Ein Kohlekraftwerk wandelt chemische Energie in Wärme, mechanische Arbeit und schließlich Strom um. Eine Windenergieanlage wandelt Bewegungsenergie der Luft in
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Der Erzeugungsmix beschreibt, aus welchen Energiequellen und Kraftwerkstechnologien der erzeugte Strom in einem bestimmten Gebiet und Zeitraum stammt. Gemeint sein können zum Beispiel Anteile von Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, Biomasse, Kernenergie, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas oder Öl an der gesamten Strome
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Erzeugungspark bezeichnet die Gesamtheit der Anlagen, die innerhalb einer festgelegten Systemgrenze Strom erzeugen können. Diese Grenze kann ein Land, eine Regelzone, ein Marktgebiet, ein Netzgebiet oder ein einzelnes Unternehmen sein. Zum Erzeugungspark gehören klassische Kraftwerke ebenso wie Windenergieanlagen, Phot
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Ein Erzeugungsprofil beschreibt den zeitlichen Verlauf der Stromerzeugung einer Anlage, einer Technologie oder eines Erzeugungsparks. Es zeigt, zu welchen Zeitpunkten welche elektrische Leistung eingespeist wird. Ein solches Profil kann für Minuten, Stunden, Tage, Monate oder Jahre dargestellt werden. Für das Stromsyst
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EU ETS 2, häufig kurz ETS2 genannt, ist ein europäisches Emissionshandelssystem für Kohlendioxidemissionen aus Brennstoffen, die vor allem in Gebäuden, im Straßenverkehr und in kleineren, bisher nicht vom klassischen EU-Emissionshandel erfassten Bereichen eingesetzt werden. Erfasst werden also nicht einzelne Heizungen,
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Der EU-Emissionshandel, kurz EU ETS, ist ein europäisches Mengeninstrument zur Begrenzung von Treibhausgasemissionen. Anlagen, die unter das System fallen, müssen für jede ausgestoßene Tonne CO₂ oder CO₂-Äquivalent ein Emissionszertifikat abgeben. Die Gesamtmenge dieser Zertifikate ist politisch festgelegt, wird jährli
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Die EU-Taxonomie ist ein verbindliches europäisches Klassifikationssystem, das festlegt, unter welchen Bedingungen eine wirtschaftliche Tätigkeit als ökologisch nachhaltig ausgewiesen werden darf. Sie bewertet nicht Unternehmen als Ganzes, sondern einzelne Aktivitäten: etwa den Bau eines Windparks, den Betrieb eines St
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Exergie bezeichnet den Anteil einer Energiemenge, der unter gegebenen Umweltbedingungen theoretisch in nutzbare Arbeit umgewandelt werden kann. Sie beschreibt damit nicht die Menge an Energie allein, sondern deren Qualität. Eine Kilowattstunde Strom und eine Kilowattstunde Raumwärme enthalten als Energiemenge denselben
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Export Limitation bezeichnet die Begrenzung der elektrischen Leistung, die eine Anlage am Netzanschlusspunkt in das öffentliche Stromnetz abgeben darf. Die Anlage kann hinter diesem Punkt größer dimensioniert sein, mehr Strom erzeugen, mehr Strom aufnehmen oder mehrere technische Komponenten kombinieren. Für das Netz z
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FACTS steht für Flexible AC Transmission Systems. Der Begriff bezeichnet leistungselektronische Betriebsmittel, mit denen elektrische Zustände in Wechselstromnetzen gezielt beeinflusst werden. FACTS-Anlagen können Spannung stützen, [Blindleistung](/glossar/blindleistung.html) aufnehmen oder bereitstellen, Lastflüsse ve
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Ein Fahrplan ist im Strommarkt die zeitlich aufgelöste Anmeldung geplanter Einspeisungen, Entnahmen oder Handelsgeschäfte. Er legt fest, welche elektrische Leistung in welchem Zeitintervall einem Bilanzkreis, einem Handelspartner oder einer Regelzone zugeordnet werden soll. Im deutschen und europäischen Strommarkt wird
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Fahrplantreue bezeichnet die Übereinstimmung zwischen den angemeldeten Fahrplänen eines Marktteilnehmers und den tatsächlich gemessenen Einspeisungen oder Entnahmen im Stromsystem. Gemeint ist damit nicht die technische Zuverlässigkeit einer einzelnen Anlage, sondern die Genauigkeit, mit der geplante Strommengen in ein
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Fast Frequency Response bezeichnet eine sehr schnelle Wirkleistungsreaktion auf eine Abweichung der Netzfrequenz. Sie wird eingesetzt, wenn im Stromsystem Erzeugung und Verbrauch plötzlich nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Frequenz dadurch messbar sinkt oder steigt. Im europäischen Verbundsystem liegt die Sollfr
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Fault Ride Through bezeichnet die Fähigkeit einer Erzeugungsanlage, eines Speichers oder eines Umrichters, bei kurzzeitigen Netzfehlern nicht sofort vom Netz zu trennen, sondern für eine definierte Dauer am Netz zu bleiben und sich nach vorgegebenen Regeln zu verhalten. Im Deutschen wird dafür meist der Begriff Fehlerd
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Die FCA Guideline ist die europäische Leitlinie für die langfristige Vergabe grenzüberschreitender Übertragungskapazität im Strommarkt. FCA steht für Forward Capacity Allocation. Gemeint ist die Verordnung (EU) 2016/1719, die regelt, wie langfristige Übertragungsrechte an den Grenzen zwischen Gebotszonen berechnet, ver
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FCR steht für Frequency Containment Reserve und bezeichnet die Regelreserve, die unmittelbar auf eine Abweichung der Netzfrequenz reagiert. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Frequenzabweichung nach einer plötzlichen Störung einzudämmen, damit die Frequenz nicht weiter absinkt oder ansteigt. Im deutschsprachigen Stromsys
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Feed-in Premium bezeichnet eine Förderzahlung für eingespeisten Strom, die zusätzlich zu einem Markterlös gezahlt wird. Der Anlagenbetreiber verkauft den Strom also nicht zu einem staatlich festgelegten Abnahmepreis, sondern erzielt einen Erlös am Strommarkt und erhält ergänzend eine Prämie. Im Deutschen wird dafür häu
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Fehlerstrom ist ein elektrischer Strom, der aufgrund eines fehlerhaften Zustands fließt. Er entsteht zum Beispiel bei einem Kurzschluss zwischen aktiven Leitern, bei einem Erdschluss gegen Erde oder geerdete Anlagenteile, bei beschädigter Isolation, bei Feuchtigkeit in elektrischen Betriebsmitteln oder wenn ein Mensch
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Fernauslesbarkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Messsystems, Zählerstände oder Messwerte ohne physischen Zugriff auf den Zähler auszulesen. Die Daten werden dabei nicht durch eine Person vor Ort abgelesen, sondern über eine Kommunikationsverbindung an berechtigte Marktakteure, Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber ü
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Fernwärme bezeichnet die leitungsgebundene Versorgung von Gebäuden, Quartieren oder Betrieben mit Wärme aus einem Wärmenetz. Die Wärme wird in einer oder mehreren Anlagen erzeugt, über gedämmte Rohrleitungen transportiert und in den angeschlossenen Gebäuden über eine Übergabestation an Heizungsanlage, Warmwasserbereitu
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Ein Fernwärmenetz ist eine leitungsgebundene Infrastruktur, die Wärme von einer oder mehreren Erzeugungsanlagen zu mehreren Gebäuden oder Betrieben transportiert. Die Wärme wird in der Regel über heißes Wasser, seltener über Dampf, durch gedämmte Rohrleitungen verteilt und in den angeschlossenen Gebäuden über eine Über
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Fernwirktechnik bezeichnet die technische Ausrüstung und die Kommunikationsverfahren, mit denen räumlich entfernte Anlagen gemessen, überwacht und gesteuert werden. Im Stromsystem verbindet sie Betriebsmittel wie Schaltanlagen, Umspannwerke, Ortsnetzstationen, Erzeugungsanlagen, Speicher oder größere Verbraucher mit ei
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Ein Ferraris-Zähler ist ein elektromechanischer Stromzähler, der elektrische Arbeit über eine rotierende Aluminiumscheibe misst. Fließt Strom durch den Zähler, erzeugen Strom- und Spannungsspulen magnetische Felder, die in der Scheibe Wirbelströme auslösen. Daraus entsteht ein Drehmoment. Je höher die momentan bezogene
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Firm Access bezeichnet einen Netzanschluss oder Netzzugang, bei dem eine bestimmte elektrische Leistung als verlässlich nutzbar zugesagt wird. Ein Anschlussnehmer darf diese Leistung unter normalen Betriebsbedingungen einspeisen oder aus dem Netz entnehmen, ohne dass der Netzbetreiber sie regelmäßig aus Kapazitätsgründ
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Firm Capacity bezeichnet den Anteil einer Ressource, der mit hinreichender Verlässlichkeit zur Deckung der Nachfrage in kritischen Situationen beitragen kann. Der Begriff unterscheidet installierte Leistung von tatsächlich gesicherter Leistung.
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Die Fischer-Tropsch-Synthese ist ein chemisches Verfahren, bei dem aus Synthesegas flüssige Kohlenwasserstoffe hergestellt werden. Synthesegas besteht im Kern aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Über einen Katalysator werden diese Gase bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck zu längeren Kohlenwasserstoffketten umgewa
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Fit for 55 bezeichnet das Gesetzespaket der Europäischen Union, mit dem das verbindliche Klimaziel umgesetzt werden soll, die Netto-Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Der Begriff steht also nicht für ein einzelnes Gesetz, sondern für eine Gruppe von Verordnungen, R
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Fixkosten sind Kosten, die unabhängig von der kurzfristigen Produktionsmenge anfallen. Ein Kraftwerk, ein Stromnetz, ein Umspannwerk, eine Leitwarte oder eine Messinfrastruktur verursacht solche Kosten auch dann, wenn in einer bestimmten Stunde wenig oder kein Strom erzeugt, transportiert oder abgerechnet wird. Typisch
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Flächenbedarf bezeichnet die räumliche Fläche, die für Energieanlagen, Netze, Speicher oder andere Infrastrukturen benötigt wird. Im Stromsystem geht es dabei um Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen, Biomasseanbau, Stromtrassen, Umspannwerke, Speicherstandorte, Elektrolyseure, Leitungen f
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Flexibilität bezeichnet im Stromsystem die Fähigkeit von Verbrauchern, Erzeugungsanlagen oder Speichern, ihre elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) zeitlich zu verändern, um auf technische oder wirtschaftliche Signale zu reagieren. Sie kann bedeuten, dass eine Last später eingeschaltet wird, dass eine Erzeugun
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Flexibilitätsabruf bezeichnet den konkreten Vorgang, bei dem eine verfügbare oder vertraglich zugesagte Flexibilitätsoption aktiviert wird. Eine Batterie lädt oder entlädt, eine Wärmepumpe reduziert vorübergehend ihre elektrische Leistung, ein Elektrofahrzeug verschiebt den Ladevorgang, eine Kälteanlage nutzt ihre ther
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Flexibilitätsbedarf bezeichnet den Umfang an zeitlicher, räumlicher und technischer Anpassungsfähigkeit, den ein Stromsystem benötigt, um Erzeugung und Verbrauch jederzeit auszugleichen, Netzgrenzen einzuhalten und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gemeint ist damit keine einzelne Technik, sondern eine Systemanfo
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Ein Flexibilitätsmarkt ist ein organisierter Mechanismus, über den zeitlich begrenzte Änderungen von Stromerzeugung, Stromverbrauch oder Speicherung angeboten, nachgefragt, bepreist und aktiviert werden. Gehandelt wird dabei nicht Strom im einfachen Sinn einer Kilowattstunde zu einem beliebigen Zeitpunkt, sondern die F
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Eine Flexibilitätsoption ist eine technische, organisatorische oder marktliche Möglichkeit, Einspeisung, Verbrauch oder Speicherung von Strom zeitlich und teilweise auch räumlich anzupassen. Sie beschreibt also keine einzelne Technologie, sondern eine Fähigkeit: Das Stromsystem kann auf veränderte Bedingungen reagieren
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Flexibilitätspotenzial bezeichnet die grundsätzlich vorhandene Fähigkeit von Anlagen, Verbrauchern, Speichern oder Erzeugern, ihre elektrische Leistung zeitlich zu verändern, ohne den eigentlichen Nutzen der Anwendung unzulässig zu beeinträchtigen. Gemeint ist also nicht jede denkbare technische Schaltbarkeit, sondern
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Ein Flexibilitätsregister ist ein strukturiertes Verzeichnis von Anlagen, Verbrauchseinrichtungen und Speichern, die ihre Einspeisung oder ihren Strombezug zeitlich verändern können. Erfasst werden dabei nicht nur Name und Standort einer Anlage, sondern vor allem die Eigenschaften, die für eine spätere Nutzung im Strom
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Flexibilitätsvermarktung bezeichnet die wirtschaftliche Nutzung der Fähigkeit, Erzeugung, Verbrauch oder Speicherung zeitlich zu verändern. Eine Anlage, ein Verbraucher oder ein Speicher stellt dabei nicht bloß Energie bereit oder nimmt Energie auf, sondern bietet eine steuerbare Änderung gegenüber einem erwarteten Ver
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Ein Flexible Connection Agreement ist eine Netzanschlussvereinbarung, bei der ein Anschlussnehmer eine Anlage an das Stromnetz anschließen darf, obwohl die volle Anschlussleistung nicht jederzeit garantiert wird. Der Netzbetreiber räumt also keinen vollständig festen, uneingeschränkt nutzbaren Anschluss ein, sondern ve
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Flexumer bezeichnet einen Stromkunden, der seinen Stromverbrauch, seine Eigenerzeugung oder seine Speicherung zeitlich flexibel steuern kann und dadurch auf Preise, Netzanforderungen oder andere Signale im Stromsystem reagiert. Der Begriff verbindet Flexibilität mit der Rolle des Verbrauchers. Ein Flexumer ist damit ni
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Flicker bezeichnet wiederholte oder schnelle Spannungsschwankungen im Stromnetz, die von Menschen vor allem als Flimmern oder Helligkeitsschwankung von Licht wahrgenommen werden können. Technisch gehört Flicker zur Spannungsqualität und damit zur Stromqualität. Gemeint ist also nicht das Flackern einer einzelnen defekt
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Floating PV bezeichnet Photovoltaikanlagen, deren Solarmodule auf schwimmenden Tragstrukturen installiert werden. Die Anlage erzeugt Strom wie eine gewöhnliche [Photovoltaik](/glossar/photovoltaik.html)-Anlage, nutzt aber nicht ein Dach, eine Freifläche oder eine Fassade als Standort, sondern eine Wasserfläche. In der
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Flow-Based Capacity Calculation bezeichnet ein Verfahren zur Berechnung grenzüberschreitender Übertragungskapazitäten im europäischen Strommarkt. Es beschreibt nicht einfach, wie viel Strom zwischen zwei Ländern gehandelt werden darf, sondern wie Handelspositionen zwischen Gebotszonen voraussichtlich auf konkrete Leitu
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Flow-Based Market Coupling ist ein Verfahren der europäischen Strommarktkopplung, bei dem grenzüberschreitender Stromhandel anhand seiner voraussichtlichen Wirkung auf das vermaschte Übertragungsnetz freigegeben wird. Handelskapazität wird dabei nicht als einfache Zahl je Grenze behandelt, sondern als Kombination mögli
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Fluktuierende Erzeugung bezeichnet Stromproduktion, deren verfügbare Leistung zeitlich schwankt, weil sie vom natürlichen Energieangebot abhängt. Im Stromsystem sind damit vor allem Windenergieanlagen und Photovoltaikanlagen gemeint. Ihre Einspeisung folgt Windgeschwindigkeit, Bewölkung, Sonnenstand, Jahreszeit und Wet
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Free Allocation bezeichnet die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten an Unternehmen oder Anlagen in einem Emissionshandelssystem. Im [EU-Emissionshandel](/glossar/eu-emissionshandel.html) bedeutet das: Eine Anlage erhält für einen Teil ihrer zulässigen Emissionen Zertifikate, ohne sie bei einer Auktion kaufen
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Eine Freileitung ist eine elektrische Leitung, bei der die stromführenden Leiter oberirdisch an Masten befestigt und über Isolatoren gegenüber Mast und Erde getrennt werden. Sie dient dazu, elektrische Energie zwischen Erzeugungsanlagen, Umspannwerken, Netzknoten und Verbrauchsschwerpunkten zu übertragen oder zu vertei
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Freileitungsmonitoring bezeichnet die technische Überwachung von Freileitungen im Stromnetz mit Sensoren, Messdaten, Wetterdaten und Rechenmodellen. Erfasst werden zum Beispiel Stromfluss, Leiterseiltemperatur, Durchhang, Windgeschwindigkeit, Außentemperatur, Sonneneinstrahlung, Vereisung, Schwingungen sowie der Zustan
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Frequency Containment Reserve, kurz FCR, ist die automatisch aktivierte Reserveleistung, die im Stromsystem unmittelbar auf eine Abweichung der Netzfrequenz reagiert. Sie wird eingesetzt, wenn Erzeugung und Verbrauch nicht exakt im Gleichgewicht sind. Sinkt die Frequenz unter den Sollwert, wird zusätzliche elektrische
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Frequenz bezeichnet im Wechselstromnetz die Anzahl der elektrischen Schwingungen pro Sekunde. Die Einheit ist Hertz, abgekürzt Hz. Im europäischen Verbundnetz liegt die Sollfrequenz bei 50 Hertz. Das bedeutet: Spannung und Strom wechseln fünfzigmal pro Sekunde ihre Richtung. Diese 50 Hertz sind keine bloße technische K
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Frequenzhaltung bezeichnet die technischen, betrieblichen und marktlichen Maßnahmen, mit denen die Netzfrequenz eines Wechselstromsystems nahe ihrem Sollwert gehalten wird. Im kontinentaleuropäischen Verbundnetz beträgt dieser Sollwert 50 Hertz. Die Frequenz zeigt an, ob Erzeugung und Verbrauch in jedem Moment im Gleic
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Der Frequenznadir ist der niedrigste Wert, den die Netzfrequenz nach einer plötzlichen Störung erreicht, bevor sie wieder ansteigt oder sich auf einem neuen Niveau stabilisiert. Im europäischen Verbundsystem liegt die Sollfrequenz bei 50 Hertz. Fällt etwa ein großer Kraftwerksblock, eine Erzeugungsanlage, eine HGÜ-Verb
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Frequenzregelung bezeichnet die technischen und organisatorischen Maßnahmen, mit denen die elektrische Frequenz eines Wechselstromnetzes nahe ihrem Sollwert gehalten wird. Im europäischen Verbundnetz beträgt dieser Sollwert 50 Hertz. Die Frequenz zeigt unmittelbar an, ob Erzeugung und Verbrauch elektrischer Leistung im
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Frequenzstabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Wechselstromsystems, die Netzfrequenz nach laufenden Schwankungen oder plötzlichen Störungen innerhalb zulässiger Grenzen zu halten und wieder in Richtung ihres Sollwerts zu führen. Im europäischen Verbundsystem beträgt dieser Sollwert 50 Hertz. Die Frequenz ist keine a
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Die Frequenzwiederherstellungsreserve, abgekürzt FRR für Frequency Restoration Reserve, ist eine Form der [Regelreserve](/glossar/regelreserve.html), mit der Übertragungsnetzbetreiber nach einer Abweichung zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch die Netzfrequenz wieder in Richtung ihres Sollwerts von 50 Hertz führen
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Front-of-the-Meter bezeichnet Stromerzeuger, Speicher oder steuerbare Verbrauchseinrichtungen, die aus Sicht eines Kundenanschlusses auf der Netzseite des Zählers liegen und direkt am öffentlichen Stromnetz angeschlossen sind. Der Begriff beschreibt keine bestimmte Technologie, sondern eine regulatorische und messtechn
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Full Load Hours, auf Deutsch Volllaststunden, geben an, wie viele Stunden eine Stromerzeugungsanlage rechnerisch mit ihrer Nennleistung hätte laufen müssen, um die tatsächlich erzeugte Energiemenge eines bestimmten Zeitraums zu erreichen. Meist wird ein Kalenderjahr betrachtet. Die Kennzahl verbindet [Leistung](/glossa
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Futures und Forwards sind Termingeschäfte über Strom. Zwei Parteien vereinbaren heute einen Preis für eine Strommenge, die erst in der Zukunft geliefert oder finanziell abgerechnet wird. Der Vertrag kann sich auf einzelne Tage, Monate, Quartale oder Jahre beziehen. Im Strommarkt dienen solche Geschäfte vor allem dazu,
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Ein Gaskraftwerk ist ein Kraftwerk, das aus einem gasförmigen Brennstoff elektrische Energie erzeugt. In der heutigen Stromversorgung ist damit meistens Erdgas gemeint, technisch können bestimmte Anlagen aber auch mit Biogas, synthetischem Methan oder perspektivisch mit Wasserstoff betrieben werden. Für das Stromsystem
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Die Gebäudehülle umfasst alle Bauteile, die beheizte Innenräume gegen Außenluft, Erdreich oder unbeheizte Gebäudeteile abgrenzen. Dazu gehören Außenwände, Dach oder oberste Geschossdecke, Fenster, Außentüren, Kellerdecke, Bodenplatte sowie Anschlüsse zwischen diesen Bauteilen. Sie ist die physische Grenze, an der Wärme
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Ein Gebotstermin ist der verbindlich festgelegte Zeitpunkt, bis zu dem Teilnehmer eines Ausschreibungsverfahrens ihre Gebote vollständig einreichen müssen. Im Stromsystem betrifft das vor allem Ausschreibungen für erneuerbare Energien, Regelreserve, Netzbetriebsmittel, Kapazitätsmechanismen oder andere wettbewerbliche
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Eine Gebotszone ist ein räumlich abgegrenzter Bereich des Stromgroßhandels, in dem Stromgebote so behandelt werden, als könne elektrische Energie innerhalb dieses Bereichs ohne netzbedingte Einschränkungen gehandelt werden. Für alle erfolgreichen Gebote in einer Gebotszone ergibt sich im Day-Ahead-Markt in der Regel ei
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GEG steht für Gebäudeenergiegesetz. Es ist das zentrale deutsche Regelwerk für energetische Anforderungen an Gebäude, für bestimmte Pflichten beim Betrieb und Austausch von Heizungsanlagen sowie für den Nachweis der energetischen Qualität von Neubauten und Bestandsgebäuden. Das Gesetz betrifft damit einen Bereich, der
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Gemeinschaftliche Eigenversorgung bezeichnet Versorgungsmodelle, bei denen mehrere Letztverbraucher Strom aus einer gemeinsamen oder gemeinsam genutzten Erzeugungsanlage beziehen und diesen Strom in räumlicher, organisatorischer oder rechtlicher Nähe zur Anlage nutzen. Typische Beispiele sind Photovoltaikanlagen auf Me
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Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung bezeichnet die Versorgung mehrerer Letztverbraucher in einem Gebäude mit Strom aus einer gebäudenahen Stromerzeugungsanlage, meist einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, an der Fassade oder auf einer zugehörigen Nebenanlage. Der erzeugte Strom wird nicht nur einem einzelnen Haushalt
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Ein Genehmigungsverfahren ist ein rechtlich geregelter Prüf- und Entscheidungsprozess, in dem eine Behörde feststellt, ob ein geplantes Vorhaben gebaut, geändert oder betrieben werden darf. Im Stromsystem betrifft das zum Beispiel Windenergieanlagen, Freiflächen-Photovoltaik, Stromleitungen, Umspannwerke, Batteriespeic
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Geothermie bezeichnet die technische Nutzung von Wärme aus dem Untergrund. Diese Wärme stammt überwiegend aus dem natürlichen Wärmestrom der Erde und aus dem Zerfall radioaktiver Elemente im Gestein. Im Energiesystem wird sie vor allem zur Bereitstellung von Raumwärme, Prozesswärme und Warmwasser genutzt. In geeigneten
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Gesicherte Leistung bezeichnet den Anteil einer Erzeugungsanlage, eines Speichers, einer Nachfrageflexibilität oder einer Importmöglichkeit, der in kritischen Stunden mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Deckung der Stromnachfrage verfügbar ist. Der Begriff beschreibt keine theoretische Maximalleistung, sondern einen verlä
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Ein Gleichrichter ist eine elektrische Schaltung oder ein Gerät, das [Wechselstrom](/glossar/wechselstrom.html) in [Gleichstrom](/glossar/gleichstrom.html) umwandelt. Wechselstrom ändert periodisch Richtung und Betrag, im europäischen Stromnetz typischerweise mit 50 Hertz. Gleichstrom fließt dagegen mit gleichbleibende
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Gleichstrom ist elektrischer Strom, dessen Richtung sich im betrachteten Stromkreis nicht periodisch umkehrt. Die elektrische Spannung hat dabei eine feste Polarität: Ein Anschluss bleibt positiv, der andere negativ. In der Praxis kann Gleichstrom gleichmäßig sein, leicht schwanken oder durch elektronische Schaltungen
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Gleichzeitigkeit beschreibt, in welchem Maß mehrere elektrische Verbraucher, Erzeugungsanlagen oder Speicher zur selben Zeit [Leistung](/glossar/leistung.html) beziehen oder einspeisen. Für das Stromnetz zählt nicht allein, welche Geräte installiert sind, sondern welche Leistung sie im selben Moment beanspruchen. Ein G
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Der Gleichzeitigkeitsfaktor beschreibt das Verhältnis zwischen der höchsten gleichzeitig auftretenden Leistung einer Gruppe von Verbrauchern oder Erzeugern und der Summe ihrer einzelnen maximal möglichen Leistungen. Er gibt also an, welcher Anteil vieler theoretischer Einzelspitzen in der Praxis zur selben Zeit wirksam
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Der Gleichzeitigkeitsgrad Wärme beschreibt das Verhältnis zwischen der tatsächlich gleichzeitig auftretenden Wärmeleistung einer Gruppe von Verbrauchern und der Summe ihrer jeweils einzeln angesetzten Spitzenleistungen. Er ist eine dimensionslose Planungsgröße und wird als Faktor zwischen 0 und 1 oder als Prozentwert a
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Governance bezeichnet im Stromsystem die Gesamtheit der Regeln, Zuständigkeiten, Verfahren und Anreize, durch die Entscheidungen vorbereitet, getroffen, umgesetzt und kontrolliert werden. Der Begriff umfasst Gesetze, Regulierung, Marktregeln, technische Standards, Planungsverfahren, Datenpflichten, Aufsicht, Finanzieru
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Gradtagszahl und Heizgradtage sind Kennzahlen, die den temperaturabhängigen Heizbedarf eines Gebäudes, einer Stadt oder einer Region über einen bestimmten Zeitraum beschreiben. Sie werden aus Außentemperaturen und einer festgelegten Bezugstemperatur berechnet. Gezählt werden nur Tage, an denen die Außentemperatur unter
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Granular Certificates sind Herkunftsnachweise für Strom mit hoher zeitlicher Auflösung. Sie dokumentieren nicht nur, aus welcher Anlage und aus welcher Energiequelle eine bestimmte Strommenge stammt, sondern auch, in welchem kurzen Zeitraum sie erzeugt wurde. Meist geht es um stündliche Nachweise, teilweise auch um Vie
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Granulare Herkunftsnachweise sind Nachweise für Strom aus bestimmten Erzeugungsanlagen mit einer feinen zeitlichen Auflösung. Sie dokumentieren nicht nur, dass eine bestimmte Strommenge aus erneuerbaren Energien oder einer anderen Erzeugungsart stammt, sondern auch, in welchem kurzen Zeitraum sie erzeugt wurde. Je nach
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Graue Energie bezeichnet die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Errichtung, Instandhaltung und je nach Abgrenzung auch Rückbau und Entsorgung eines Produkts, einer Anlage oder einer Infrastruktur aufgewendet wird, bevor diese im Betrieb Energie nutzt, erzeugt oder überträgt. Bei einer Photovoltaikanlage gehö
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Grauer Wasserstoff ist Wasserstoff, der aus fossilen Energieträgern hergestellt wird, ohne dass das dabei entstehende Kohlendioxid abgeschieden und dauerhaft gespeichert wird. In der Praxis stammt grauer Wasserstoff überwiegend aus Erdgas. Das wichtigste Verfahren ist die Dampfreformierung, bei der Methan mit Wasserdam
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Green Steel, auf Deutsch meist grüner Stahl genannt, bezeichnet Stahl, dessen Herstellung deutlich weniger Treibhausgase verursacht als die konventionelle Stahlproduktion über Hochofen und Konverter. Der Begriff beschreibt damit kein eigenes Material mit anderen Grundeigenschaften, sondern eine Herstellungsweise und de
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Greenwashing bezeichnet die irreführende Darstellung von Produkten, Unternehmen, Dienstleistungen oder politischen Maßnahmen als umweltfreundlicher, klimafreundlicher oder nachhaltiger, als sie nachprüfbar sind. Im Stromsystem betrifft der Begriff vor allem Aussagen über [Grünstrom](/glossar/gruenstrom.html), Klimaneut
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Grenzkosten sind die zusätzlichen Kosten, die entstehen, wenn eine Anlage eine weitere Einheit Strom erzeugt. Im Strommarkt wird diese Einheit meist als eine zusätzliche Megawattstunde beschrieben, die Kosten werden entsprechend in Euro je Megawattstunde angegeben. Bei einem Gaskraftwerk gehören dazu vor allem Brennsto
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Grenzkuppelkapazität bezeichnet die elektrische Übertragungskapazität, die zwischen zwei Marktgebieten, Preiszonen oder nationalen Übertragungsnetzen für grenzüberschreitende Stromflüsse genutzt werden kann. Sie wird in der Regel als Leistung angegeben, meist in Megawatt. Eine Grenzkuppelkapazität von 1.000 Megawatt be
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Grid Code Compliance bezeichnet den nachgewiesenen Einklang einer Anlage mit den technischen Anschluss- und Betriebsregeln eines Stromnetzes. Gemeint ist also nicht nur, dass eine Photovoltaikanlage, ein Windpark, ein Batteriespeicher, ein Elektrolyseur oder ein Kraftwerk elektrische Energie aufnehmen oder abgeben kann
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Grid Connection Queue oder Netzanschluss-Warteschlange bezeichnet den Bestand und die Reihenfolge von Projekten, die einen Anschluss an ein Stromnetz beantragt haben, aber noch nicht angeschlossen sind. In dieser Warteschlange stehen nicht nur Windparks und Photovoltaikanlagen, sondern zunehmend auch Batteriespeicher,
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Grid Enhancing Technologies bezeichnet Technologien und Betriebsverfahren, mit denen vorhandene Stromnetze besser ausgelastet, Engpässe verringert oder Leistungsflüsse gezielter gesteuert werden können, ohne unmittelbar neue Leitungen zu bauen. Der Begriff stammt aus der internationalen Netzdiskussion und wird häufig f
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Ein Grid Forming Inverter, auf Deutsch netzbildender Wechselrichter, ist ein leistungselektronischer Umrichter, der an seinem Netzanschlusspunkt eine elektrische Spannung mit bestimmter Frequenz, Amplitude und Phasenlage bereitstellen kann. Er folgt also nicht nur einer vorhandenen Netzspannung, sondern kann selbst ein
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Grid-connected Mode bezeichnet den Betrieb einer Stromerzeugungsanlage, eines Speichers, eines Wechselrichters oder eines Microgrids im elektrischen Verbund mit dem öffentlichen Stromnetz. Im Deutschen wird dafür häufig der Begriff Netzparallelbetrieb verwendet. Die Anlage ist dabei nicht elektrisch isoliert, sondern a
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Ein Grid-following Inverter ist ein Wechselrichter, der für seinen Betrieb ein vorhandenes elektrisches Netz als Referenz benötigt. Er misst die Netzspannung, erkennt daraus Frequenz und Phasenlage und speist anschließend Strom so ein, dass er zu diesem Netzsignal passt. Auf Deutsch wird häufig von einem netzfolgenden
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Gross Metering bezeichnet ein Mess- und Abrechnungsmodell, bei dem die gesamte erzeugte Strommenge und der gesamte Stromverbrauch getrennt erfasst werden. Eine Photovoltaikanlage, ein Blockheizkraftwerk oder eine andere dezentrale Erzeugungsanlage wird dabei nicht nur danach bewertet, wie viel Strom nach Verrechnung mi
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Eine Großwärmepumpe ist eine [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) mit hoher thermischer Leistung, die Wärme für Wärmenetze, größere Gebäudeensembles, Quartiere oder industrielle Anwendungen bereitstellt. Sie nutzt eine vorhandene Wärmequelle mit niedrigerem Temperaturniveau, etwa Flusswasser, Seewasser, Abwasser, Gr
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Ein Großwärmespeicher ist ein technischer Speicher, der Wärme in größerem Maßstab aufnimmt, über eine bestimmte Zeit hält und später wieder an ein Wärmenetz, einen industriellen Prozess oder ein Gebäudeensemble abgibt. Gemeint sind nicht kleine Warmwasserspeicher in einzelnen Gebäuden, sondern Anlagen, die auf die Vers
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Grundlast bezeichnet den Teil der elektrischen Last, der innerhalb eines betrachteten Zeitraums dauerhaft mindestens vorhanden ist. Sie ist die untere Linie im Lastverlauf: Auch nachts, an Wochenenden oder in verbrauchsarmen Jahreszeiten bleibt ein bestimmter Strombedarf bestehen, etwa für Industrieprozesse, Kühlung, B
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Grundversorgung bezeichnet die gesetzlich geregelte Belieferung von Haushaltskunden mit Strom durch den örtlich zuständigen Grundversorger. Sie greift, wenn ein Haushaltskunde Strom nutzt, ohne einen besonderen Liefervertrag mit einem anderen Anbieter abgeschlossen zu haben. Damit schafft sie eine rechtliche Standardbe
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Grüner Strom bezeichnet Strom, der als Strom aus erneuerbaren Energien vermarktet, bilanziert oder einem Verbraucher vertraglich zugeordnet wird. Gemeint sind in der Regel Strommengen aus Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie. Der Begriff beschreibt jedoch nicht, welche Elektronen physisch an
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Grüner Wasserstoff ist Wasserstoff, der durch [Elektrolyse](/glossar/elektrolyse.html) von Wasser hergestellt wird, wobei der eingesetzte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Der Begriff beschreibt keinen chemischen Unterschied. Ein Molekül Wasserstoff bleibt H₂, unabhängig davon, ob es aus Erdgas, Kohle, Biomasse o
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Grünstrom bezeichnet Strom, der einem Kunden, einem Tarif oder einem Unternehmen als Strom aus erneuerbaren Energien zugeordnet wird. Gemeint sind in der Regel Strommengen aus Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie. Der Begriff beschreibt damit weniger eine physische Eigenschaft des Stroms an
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Guarantees of Origin sind europäische Herkunftsnachweise, mit denen die Erzeugungseigenschaft einer bestimmten Energiemenge bilanziell einem Stromverbrauch zugeordnet werden kann. Im Strombereich steht ein Guarantee of Origin in der Regel für eine Megawattstunde Strom, die aus einer bestimmten Anlage und einer bestimmt
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H2-ready bezeichnet Anlagen, Komponenten oder Infrastrukturen, die zunächst für den Betrieb mit Erdgas ausgelegt sind, später aber ganz oder teilweise auf Wasserstoff umgestellt werden können. Der Begriff wird vor allem bei Gaskraftwerken, Gasturbinen, Gasleitungen, Speichern, Industrieöfen und einzelnen Netzkomponente
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Harmonics, auf Deutsch meist Oberschwingungen genannt, sind Spannungs- oder Stromanteile in einem Wechselstromsystem, deren Frequenz ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz ist. In europäischen Stromnetzen beträgt die Grundfrequenz 50 Hertz. Die 2. Oberschwingung liegt daher bei 100 Hertz, die 3. bei 150 Hertz, d
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Der Hausanschluss ist die technische Verbindung eines Gebäudes mit dem öffentlichen Stromnetz. Er verbindet die elektrische Anlage im Gebäude mit dem Niederspannungsnetz des örtlichen Netzbetreibers und bestimmt, welche elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) unter normalen Betriebsbedingungen sicher bezogen ode
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Eine Hausübergabestation ist die technische Schnittstelle zwischen einem [Wärmenetz](/glossar/waermenetz.html) und der Wärmeverteilung eines Gebäudes. Sie nimmt Wärme aus der Netzleitung auf und überträgt sie auf das Heizungs- und Trinkwarmwassersystem im Gebäude. Bei [Fernwärme](/glossar/fernwaerme.html) und Nahwärme
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Hedging bezeichnet die Absicherung gegen Preisrisiken durch vertragliche oder finanzielle Gegenpositionen. Im Strommarkt bedeutet das: Ein Unternehmen legt für einen künftigen Zeitraum einen Preis, eine Preisspanne oder eine Preisformel fest, damit schwankende Marktpreise nicht unkontrolliert auf Beschaffungskosten, Er
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Heizgradtage sind eine wetterbezogene Kennzahl für den rechnerischen Heizbedarf eines Gebäudes, eines Standorts oder eines ganzen Versorgungsgebiets. Sie entstehen, indem für jeden Heiztag die Differenz zwischen einer festgelegten Bezugstemperatur und der mittleren Außentemperatur gebildet und über einen Zeitraum aufsu
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Die Heizgrenze ist die Außentemperatur, unterhalb der ein Gebäude aktiv beheizt werden muss, damit die gewünschte Innentemperatur gehalten werden kann. Oberhalb dieser Grenze reichen Wärmegewinne im Gebäude meist aus: Personen, elektrische Geräte, Beleuchtung, Sonneneinstrahlung und die im Baukörper gespeicherte Wärme
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Die Heizkurve beschreibt den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur eines Heizsystems. Sie legt fest, wie warm das Heizwasser sein muss, das vom Wärmeerzeuger in Heizkörper, Fußbodenheizung oder andere Heizflächen fließt, damit die Räume bei unterschiedlichen Wetterbedingungen die gewünschte Temper
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Heizlast bezeichnet die Wärmeleistung, die ein Heizsystem bereitstellen muss, um ein Gebäude bei einer festgelegten niedrigen Außentemperatur auf einer gewünschten Innentemperatur zu halten. Sie wird in Kilowatt angegeben und beschreibt eine momentane oder für einen Auslegungsfall angenommene [Leistung](/glossar/leistu
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Ein Heizstab ist ein elektrisches Widerstandsheizelement, das Strom direkt in Wärme umwandelt. Er sitzt meist in einem Warmwasserspeicher, Pufferspeicher oder Elektroboiler und erhitzt dort Wasser, indem elektrischer Strom durch einen leitenden Widerstand fließt. Die elektrische Energie wird dabei fast vollständig zu W
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Ein Herkunftsnachweis, kurz HKN, ist ein elektronisches Zertifikat für Strom aus erneuerbaren Energien. Er dokumentiert, dass eine bestimmte Strommenge in einer bestimmten Anlage aus einer bestimmten erneuerbaren Energiequelle erzeugt wurde. In Europa entspricht ein Herkunftsnachweis in der Regel einer Megawattstunde S
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Herkunftsnachweis-Entwertung bezeichnet die endgültige Zuordnung eines Herkunftsnachweises zu einem bestimmten Stromverbrauch, Stromprodukt oder einer Stromkennzeichnung. Mit der Entwertung wird der Herkunftsnachweis aus dem handelbaren Bestand genommen. Die darin dokumentierte Eigenschaft, etwa Strom aus Windkraft, Wa
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Herkunftsnachweise sind elektronische Zertifikate, die belegen, aus welcher Energiequelle eine bestimmte Strommenge erzeugt wurde. Im europäischen Strommarkt steht ein Herkunftsnachweis in der Regel für eine Megawattstunde Strom aus einer bestimmten Anlage, etwa aus Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik oder Biomasse.
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Hertz, abgekürzt Hz, ist die Maßeinheit der Frequenz. Ein Hertz bedeutet einen vollständigen Schwingungsvorgang pro Sekunde. Im Wechselstromsystem beschreibt die Frequenz, wie oft sich der elektrische Zustand periodisch wiederholt. Bei einer sinusförmigen Wechselspannung mit 50 Hertz gibt es 50 vollständige Perioden pr
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HGÜ steht für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung. Gemeint ist eine Übertragungstechnik, bei der elektrische Energie mit hoher Spannung als Gleichstrom über größere Entfernungen transportiert wird. An den Endpunkten einer HGÜ-Leitung stehen Umrichterstationen. Sie wandeln Wechselstrom aus dem bestehenden Stromnetz in
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Hidden Flexibility, auf Deutsch versteckte Flexibilität, bezeichnet Anpassungsmöglichkeiten bei Stromverbrauch, Erzeugung oder Speicherung, die technisch vorhanden sind, im Stromsystem aber nicht als verfügbare Ressource erscheinen. Eine Anlage kann ihre elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) zeitlich verschieb
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High Voltage Ride Through, kurz HVRT, bezeichnet die Fähigkeit einer Erzeugungsanlage, eines Speichers oder eines Wechselrichters, kurzfristige Überspannungen im Stromnetz zu durchfahren, ohne sich sofort vom Netz zu trennen. Gemeint ist kein Dauerbetrieb bei beliebig hoher Spannung, sondern ein definiertes Verhalten w
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HKN-Entwertung bezeichnet den Vorgang, bei dem ein Herkunftsnachweis endgültig einem Stromverbrauch zugeordnet und anschließend aus dem handelbaren Bestand entfernt wird. Erst durch die Entwertung wird verhindert, dass dieselbe erneuerbare Eigenschaft mehrfach beansprucht wird.
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Hochspannungsnetz bezeichnet die Netzebene, auf der elektrische Energie mit hoher Spannung über regionale Entfernungen transportiert und auf größere regionale Last- und Erzeugungsschwerpunkte verteilt wird. In Deutschland ist damit vor allem die 110-Kilovolt-Ebene gemeint. Sie liegt unterhalb der Höchstspannungsebene m
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Hochtemperaturwärme bezeichnet Wärme auf einem Temperaturniveau, das für industrielle Prozesse oberhalb gewöhnlicher Raumwärme, Warmwasserbereitung oder Niedertemperaturheizung liegt. Eine einheitliche Grenze gibt es nicht. Häufig wird von Hochtemperaturwärme gesprochen, wenn Temperaturen von mehreren hundert Grad Cels
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Ein Home Energy Management System, kurz HEMS, ist ein Energiemanagementsystem für ein Gebäude, einen Haushalt oder eine kleine Liegenschaft. Es erfasst Messwerte, verarbeitet technische Zustände und steuert elektrische Anlagen so, dass Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Netzbezug besser aufeinander abgestimmt werden
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Hosting Capacity bezeichnet die Fähigkeit eines Stromnetzes, zusätzliche Erzeugung, Speicher oder Lasten aufzunehmen, ohne technische Grenzwerte zu verletzen oder umfangreiche Netzverstärkungen auszulösen. Gemeint ist meist die auf einen Netzabschnitt, einen Netzanschlusspunkt oder eine Spannungsebene bezogene zusätzli
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Hot Briquetted Iron, kurz HBI, bezeichnet heiß brikettiertes direktreduziertes Eisen. Es entsteht, wenn [Direct Reduced Iron](/glossar/direct-reduced-iron.html) unmittelbar nach der Reduktion bei hoher Temperatur mechanisch verdichtet wird. Aus dem porösen, reaktiven Material werden kompakte Briketts mit höherer Dichte
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HVDC steht für High Voltage Direct Current und bezeichnet die Übertragung elektrischer Energie mit Hochspannungs-Gleichstrom. Im Deutschen wird dafür häufig die Abkürzung HGÜ verwendet, also Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung. Anders als im üblichen Übertragungsnetz, das überwiegend mit dreiphasigem Wechselstrom bet
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Eine Hybridheizung ist ein Heizsystem, das mindestens zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger in einem Gebäude oder in einer Anlage kombiniert. Im heutigen Sprachgebrauch ist damit meist die Verbindung einer elektrischen [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) mit einem Gas- oder Ölkessel gemeint. Technisch genauer handelt
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Ein Hybridkraftwerk ist eine Stromerzeugungsanlage oder ein Anlagenverbund, der mehrere technische Komponenten gemeinsam betreibt, zum Beispiel Windenergie, [Photovoltaik](/glossar/photovoltaik.html), Batteriespeicher, Elektrolyseur oder steuerbare Verbraucher. Der Begriff beschreibt nicht nur die räumliche Nähe versch
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Ein Hybridwechselrichter ist ein Wechselrichter, der eine Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher in einem gemeinsamen Gerät oder in einer eng gekoppelten Geräteeinheit verbindet. Er wandelt Gleichstrom aus Solarmodulen oder Batterie in netzfähigen Wechselstrom um und steuert zugleich, ob erzeugter Solarstrom dir
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Hydraulischer Abgleich bezeichnet die fachliche Einstellung eines Heizsystems, damit jeder Heizkörper oder jeder Heizkreis genau den Volumenstrom an Heizwasser erhält, der für die notwendige Raumwärme gebraucht wird. Gemeint ist also nicht eine pauschale Optimierung der Heizung, sondern die Verteilung des Heizwassers i
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Hydrogen Backbone bezeichnet ein überregionales Leitungsnetz für Wasserstoff, das Erzeugungsstandorte, Importpunkte, Speicher und große Verbraucher miteinander verbinden soll. Gemeint ist nicht eine einzelne Pipeline, sondern eine zusammenhängende Transportinfrastruktur mit Knoten, Verdichtern, Übergabepunkten, Einspei
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Ein Hydrogen Purchase Agreement, meist HPA abgekürzt, ist ein langfristiger Vertrag über die Abnahme von Wasserstoff. Er legt fest, wer welche Menge Wasserstoff zu welchen Bedingungen liefert oder abnimmt, über welchen Zeitraum der Vertrag läuft, welche Qualität der Wasserstoff haben muss, an welchem Ort die Lieferung
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I-REC steht für International Renewable Energy Certificate und bezeichnet ein international nutzbares Zertifikatssystem, mit dem die erneuerbare Eigenschaft einer bestimmten Menge erzeugten Stroms nachgewiesen wird. Ein I-REC wird in der Regel für eine Megawattstunde Strom aus einer registrierten Erzeugungsanlage ausge
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IEC 60870-5-104 ist ein Kommunikationsprotokoll der Fernwirktechnik, mit dem Leitstellen und technische Anlagen über IP-basierte Netze Daten austauschen. Im Stromsystem wird es vor allem verwendet, um Messwerte, Schaltzustände, Störmeldungen, Zählwerte und Steuerbefehle zwischen Netzleitstellen, Unterstationen, Fernwir
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IEC 61850 ist eine internationale Normenreihe für die Kommunikation, Datenmodellierung und Automatisierung in elektrischen Energieanlagen. Sie wird vor allem in Umspannwerken eingesetzt, betrifft aber auch Erzeugungsanlagen, Verteilnetze, Schaltanlagen, Schutzsysteme und zunehmend dezentrale Energieanlagen. Ihr Kern be
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IEC 62351 ist eine internationale Normenreihe für die Absicherung von Kommunikationsprotokollen, Datenmodellen und Zugriffsmechanismen in der elektrischen Energieversorgung. Sie beschreibt Sicherheitsfunktionen für Leittechnik, Netzautomatisierung, Stationskommunikation und energiewirtschaftliche Datenaustauschformate.
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IEC 62443 ist eine internationale Normenreihe für die Cybersicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme. Gemeint sind Systeme, die technische Prozesse überwachen, steuern oder absichern, etwa Netzleitsysteme, Schutz- und Steuergeräte in Umspannwerken, Kraftwerksleittechnik, industrielle Steuerungen,
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Imbalance Settlement Period bezeichnet das Zeitintervall, für das Abweichungen zwischen geplantem und tatsächlichem Verhalten eines Bilanzkreises festgestellt und finanziell abgerechnet werden. In diesem Intervall werden Fahrpläne, Handelspositionen, prognostizierte Einspeisungen und erwartete Entnahmen mit den gemesse
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iMSys steht für intelligentes Messsystem und bezeichnet im deutschen Strommesswesen die Kombination aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway. Die moderne Messeinrichtung misst Strombezug oder Stromeinspeisung digital. Das Smart-Meter-Gateway ergänzt diese Messung um eine gesicherte Kommunikation
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Incident Response bezeichnet die vorbereitete, organisierte und dokumentierte Reaktion auf einen Sicherheitsvorfall. Im engeren Sinn geht es um Vorfälle in IT- und OT-Systemen, also um Server, Netzwerke, Anwendungen, Identitäten, Leittechnik, Fernwirkverbindungen, Automatisierungssysteme und die Kommunikation zwischen
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Die **Inertia Constant**, auf Deutsch meist **Trägheitskonstante**, gibt an, wie viel kinetische Energie in der rotierenden Masse einer elektrischen Maschine im Verhältnis zu ihrer Nennleistung gespeichert ist. Sie wird üblicherweise mit **H** bezeichnet und in Sekunden angegeben. Ein Generator mit einer Trägheitskonst
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Inselbetrieb bezeichnet den Betrieb eines Stromnetzes, eines Netzabschnitts oder eines Microgrids ohne elektrische Verbindung zum übergeordneten Verbundnetz. Erzeugung und Verbrauch müssen in diesem Zustand innerhalb der Insel ausgeglichen werden. Frequenz, Spannung, Schutztechnik und Netzstabilität werden nicht mehr d
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Ein Inselnetz ist ein Stromnetz oder ein abgegrenzter Netzabschnitt, der ohne elektrische Verbindung zu einem größeren Verbundnetz betrieben wird. Es muss seinen Bedarf an elektrischer Energie, die momentane Leistungsbilanz, die Spannung und die Frequenz innerhalb der eigenen Grenzen stabil halten. Ein Inselnetz kann d
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Inside Information im Energiemarkt bezeichnet nicht öffentlich bekannte Informationen, die den Preis von Energiegroßhandelsprodukten erheblich beeinflussen könnten. Dazu gehören etwa Kraftwerksausfälle, Netzengpässe oder Verfügbarkeiten großer Anlagen.
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Installierte Leistung bezeichnet die technische Nennleistung einer Anlage oder eines Anlagenbestands. Sie gibt an, welche maximale elektrische Leistung unter definierten Bedingungen bereitgestellt oder aufgenommen werden kann. Bei Kraftwerken, Windparks, Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, Elektrolyseuren oder groß
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Instandhaltung bezeichnet alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, mit denen Anlagen in einem funktionsfähigen, sicheren und wirtschaftlich vertretbaren Zustand gehalten oder nach einer Störung wieder in diesen Zustand gebracht werden. Im Stromsystem betrifft das Kraftwerke, Umspannwerke, Transformatoren, Leit
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Ein intelligentes Messsystem ist im deutschen Stromsystem die Verbindung aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway. Die moderne Messeinrichtung misst Stromverbrauch oder Stromeinspeisung digital. Das Smart-Meter-Gateway stellt die gesicherte Kommunikation mit berechtigten Marktakteuren her. Erst
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Ein Interkonnektor ist eine grenzüberschreitende Verbindung zwischen zwei Übertragungsnetzen oder Marktgebieten. Im deutschen Sprachgebrauch wird dafür auch der Begriff Kuppelleitung verwendet. Über einen Interkonnektor können elektrische Energie und elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) zwischen Ländern ausge
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Intraday-Handel bezeichnet den kurzfristigen Handel von Strom innerhalb des laufenden oder unmittelbar bevorstehenden Liefertages. Gehandelt wird also nach dem Handelsschluss des [Day-Ahead-Markts](/glossar/day-ahead-markt.html) und vor der tatsächlichen Lieferung. Marktteilnehmer nutzen den Intraday-Markt, um ihre Str
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Der Intraday-Markt ist der kurzfristige Strommarkt für Lieferungen innerhalb des laufenden oder unmittelbar bevorstehenden Liefertages. Dort kaufen und verkaufen Marktteilnehmer Strom, nachdem die Ergebnisse des [Day-Ahead-Markts](/glossar/day-ahead-markt.html) bereits feststehen, aber bevor die physische Lieferung erf
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Inverter Loading Ratio bezeichnet das Verhältnis zwischen der installierten Gleichstromleistung der Photovoltaikmodule und der Wechselstromleistung der Wechselrichter einer Photovoltaikanlage. Eine Anlage mit 120 Megawatt installierter Modulleistung und 100 Megawatt Wechselrichterleistung hat eine Inverter Loading Rati
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Island Mode, auf Deutsch Inselbetrieb, bezeichnet den Betrieb eines elektrischen Systems ohne wirksame Verbindung zum übergeordneten öffentlichen Stromnetz. Ein Gebäude, ein Industriegelände, ein Krankenhaus, ein Campus, ein [Microgrid](/glossar/microgrid.html) oder ein abgetrennter Netzabschnitt wird dabei zeitweise a
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Ein Isolator ist ein Bauteil, das einen elektrischen Leiter mechanisch hält oder von anderen leitfähigen Teilen trennt, ohne im normalen Betrieb selbst Strom zu führen. Im Stromnetz sorgt er dafür, dass eine unter Spannung stehende Leitung nicht mit Mast, Erde, Gehäuse, Traverse, Sammelschiene oder benachbarten Leitern
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IT-Sicherheit bezeichnet den Schutz informationstechnischer Systeme, Daten und Kommunikationswege vor Ausfall, Manipulation, Missbrauch und unbefugtem Zugriff. Gemeint sind Server, Netzwerke, Anwendungen, Identitäten, Schnittstellen, Endgeräte und die organisatorischen Verfahren, mit denen diese Technik betrieben wird.
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Die Jahresarbeitszahl beschreibt, wie viel nutzbare Wärme eine Wärmepumpe innerhalb eines Jahres im Verhältnis zu der dafür eingesetzten elektrischen Energie bereitstellt. Eine Jahresarbeitszahl von 4 bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom werden über das Jahr gerechnet vier Kilowattstunden Wärme für Heizung oder War
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Der Jahresnutzungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen der über ein Jahr nutzbar abgegebenen Energie und der im selben Zeitraum zugeführten Energie. Er wird meist als Prozentwert angegeben. Wird einer Anlage über ein Jahr beispielsweise Brennstoff mit einem Energieinhalt von 10.000 Kilowattstunden zugeführt und lief
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Just Transition bezeichnet die sozial gerechte Gestaltung des Übergangs von einer fossil geprägten Wirtschafts- und Energieordnung zu einer klimaneutralen Wirtschaftsweise. Der Begriff stammt aus arbeits- und gewerkschaftspolitischen Debatten und verbindet Klimaschutz mit Fragen von Beschäftigung, Qualifizierung, regio
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Kabelsalat bezeichnet eine elektrische, elektronische oder informationstechnische Installation, in der Leitungen zwar noch ihre jeweilige Funktion erfüllen, die Ordnung der Verbindungen aber so weit verloren gegangen ist, dass Wartung, Fehlersuche, Erweiterung oder sichere Außerbetriebnahme erschwert werden. Der Begrif
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Kalenderalterung bezeichnet die Alterung einer Batterie durch den Ablauf von Zeit. Sie tritt auch dann auf, wenn die Batterie kaum geladen oder entladen wird. Gemeint sind chemische und physikalische Veränderungen in den Zellen, die Kapazität verringern, den Innenwiderstand erhöhen oder die nutzbare Leistung einschränk
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Kälteleistung bezeichnet die Wärmemenge pro Zeiteinheit, die einem Raum, einem Prozess, einem Gerät oder einem Medium entzogen wird. Sie wird in Watt, Kilowatt oder Megawatt angegeben und ist damit eine Leistungsgröße. Physikalisch wird dabei keine „Kälte“ erzeugt. Eine Kältemaschine, Klimaanlage oder reversible Wärmep
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Ein Kältemittel ist das Arbeitsmedium in einer Wärmepumpe, Kälteanlage oder Klimaanlage. Es transportiert Wärme, indem es bei niedriger Temperatur verdampft, anschließend verdichtet wird, bei höherer Temperatur wieder kondensiert und danach über ein Expansionsorgan entspannt wird. Dieser Kreislauf nutzt aus, dass beim
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Kaltreserve bezeichnet Kraftwerkskapazität, die außerhalb des laufenden Strommarkts und außerhalb des normalen Einsatzplans vorgehalten wird, aber bei besonderen Knappheits- oder Sicherheitslagen wieder aktiviert werden kann. „Kalt“ bedeutet dabei, dass die Anlage nicht im laufenden Betrieb steht und auch nicht in eine
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Der Kannibalisierungseffekt bezeichnet im Strommarkt den Preis- und Erlöseffekt, der entsteht, wenn viele Anlagen derselben Erzeugungstechnologie zur gleichen Zeit Strom einspeisen und dadurch den Marktpreis in genau diesen Stunden senken. Die Anlagen verdrängen mit ihrer zusätzlichen Einspeisung teurere Kraftwerke aus
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Der Kannibalisierungseffekt, englisch Cannibalization Effect, bezeichnet im Strommarkt den Effekt, dass zusätzliche Erzeugung einer Technologie den durchschnittlichen Erlöswert genau dieser Technologie senken kann. Er tritt besonders bei wetterabhängigen erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windenergie auf, weil
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Kapazität bezeichnet im Stromsystem die Fähigkeit einer Anlage, eines Netzes, eines Speichers oder eines Anschlusses, eine bestimmte elektrische Leistung bereitzustellen, aufzunehmen, zu transportieren oder über eine bestimmte Zeit vorzuhalten. Der Begriff ist deshalb nur eindeutig, wenn angegeben wird, welche Art von
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Kapazitätsangemessenheit bezeichnet die Frage, ob in einem Stromsystem langfristig ausreichend verlässliche Ressourcen verfügbar sind, um die Stromnachfrage auch in angespannten Situationen mit einem gesellschaftlich akzeptierten Restrisiko zu decken. Der Begriff beschreibt keine einzelne Anlage, keine Momentaufnahme u
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Kapazitätsberechnung bezeichnet im grenzüberschreitenden Stromhandel die Ermittlung, wie viel Übertragungskapazität zwischen Preiszonen dem Markt sicher zur Verfügung gestellt werden kann. Gemeint ist in der Regel die sogenannte grenzüberschreitende oder zonenübergreifende Kapazität, also die handelbare Austauschmöglic
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Der Kapazitätsfaktor beschreibt, welchen Anteil der theoretisch maximal möglichen Stromerzeugung eine Anlage oder ein Anlagenpark in einem bestimmten Zeitraum tatsächlich erreicht. Er setzt die erzeugte Energiemenge ins Verhältnis zu der Energiemenge, die entstanden wäre, wenn die Anlage während des gesamten Zeitraums
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Ein Kapazitätsmarkt ist ein organisierter Mechanismus im Stromsystem, bei dem die verlässliche Bereitstellung von Leistung vergütet wird. Bezahlt wird dabei nicht die tatsächlich gelieferte Strommenge in Kilowattstunden, sondern die Fähigkeit, zu einem festgelegten Zeitpunkt oder in definierten Knappheitssituationen Le
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Kapazitätsmarkt-Design bezeichnet die konkrete Regelarchitektur, mit der ein Kapazitätsmarkt organisiert wird. Ein Kapazitätsmarkt vergütet nicht die erzeugte Strommenge in Kilowattstunden, sondern die verlässlich verfügbare Leistung in Kilowatt oder Megawatt. Das Design legt fest, wer Kapazität beschaffen muss, welche
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Ein Kapazitätsmechanismus ist ein regulatorisches Instrument, mit dem im Stromsystem die Verfügbarkeit von Leistung organisiert und vergütet wird. Bezahlt wird dabei nicht primär die erzeugte Strommenge in Kilowattstunden, sondern die Fähigkeit, zu bestimmten Zeiten verlässlich Leistung in Kilowatt oder Megawatt bereit
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Kapazitätsreserve bezeichnet elektrische Leistung, die außerhalb des normalen Strommarkts vorgehalten wird und nur in eng definierten Knappheitssituationen eingesetzt werden darf. Sie ist keine zusätzliche Stromerzeugung für den laufenden Markt, sondern eine Sicherheitsfunktion: Anlagen oder Lasten werden dafür vergüte
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Der Kapazitätswert beschreibt, welchen Beitrag eine Anlage, eine Technologie oder ein Portfolio zur Versorgungssicherheit leistet. Gemeint ist nicht die Strommenge, die über ein Jahr erzeugt wird, und auch nicht die auf dem Typenschild angegebene installierte Leistung. Der Kapazitätswert gibt an, wie viel Leistung in k
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Ein Kaskadeneffekt im Stromsystem ist eine Abfolge von Störungen, bei der ein erstes Ereignis weitere Ausfälle, Überlastungen oder Schutzabschaltungen auslöst und sich die Störung dadurch räumlich oder funktional ausbreitet. Gemeint ist keine beliebige „Kettenreaktion“, sondern ein Vorgang in einem elektrisch gekoppelt
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Eine Kaverne ist ein unterirdischer Hohlraum, der zur Speicherung von Gasen oder Flüssigkeiten genutzt werden kann. Im Energiesystem meint der Begriff meist künstlich geschaffene Speicherhohlräume in tief liegenden Salzformationen. Eine Salzkaverne entsteht, indem Wasser in eine geeignete Salzschicht oder einen Salzsto
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Kernenergie bezeichnet die Nutzung von Energie, die bei Kernspaltungsprozessen freigesetzt wird, zur Erzeugung von Wärme und daraus meist von Strom. In einem Kernkraftwerk spaltet ein Reaktor schwere Atomkerne, in der heutigen Praxis vor allem Uran-235 oder Plutonium-239. Die dabei entstehende Wärme erhitzt Wasser oder
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Kilowatt, Megawatt und Gigawatt sind Einheiten für elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html). Sie geben an, wie viel elektrische Energie pro Zeiteinheit umgesetzt wird. Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt, ein Megawatt entspricht 1.000 Kilowatt, ein Gigawatt entspricht 1.000 Megawatt. Im Stromsystem beschreiben die
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Die Kilowattstunde, abgekürzt kWh, ist eine Maßeinheit für Energie. Sie beschreibt die Energiemenge, die umgesetzt wird, wenn eine [Leistung](/glossar/leistung.html) von einem Kilowatt über eine Stunde wirkt. Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt. Läuft ein Gerät mit 1.000 Watt eine Stunde lang, verbraucht es eine Kilowat
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Der Klima- und Transformationsfonds, kurz KTF, ist ein Sondervermögen des Bundes, aus dem Programme für Klimaschutz, Energiewende, Gebäudesanierung, industrielle Transformation, Wasserstoff, Ladeinfrastruktur und weitere Maßnahmen finanziert werden. Er ist kein Fonds im privatwirtschaftlichen Sinn, der Kapital am Markt
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Klimabilanz bezeichnet die systematische Erfassung, Zuordnung und Bewertung von Treibhausgasemissionen, die durch ein Produkt, ein Unternehmen, eine Organisation, eine Dienstleistung, ein Projekt oder einen technischen Prozess verursacht werden. Sie beschreibt nicht einfach „wie klimafreundlich“ etwas ist, sondern legt
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Klimaneutraler Strom bezeichnet Strom, dessen zugeordnete Treibhausgaswirkung innerhalb einer klar benannten Bilanzgrenze auf null gebracht wird. Gemeint ist also keine physikalische Eigenschaft einzelner Elektronen, sondern eine bilanzielle Aussage: Für eine bestimmte Strommenge wird berechnet, welche Emissionen ihr z
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Klimaneutralität bedeutet, dass innerhalb einer klar abgegrenzten Einheit über einen festgelegten Zeitraum keine zusätzlichen Treibhausgase in der Atmosphäre verbleiben. Emissionen werden dabei nicht zwingend vollständig vermieden. Der Begriff erlaubt auch verbleibende Restemissionen, wenn diese durch dauerhaft wirksam
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Ein Knappheitspreis ist ein Strompreis, der entsteht, wenn die kurzfristig verfügbare Leistung aus Kraftwerken, Speichern, Importen und steuerbaren Lasten im Verhältnis zur Nachfrage knapp wird. Er beschreibt keinen beliebigen hohen Preis, sondern einen Preis, der den Wert einer zusätzlichen Kilowattstunde oder einer z
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Knappheitspreise sind hohe Strompreise in Marktzeiträumen, in denen verfügbare Erzeugung, Speicherentladung, Importmöglichkeiten oder flexible Nachfrage knapp im Verhältnis zur nachgefragten Strommenge sind. Sie entstehen nicht, weil Strom als physikalisches Gut knapp „gelagert“ wäre, sondern weil zu einem bestimmten Z
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Knotenpreise sind Strompreise für einzelne Netzknoten. Sie zeigen, welchen Wert eine zusätzliche Megawattstunde Strom an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt hat, wenn Erzeugungskosten, Nachfrage, Netzverluste und Netzengpässe gemeinsam berücksichtigt werden. International werden solche Preise meist a
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Kobalt ist ein metallischer Rohstoff, der in bestimmten Lithium-Ionen-Batterien als Bestandteil der Kathode eingesetzt wird. In Batteriezellen kommt Kobalt nicht als reines Metall vor, sondern in chemisch gebundener Form, meist in Oxiden, die zusammen mit anderen Metallen die positive Elektrode bilden. Seine Funktion l
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Ein Kombikraftwerk ist ein koordinierter Verbund aus unterschiedlichen Erzeugungsanlagen, Speichern und gegebenenfalls flexiblen Verbrauchern, der gemeinsam geplant, gesteuert oder vermarktet wird. Im Stromsystem soll ein solcher Verbund nach außen verlässlicher wirken als die einzelne Anlage: Er kann Leistung bereitst
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Kommunale Wärmeplanung bezeichnet die systematische Planung, wie eine Stadt oder Gemeinde künftig mit Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme versorgt werden soll. Sie untersucht, wo heute wie viel Wärme verbraucht wird, welche Gebäude und Nutzungen dahinterstehen, welche Netze bereits vorhanden sind, welche erneuerbare
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Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt, das Betreiber von Strom- und Gasnetzen an Gemeinden zahlen, weil sie öffentliche Straßen, Wege und Plätze für Leitungen nutzen dürfen. Im Stromsystem betrifft sie vor allem das örtliche Verteilnetz: Kabel liegen unter kommunalen Flächen, Trafostationen stehen im Gemeindegebiet, Ha
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Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK, bezeichnet die gleichzeitige Erzeugung von Strom und nutzbarer Wärme in einer technischen Anlage. Bei der Stromerzeugung entsteht fast immer Wärme. In einem reinen Kraftwerk wird ein großer Teil dieser Wärme über Kühltürme, Flüsse oder Luftkühler abgeführt. Eine KWK-Anlage nutzt diese Wä
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Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, kurz KWKG, ist ein deutsches Förder- und Ordnungsgesetz für Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung sowie für bestimmte Wärme- und Kältenetze und Speicher. Es legt fest, unter welchen Bedingungen Betreiber von KWK-Anlagen Zuschläge erhalten, wie diese Zuschläge abgewickelt werden und welche Anla
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Ein Kraftwerk ist eine technische Anlage, die elektrische Energie erzeugt und in das Stromsystem einspeist. Dazu wird eine Primärenergiequelle oder eine bereits gespeicherte Energieform in Strom umgewandelt. Kohle-, Gas-, Kern-, Biomasse-, Wasser-, Wind- und Solaranlagen werden deshalb alle als Kraftwerke bezeichnet, o
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Kraftwerkseinsatz bezeichnet die Entscheidung, welche Erzeugungsanlagen zu welchem Zeitpunkt Strom erzeugen, mit welcher Leistung sie fahren und welche Anlagen bereitstehen, ohne gerade einzuspeisen. Im Stromsystem ist diese Entscheidung notwendig, weil Erzeugung und Verbrauch in jedem Moment ausgeglichen sein müssen.
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Kraftwerkseinsatzplanung bezeichnet die Entscheidung, welche Kraftwerke oder Erzeugungseinheiten zu welchem Zeitpunkt mit welcher Leistung betrieben, angefahren, heruntergefahren oder in Bereitschaft gehalten werden. Sie übersetzt technische Möglichkeiten, wirtschaftliche Erwartungen und systemische Anforderungen in ko
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Der Kraftwerkspark bezeichnet die Gesamtheit der Stromerzeugungsanlagen innerhalb einer festgelegten Systemgrenze. Diese Systemgrenze kann ein Land, eine Preiszone, ein Netzgebiet, ein Bilanzkreis, ein Unternehmen oder ein technisch abgegrenzter Versorgungsraum sein. Gemeint ist nicht nur eine Liste einzelner Kraftwerk
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Kreislaufwirtschaft bezeichnet eine Wirtschaftsweise, in der Produkte, Komponenten und Materialien so gestaltet, genutzt und behandelt werden, dass ihr Wert möglichst lange erhalten bleibt. Dazu gehören langlebige Produkte, Reparatur, Wiederverwendung, Wiederaufarbeitung, Ersatzteilverfügbarkeit, Rücknahme, sortenreine
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Kritische Infrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Anlagen, Netze, Dienste und organisatorische Abläufe, deren Ausfall erhebliche Störungen für das Gemeinwesen, die Wirtschaft, die öffentliche Sicherheit oder die Versorgung der Bevölkerung auslösen kann. Der Begriff beschreibt also nicht nur besonders große technische A
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Kritische Infrastruktur, häufig als KRITIS abgekürzt, bezeichnet Organisationen, Anlagen, Netze, Dienste und Einrichtungen, deren Ausfall oder erhebliche Beeinträchtigung die öffentliche Sicherheit, die Versorgung der Bevölkerung oder die Funktionsfähigkeit von Staat und Wirtschaft ernsthaft gefährden kann. Im Stromsys
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Kritische Rohstoffe sind Rohstoffe, die für wirtschaftliche Funktionen, Infrastruktur oder strategische Technologien eine hohe Bedeutung haben und deren Versorgung zugleich mit erhöhten Risiken verbunden ist. Im Stromsystem betrifft das vor allem Materialien für Batterien, Windkraftanlagen, Photovoltaik, [Stromnetze](/
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Kühlgradtage sind eine wetterbezogene Kennzahl, die beschreibt, wie stark und wie lange die Außentemperatur über einer festgelegten Basistemperatur liegt. Sie werden verwendet, um den temperaturabhängigen Kühlbedarf von Gebäuden, Quartieren oder ganzen Regionen vergleichbar zu machen. Die Kennzahl sagt nicht unmittelba
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Eine Kundenanlage ist im deutschen Energiewirtschaftsrecht eine Energieanlage, über die Strom oder Gas an mehrere Letztverbraucher abgegeben werden kann, ohne dass diese Anlage als reguliertes Energieversorgungsnetz behandelt wird. Der Begriff beschreibt also keine bestimmte technische Bauform, sondern eine rechtliche
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Kurzfristige Speicher sind Energiespeicher, die elektrische Energie über Sekunden, Minuten oder wenige Stunden aufnehmen und wieder abgeben. Ihr Einsatzprofil ist auf schnelle Reaktion, hohe Leistungsänderungen und häufige Lade- und Entladevorgänge ausgelegt. Der Begriff beschreibt daher weniger eine einzelne Technolog
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Ein Kurzschluss ist ein elektrischer Fehler, bei dem zwei Punkte mit unterschiedlichem elektrischem Potenzial über einen sehr kleinen Widerstand miteinander verbunden werden. Der Strom nimmt dann einen Weg, für den die Anlage nicht ausgelegt ist. Weil der begrenzende Widerstand im Fehlerpfad gering ist, können in sehr
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Der Kurzschlussbeitrag oder Kurzschlussstrombeitrag bezeichnet den Anteil, den eine elektrische Anlage im Fehlerfall zum Kurzschlussstrom an einem bestimmten Punkt des Netzes liefert. Gemeint ist also nicht der gesamte Fehlerstrom im Netz, sondern der Beitrag einer Quelle oder Anlage zu diesem Strom. Solche Quellen kön
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Kurzschlussleistung ist die rechnerische elektrische Leistung, die ein Stromnetz an einem bestimmten Netzknoten im Kurzschlussfall bereitstellen kann. Sie beschreibt damit die elektrische Stärke dieses Punktes im Netz. Angegeben wird sie meist in Megavoltampere oder Gigavoltampere. Technisch ergibt sie sich aus der Nen
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Kurzschlussstrom ist der elektrische Strom, der bei einem elektrischen Fehler über einen sehr kleinen Widerstand fließt, zum Beispiel wenn zwei Leiter miteinander in Kontakt geraten oder ein Leiter eine geerdete Anlagenteile berührt. Weil der Strom nicht mehr durch den vorgesehenen Verbraucher begrenzt wird, kann er ei
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Kurzschlussstrombegrenzung bezeichnet technische und betriebliche Maßnahmen, mit denen der Strom begrenzt wird, der bei einem Fehler im Stromnetz fließt. Ein Kurzschluss entsteht, wenn Leiter mit unterschiedlichem elektrischem Potenzial unbeabsichtigt miteinander verbunden werden, etwa durch Isolationsfehler, beschädig
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KWK steht für Kraft-Wärme-Kopplung. Gemeint ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und nutzbarer Wärme in einer Anlage. Eine KWK-Anlage nutzt die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, nicht als bloße Abwärme, sondern führt sie einem Wärmenetz, einem Gebäude, einem Industrieprozess oder einer anderen Wärmesenke
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Ladeinfrastruktur bezeichnet die technischen, elektrischen, digitalen und organisatorischen Einrichtungen, mit denen Elektrofahrzeuge mit Strom versorgt werden. Dazu gehören Ladepunkte, Ladestationen, Wallboxen, Schnellladesäulen, Netzanschlüsse, Schutz- und Messeinrichtungen, Abrechnungssysteme, Kommunikationsschnitts
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Die Ladekurve beschreibt den zeitlichen Verlauf der Ladeleistung während eines Ladevorgangs. Bei Elektrofahrzeugen, stationären Batteriespeichern und anderen wiederaufladbaren Speichern zeigt sie, mit welcher Leistung eine Batterie zu welchem Zeitpunkt oder bei welchem Ladezustand geladen wird. Sie ist keine feste Eige
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Ladeleistung bezeichnet die elektrische Leistung, mit der Energie in einen Speicher übertragen wird. Bei Elektrofahrzeugen beschreibt sie, wie viele Kilowatt zu einem bestimmten Zeitpunkt vom Ladepunkt über die Leistungselektronik in die Fahrzeugbatterie fließen können. Die Ladeleistung ist damit eine Momentangröße. Si
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Ein Ladepark ist ein räumlich zusammenhängender Standort mit mehreren Ladepunkten für Elektrofahrzeuge. Er kann aus wenigen Ladepunkten auf einem Supermarktparkplatz bestehen oder aus einem großen Schnellladestandort an einer Autobahn, einem Betriebshof, einem Logistikzentrum oder einem Parkhaus. Der Begriff beschreibt
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Ein Ladepunkt ist die technische und rechtliche Einheit, an der ein Elektrofahrzeug zur selben Zeit geladen werden kann. Maßgeblich ist also nicht, wie viele Säulen, Gehäuse oder Parkplätze sichtbar sind, sondern wie viele Fahrzeuge gleichzeitig angeschlossen und mit elektrischer Energie versorgt werden können. Eine La
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Der Ladezustand, englisch State of Charge und häufig als SoC abgekürzt, beschreibt, welcher Anteil der nutzbaren Speicherkapazität eines Speichers zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar ist. Bei Batterien wird er meist in Prozent angegeben. Ein Ladezustand von 60 Prozent bedeutet, dass der Speicher nach der jeweiligen
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LAES steht für Liquid Air Energy Storage. Ein Flüssigluftspeicher speichert Energie, indem Luft mit elektrischer Energie stark abgekühlt und verflüssigt wird. Die flüssige Luft wird in isolierten Tanks gelagert. Wenn wieder Strom benötigt wird, wird sie erwärmt, verdampft und expandiert. Der entstehende Druck treibt ei
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Langfristige Speicher sind Energiespeicher, die Energie über Wochen, Monate oder saisonale Zeiträume aufnehmen und später wieder nutzbar machen. Im Stromsystem dienen sie dazu, längere Abweichungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch auszugleichen, etwa wenn im Sommer große Solarüberschüsse entstehen oder im Win
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Langzeitspeicher sind Speicher, die Energie nicht nur für Minuten oder Stunden, sondern über mehrere Tage, Wochen oder saisonale Zeiträume aufnehmen und später wieder bereitstellen können. Im Stromsystem bezeichnen sie vor allem Technologien und Infrastrukturen, die längere Phasen mit wenig erneuerbarer Erzeugung überb
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Last bezeichnet im Stromsystem die elektrische Leistung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt von Verbrauchern aus dem Netz entnommen wird. Sie wird in Watt, Kilowatt, Megawatt oder Gigawatt angegeben und beschreibt eine momentane Inanspruchnahme des Stromsystems. Wenn ein Gerät mit 2 Kilowatt eingeschaltet ist, verursach
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Lastabwurf bezeichnet die gezielte Verringerung oder Abschaltung von elektrischer Last, also von Stromverbrauchern, um die Stabilität des Stromsystems zu erhalten oder wiederherzustellen. Der Begriff meint keine allgemeine Stromsparmaßnahme und auch keine zufällige Versorgungsunterbrechung, sondern einen Eingriff in de
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Lastfluss bezeichnet die Verteilung elektrischer Leistung in einem Stromnetz zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Begriff beschreibt, über welche Leitungen, Transformatoren und Netzabschnitte elektrische Leistung tatsächlich fließt und wie stark diese Betriebsmittel dadurch belastet werden. Ein Lastfluss entsteht aus der
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Lastflussberechnung bezeichnet die rechnerische Bestimmung, wie sich elektrische Leistung in einem Stromnetz verteilt. Sie beschreibt für einen bestimmten Netzzustand, welche Wirk- und Blindleistungen über Leitungen und Transformatoren fließen, welche Spannungen an den Netzknoten auftreten und ob Betriebsmittel innerha
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Lastflussrechnung bezeichnet die Berechnung von Spannungen, Strömen sowie Wirk- und Blindleistungsflüssen in einem elektrischen Netz für einen bestimmten Betriebszustand. Sie beantwortet nicht die Frage, wie viel Strom insgesamt erzeugt oder verbraucht wird, sondern wie sich elektrische Leistung unter gegebenen Bedingu
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Der Lastgang beschreibt den zeitlichen Verlauf der elektrischen Leistungsaufnahme oder Einspeisung. Er zeigt, zu welchem Zeitpunkt ein Verbraucher, eine Anlage, ein Netzgebiet oder ein Bilanzkreis wie viel elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) bezogen oder abgegeben hat. In der Praxis wird ein Lastgang häufig
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Lastgangmessung bezeichnet die zeitlich aufgelöste Erfassung von Stromverbrauch oder Stromeinspeisung in festen Messintervallen. Gemessen wird also nicht nur, wie viele Kilowattstunden innerhalb eines Monats oder Jahres bezogen oder eingespeist wurden, sondern wann diese Energiemengen angefallen sind. Das Ergebnis ist
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Lastmanagement bezeichnet die gezielte Beeinflussung elektrischer Verbraucher, damit sich ihre Leistungsaufnahme zeitlich, mengenmäßig oder in ihrer Höhe verändert. Gemeint ist also nicht der gesamte [Stromverbrauch](/glossar/stromverbrauch.html) eines Haushalts, einer Fabrik oder einer Volkswirtschaft, sondern die Fra
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Ein Lastprofil beschreibt den zeitlichen Verlauf der elektrischen Nachfrage. Es zeigt, zu welchen Zeitpunkten ein Verbraucher, eine Verbrauchergruppe, ein Netzgebiet oder ein gesamtes Stromsystem welche elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) aus dem Netz entnimmt oder in manchen Fällen einspeist. Die reine Ener
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Eine Lastprognose ist die Vorhersage der elektrischen Nachfrage für einen zukünftigen Zeitraum. Sie beschreibt, wie viel elektrische Leistung zu bestimmten Zeitpunkten voraussichtlich aus dem Stromsystem entnommen wird. Eine Lastprognose kann sich auf einen einzelnen Haushalt, einen Gewerbebetrieb, eine Industrieanlage
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Lastspitze bezeichnet den höchsten Leistungsbezug oder die höchste elektrische Nachfrage innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Sie beschreibt also den Moment oder das Messintervall, in dem besonders viel elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) gleichzeitig benötigt wird. Angegeben wird eine Lastspitze in Kilow
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Lastverschiebung bezeichnet die gezielte zeitliche Verlagerung von Stromverbrauch innerhalb eines technisch, wirtschaftlich oder organisatorisch zulässigen Zeitfensters. Die nachgefragte Energiedienstleistung bleibt dabei im Grundsatz erhalten: Ein Elektroauto ist morgens geladen, ein Gebäude bleibt innerhalb vereinbar
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Laufzeitverlängerung bezeichnet die politische, rechtliche oder betriebliche Entscheidung, ein Kraftwerk länger am Netz zu halten, als es nach bisheriger Planung, Genehmigung oder gesetzlicher Regelung vorgesehen war. Im deutschen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff meist auf Kernkraftwerke, kann aber auch bei Kohl
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LCOE steht für Levelized Cost of Electricity und bezeichnet die über die Lebensdauer einer Stromerzeugungsanlage gemittelten Stromgestehungskosten. Die Kennzahl drückt aus, welche Kosten pro erzeugter Stromeinheit anfallen, wenn Investition, Finanzierung, Betrieb, Wartung, Brennstoff und erwartete Erzeugung auf einen g
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LCOH steht für Levelized Cost of Hydrogen und bezeichnet die über die Lebensdauer einer Erzeugungsanlage gemittelten Kosten für Wasserstoff. Die Kennzahl setzt die abgezinsten Gesamtkosten einer Anlage ins Verhältnis zur abgezinsten erzeugten Wasserstoffmenge. Üblich ist die Angabe in Euro pro Kilogramm Wasserstoff ode
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Lebenszyklusanalyse bezeichnet die systematische Untersuchung von Umweltwirkungen über den gesamten Lebensweg eines Produkts, einer Anlage, einer Infrastruktur oder einer Dienstleistung. Betrachtet werden Rohstoffgewinnung, Verarbeitung, Herstellung, Transport, Bau, Betrieb, Wartung, Ersatz von Komponenten, Rückbau, Re
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Leerlaufverlust bezeichnet die Verlustleistung eines elektrischen Betriebsmittels, die bereits entsteht, wenn das Betriebsmittel unter Spannung steht, aber keine oder nur eine sehr geringe Nutzleistung abgibt. Der Begriff wird vor allem bei Transformatoren verwendet. Ein Transformator im Leerlauf überträgt auf der Seku
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Leistung bezeichnet die momentane Bereitstellung, Übertragung oder Abnahme von Energie pro Zeiteinheit. Im Stromsystem wird sie in Watt gemessen, meist in Kilowatt, Megawatt oder Gigawatt. Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt, ein Megawatt 1.000 Kilowatt, ein Gigawatt 1.000 Megawatt. Leistung beschreibt damit nicht, wie
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Leistungsdichte bezeichnet die Leistung, die ein technisches System bezogen auf seine Masse, sein Volumen oder in manchen Anwendungen seine Fläche bereitstellen oder aufnehmen kann. Sie beschreibt also nicht, wie viel Energie insgesamt vorhanden ist, sondern wie schnell ein Gerät, Speicher oder Wandler Energie umsetzen
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Leistungselektronik bezeichnet elektronische Schaltungen und Geräte, die elektrische Energie bei relevanten Leistungen umformen, steuern oder schalten. Sie arbeitet nicht mit kleinen Informationssignalen, sondern mit Strömen und Spannungen, die unmittelbar für Erzeugung, Verbrauch, Speicherung oder Netzbetrieb relevant
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Der Leistungsfaktor beschreibt bei Wechselstrom, welcher Anteil der aufgenommenen elektrischen Scheinleistung als Wirkleistung nutzbar umgesetzt wird. Er ist das Verhältnis von [Wirkleistung](/glossar/wirkleistung.html) zu [Scheinleistung](/glossar/scheinleistung.html) und wird dimensionslos angegeben. Ein Leistungsfak
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Ein Leistungsschalter ist ein elektrisches Schaltgerät, das einen Stromkreis im normalen Betrieb, unter Last und bei schweren Fehlern wie einem [Kurzschluss](/glossar/kurzschluss.html) sicher unterbrechen kann. Er verbindet die Schaltfunktion mit einer hohen Abschaltfähigkeit: Er trennt nicht nur einen Leiter elektrisc
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Leittechnik bezeichnet im Stromsystem die technischen Einrichtungen und Verfahren, mit denen Netze, Umspannwerke, Erzeugungsanlagen, Speicher und größere Verbrauchsanlagen überwacht, gesteuert und teilweise automatisiert betrieben werden. Sie verbindet Messung, Datenübertragung, Zustandsanzeige, Schaltbefehle, Sollwert
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Leitungsauslastung beschreibt, wie stark eine elektrische Leitung im Verhältnis zu ihrer zulässigen Belastbarkeit beansprucht wird. Gemeint ist der tatsächliche oder prognostizierte elektrische Fluss über ein Betriebsmittel, meist ausgedrückt als Prozentwert der zulässigen Stromstärke oder der zulässigen Scheinleistung
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Leitungstemperaturmonitoring bezeichnet die kontinuierliche oder regelmäßige Erfassung der thermischen Belastung einer Stromleitung im Betrieb. Gemeint ist meist die Temperatur von Leiterseilen einer Freileitung, teilweise auch die thermische Überwachung von Kabeln, Muffen oder anderen Betriebsmitteln. Die Messung kann
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Letztverantwortung bezeichnet die politische und institutionelle Verantwortung dafür, dass eine zentrale öffentliche Funktion auch dann gesichert bleibt, wenn normale Markt-, Vertrags- oder Betriebsmechanismen nicht ausreichen. Im Stromsystem betrifft der Begriff vor allem [Versorgungssicherheit](/glossar/versorgungssi
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Ein Letztverbraucher ist eine Person, ein Unternehmen oder eine sonstige Einrichtung, die Strom für den eigenen Verbrauch entnimmt und diese Strommenge nicht als Strom an andere weiterverkauft oder weiterverteilt. Entscheidend ist die Verwendung der Energie am Ende einer Lieferkette: Der Strom wird in Licht, Wärme, Bew
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Levelized Cost of Storage, kurz LCOS, bezeichnet die über die Lebensdauer eines Speichers gemittelten Kosten je abgegebener Energieeinheit. Gemeint ist also nicht der Preis einer Batterie, eines Pumpspeichers oder einer Wasserstoffanlage als Anlagegut, sondern die rechnerischen Kosten dafür, Strom aufzunehmen, zu speic
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LFP steht für Lithium-Eisenphosphat und bezeichnet eine Lithium-Ionen-Batteriechemie, bei der die Kathode aus Lithium-Eisenphosphat besteht. Die Abkürzung leitet sich aus der chemischen Formel LiFePO₄ ab. LFP-Zellen gehören damit zur Familie der Lithium-Ionen-Zellen, unterscheiden sich aber deutlich von Zellchemien wie
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Lichtbogenschutz bezeichnet technische, bauliche und organisatorische Maßnahmen, die Menschen und elektrische Anlagen vor den Wirkungen eines Störlichtbogens schützen. Ein Störlichtbogen ist ein unbeabsichtigter Lichtbogen zwischen leitfähigen Teilen oder zwischen einem aktiven Leiter und Erde. Dabei fließt Strom nicht
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Life Cycle Assessment, kurz LCA, bezeichnet die systematische Bewertung von Umweltwirkungen entlang des Lebenszyklus eines Produkts, einer Anlage, einer Dienstleistung oder eines technischen Prozesses. Im Deutschen wird häufig von Lebenszyklusanalyse oder Ökobilanz gesprochen. Gemeint ist eine Methode, die Umweltwirkun
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Liquidität beschreibt in einem Markt, wie leicht ein Produkt gekauft oder verkauft werden kann, ohne dass schon ein einzelnes Geschäft den Preis deutlich bewegt. Im Strommarkt bedeutet Liquidität, dass für ein bestimmtes Produkt zu einem bestimmten Zeitpunkt genügend Käufer und Verkäufer vorhanden sind, dass Angebote u
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LNG steht für Liquefied Natural Gas, auf Deutsch verflüssigtes Erdgas oder Flüssigerdgas. Gemeint ist Erdgas, das durch starke Abkühlung in einen flüssigen Zustand gebracht wird. Dafür wird es auf etwa minus 162 Grad Celsius gekühlt. Sein Volumen sinkt dabei auf ungefähr ein Sechshundertstel des gasförmigen Zustands. D
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Location-Based und Market-Based Accounting sind zwei Methoden, mit denen Unternehmen die Treibhausgasemissionen aus eingekauftem Strom in ihrer Klimabilanz ausweisen. Beide Verfahren gehören zur Bilanzierung von Scope-2-Emissionen, also zu Emissionen aus bezogener Energie, die nicht am Standort des Unternehmens selbst
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Locational Marginal Pricing, kurz LMP, bezeichnet den Preis für die zusätzliche Lieferung oder Entnahme einer weiteren Megawattstunde Strom an einem bestimmten Netzknoten. Der Begriff verbindet zwei Ebenen, die in vielen Strommarktdiskussionen getrennt behandelt werden: den kurzfristigen Ausgleich von Angebot und Nachf
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Ein Lock-in-Effekt bezeichnet eine Bindung an einen einmal eingeschlagenen technischen, wirtschaftlichen oder institutionellen Pfad, obwohl später andere Lösungen verfügbar oder vorteilhafter sein können. Im Stromsystem entsteht ein Lock-in, wenn Investitionen, Netze, Marktregeln, Verträge, Standards, Betriebsroutinen
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LOHC steht für Liquid Organic Hydrogen Carrier, auf Deutsch flüssiger organischer Wasserstoffträger. Gemeint ist eine organische Flüssigkeit, die Wasserstoff chemisch aufnehmen, transportieren, lagern und später wieder abgeben kann. Der Wasserstoff wird dabei nicht als Gas in einem Druckbehälter und nicht als tiefkalte
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Ein lokaler Flexibilitätsmarkt ist ein organisierter Beschaffungsmechanismus, über den räumlich wirksame [Flexibilität](/glossar/flexibilitaet.html) in einem abgegrenzten Netzgebiet angeboten, ausgewählt und vergütet wird. Nachfrager sind in der Regel Netzbetreiber, vor allem Verteilnetzbetreiber, wenn sie einen konkre
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LOLE steht für Loss of Load Expectation und bezeichnet eine probabilistische Kennzahl der Versorgungssicherheit. Sie gibt an, wie viele Stunden, Tage oder Ereignisse innerhalb eines betrachteten Zeitraums statistisch erwartet werden, in denen die verfügbare Erzeugung, Speicherleistung, Nachfrageflexibilität und Importm
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Long Duration Energy Storage bezeichnet Speichertechnologien, die elektrische Energie über längere Zeiträume verschieben können als typische Kurzzeitspeicher. Gemeint sind Speicher, die nicht nur Minuten oder wenige Stunden überbrücken, sondern längere Knappheitsphasen im Stromsystem abfedern können.
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Loop Flow bezeichnet einen physikalischen Stromfluss, der durch ein Netz oder Marktgebiet läuft, obwohl der dazugehörige Stromhandel in einem anderen Gebiet abgeschlossen wurde. Im Deutschen wird dafür meist der Begriff [Ringfluss](/glossar/ringfluss.html) verwendet. Der Begriff beschreibt keine besondere Stromart und
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Loop Flows sind Stromflüsse, die durch Handelsgeschäfte oder Erzeugungs- und Verbrauchssituationen in einer Gebotszone ausgelöst werden, aber teilweise über benachbarte Netze fließen. Sie zeigen, dass elektrische Lastflüsse nicht den vertraglichen Handelswegen folgen.
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Low Voltage Ride Through, kurz LVRT, bezeichnet die Fähigkeit einer Erzeugungsanlage, eines Speichers oder eines Wechselrichters, bei einem kurzfristigen Spannungseinbruch nicht sofort vom Netz zu gehen, sondern die Störung nach festgelegten Regeln zu durchfahren. Gemeint ist damit kein normaler Betrieb bei dauerhaft s
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Die MaLo-ID ist die eindeutige Identifikationsnummer einer Marktlokation. Sie dient dazu, Verbrauchs- oder Erzeugungsstellen in Marktkommunikation, Lieferantenwechsel, Bilanzierung und Abrechnung eindeutig zuzuordnen.
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Margin bezeichnet eine Sicherheitsleistung, die Marktteilnehmer für offene Handelspositionen hinterlegen müssen. Im Strom- und Gashandel betrifft das vor allem standardisierte Produkte an Börsen und über Clearingstellen abgewickelte Geschäfte. Die Margin soll sicherstellen, dass Verpflichtungen aus einem Handel auch da
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Ein Margin Call ist die Aufforderung einer Clearingstelle, Börse oder eines Brokers, zusätzliche Sicherheiten für offene Handelspositionen zu hinterlegen. Er entsteht, wenn sich der Marktwert einer Position verändert und die bisher hinterlegte Sicherheitsleistung nicht mehr ausreicht, um mögliche Ausfälle abzudecken. I
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Eine **Marginal Abatement Cost Curve**, kurz **MACC**, ist eine Darstellung von Klimaschutzmaßnahmen nach ihren spezifischen Vermeidungskosten und ihrem Emissionsminderungspotenzial. Sie zeigt, wie viel eine zusätzliche vermiedene Tonne CO₂ oder CO₂-Äquivalent kostet und welche Menge an Emissionen durch einzelne Maßnah
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Der marginale Emissionsfaktor beschreibt, wie viele Treibhausgasemissionen durch eine zusätzliche Kilowattstunde Stromverbrauch entstehen oder durch eine vermiedene Kilowattstunde Stromverbrauch entfallen. Er bezieht sich also nicht auf den gesamten Strommix, sondern auf die Veränderung am Rand des Systems: Welche Erze
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Margining bezeichnet die Pflicht, bei börslichen oder über eine zentrale Gegenpartei geclearten Handelsgeschäften Sicherheiten zu hinterlegen. Diese Sicherheiten dienen dazu, offene Verpflichtungen aus Handelsgeschäften abzusichern, wenn Preise sich verändern oder ein Marktteilnehmer ausfällt. Im Stromhandel ist Margin
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MARI ist die europäische Plattform für den grenzüberschreitenden Austausch von Regelarbeitsenergie aus mFRR, der manual Frequency Restoration Reserve. mFRR ist eine manuell aktivierte Frequenzwiederherstellungsreserve. Sie wird von Übertragungsnetzbetreibern eingesetzt, wenn Erzeugung und Verbrauch in einem Regelblock
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Mark-to-Market bezeichnet die laufende Bewertung offener Handelspositionen zu aktuellen Marktpreisen. Im Stromhandel wird damit ermittelt, welchen Wert ein bereits abgeschlossenes Geschäft heute hätte, wenn es zu den gegenwärtig beobachtbaren Preisen bewertet würde. Der ursprüngliche Vertragspreis bleibt rechtlich best
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Market Coupling bezeichnet ein Verfahren, mit dem Strommärkte verschiedener Preiszonen gemeinsam berechnet werden, damit verfügbare grenzüberschreitende Übertragungskapazitäten möglichst effizient genutzt werden. Kraftwerksangebote, Verbrauchsnachfrage und Netzkapazitäten zwischen Marktgebieten gehen dabei in eine geme
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Market Coupling Operator bezeichnet im europäischen Stromhandel die Funktion, Gebote aus mehreren Gebotszonen gemeinsam zu verarbeiten und dabei die verfügbaren grenzüberschreitenden Übertragungskapazitäten zu berücksichtigen. Gemeint ist damit keine klassische nationale Strombörse und auch kein Netzbetreiber, sondern
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Market Splitting bezeichnet die Aufteilung eines gekoppelten Strommarktes in unterschiedliche Preisgebiete, wenn die verfügbare Übertragungskapazität zwischen diesen Gebieten nicht ausreicht, um alle wirtschaftlich gewünschten Stromflüsse zu ermöglichen. In einem solchen Fall bildet sich nicht ein einheitlicher Marktpr
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Market Time Unit bezeichnet im Strommarkt die kleinste zeitliche Einheit, für die ein Marktprodukt gehandelt, ein Preis gebildet, ein Fahrplan nominiert oder eine Lieferung bilanziell zugeordnet wird. Der Begriff wird häufig mit MTU abgekürzt und lässt sich auf Deutsch als Marktzeiteinheit oder Handelszeiteinheit besch
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Ein Markt ist ein institutionell geregelter Mechanismus, der Angebot und Nachfrage über Preise, Mengen, Produkte und Teilnahmebedingungen koordiniert. Er besteht nicht einfach aus vielen Käufen und Verkäufen. Ein Markt legt fest, was genau gehandelt wird, wer handeln darf, welche Pflichten aus einem Geschäft entstehen,
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Ein Marktgebietsverantwortlicher ist eine Institution, die in einem definierten Marktgebiet zentrale Aufgaben der Bilanzierung, Abwicklung und Systemkoordination übernimmt. Der Begriff stammt vor allem aus dem Gasmarkt. Dort bezeichnet er die Stelle, die dafür sorgt, dass Ein- und Ausspeisungen bilanziell zusammengefüh
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Marktintegration bezeichnet im Stromsystem die Einbindung von Anlagen, Verbrauchern oder Speichern in Marktprozesse, bei denen Preise, Prognosen, Fahrpläne und Vermarktungsregeln ihr Verhalten beeinflussen. Der Begriff wird besonders häufig für erneuerbare Energien verwendet. Gemeint ist dann, dass Windenergieanlagen,
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Marktkommunikation bezeichnet den verbindlich standardisierten Datenaustausch zwischen den Marktrollen im Energiesystem. Im Strommarkt betrifft sie unter anderem Lieferanten, Verteilnetzbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber, Messstellenbetreiber, Bilanzkreisverantwortliche, Direktvermarkter und Dienstleister, die im Auf
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Eine Marktlokation ist die energiewirtschaftliche Einheit, an der Strom verbraucht oder erzeugt und bilanziell einem Marktakteur zugeordnet wird. Sie ist nicht zwingend identisch mit einem Zähler oder einem physischen Anschluss.
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Die Marktprämie ist ein Förderinstrument für Strom aus erneuerbaren Energien, das die Differenz zwischen einem gesetzlich oder durch Ausschreibung bestimmten Vergütungsniveau und dem am Markt erzielbaren Stromwert ausgleichen soll. Anlagenbetreiber verkaufen ihren Strom dabei grundsätzlich selbst oder über einen Dienst
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Der Markträumungspreis ist der Preis, zu dem in einer Stromauktion Angebot und Nachfrage zur Deckung gebracht werden. Er entsteht dort, wo die Gebote verkaufsbereiter Erzeuger und kaufbereiter Nachfrager zusammenpassen und die gehandelte Strommenge festgelegt wird. Im europäischen Strommarkt ist damit meist der Preis i
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Der Marktwert bezeichnet im Strommarkt den durchschnittlichen Erlös, den eine bestimmte Gruppe von Anlagen mit ihrer tatsächlichen Einspeisung an der Strombörse erzielt. Er wird meist in Euro je Megawattstunde oder Cent je Kilowattstunde angegeben. Für Windenergie und Photovoltaik ist er besonders wichtig, weil diese A
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Marktwert Solar bezeichnet den durchschnittlichen Erlöswert von Strom aus Photovoltaikanlagen am Strommarkt. Er wird nicht als einfacher Durchschnitt aller Börsenpreise berechnet, sondern nach der tatsächlichen Einspeisung von Solarstrom gewichtet. Stunden mit hoher Photovoltaik-Einspeisung zählen stärker als Stunden,
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Marktwert Wind bezeichnet den durchschnittlichen Marktpreis, den Strom aus Windenergieanlagen in den Stunden erzielt, in denen diese Anlagen tatsächlich einspeisen. Berechnet wird er nicht als einfacher Durchschnitt aller Börsenpreise, sondern als mengengewichteter Durchschnitt: Stunden mit viel Windstrom zählen stärke
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Der Marktwertfaktor ist eine dimensionslose Kennzahl, die den Marktwert einer Stromerzeugungstechnologie ins Verhältnis zum durchschnittlichen Strompreis eines Marktes setzt. Er beschreibt, ob der erzeugte Strom in den Stunden, in denen eine Technologie tatsächlich einspeist, eher höhere oder niedrigere Preise erzielt
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Mass Balance, auf Deutsch Massenbilanz, bezeichnet ein Nachweismodell für Lieferketten, bei dem nachhaltige und nicht nachhaltige Stoff- oder Energieströme innerhalb definierter Grenzen gemischt werden dürfen, die nachhaltige Menge aber rechnerisch nachvollziehbar bleibt. Physisch muss das nachhaltige Material also nic
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Materialeffizienz beschreibt, wie wenig Materialeinsatz nötig ist, um eine bestimmte Funktion dauerhaft, sicher und mit vertretbarem Aufwand zu erfüllen. Im Stromsystem geht es dabei nicht um Sparsamkeit als Selbstzweck, sondern um das Verhältnis zwischen eingesetzten Rohstoffen, technischer Leistung, Lebensdauer und S
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Materialintensität beschreibt, wie viel Material für eine bestimmte technische Funktion benötigt wird. Im Stromsystem kann damit gemeint sein, wie viele Kilogramm Kupfer pro Kilometer Leitung verbaut werden, wie viele Tonnen Stahl und Beton pro Megawatt Windleistung erforderlich sind, wie viel Silizium, Glas und Alumin
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Maximum Power Point Tracking, kurz MPPT, bezeichnet die fortlaufende Regelung des elektrischen Arbeitspunktes einer Photovoltaikanlage, damit ein Solarmodul, ein Modulstrang oder ein Gleichstromgenerator möglichst nahe an dem Punkt betrieben wird, an dem er die höchste elektrische Leistung abgibt. Dieser Punkt heißt Ma
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Merchant Risk bezeichnet das Erlösrisiko eines Stromerzeugungs- oder Speicherprojekts, wenn seine Einnahmen wesentlich von künftigen Marktpreisen abhängen. Ein Projekt mit Merchant Risk verkauft Strom ganz oder teilweise ohne feste Vergütung, ohne vollständige langfristige Preisabsicherung und ohne garantierten Abnahme
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Die Merit-Order ist die Reihenfolge, in der Stromerzeugungsanlagen nach ihren kurzfristigen Erzeugungskosten eingesetzt werden. Im Strommarkt werden dafür vor allem die [Grenzkosten](/glossar/grenzkosten.html) betrachtet, also die Kosten für die zusätzliche Erzeugung einer weiteren Megawattstunde Strom. Anlagen mit nie
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Der Merit-Order-Effekt bezeichnet die preissenkende Wirkung zusätzlicher Stromerzeugung mit niedrigen kurzfristigen Grenzkosten auf den Großhandelspreis für Strom. Er entsteht, wenn Anlagen wie Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen oder Laufwasserkraftwerke Strom zu sehr niedrigen variablen Kosten anbieten und dadurc
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Messdaten sind erfasste Werte über elektrische Energieflüsse, Leistungen, Zustände oder technische Größen im Stromsystem. Sie entstehen, wenn ein Messgerät oder Sensor eine physikalische Größe misst und diesen Wert einem Zeitpunkt, einem Ort, einer Anlage oder einem Marktakteur zuordnet. Im engeren Sinn meint der Begri
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Eine Messlokation ist die technische Stelle, an der Energieflüsse gemessen werden. Sie beschreibt den Messpunkt mit Zähler, Wandlern, Kommunikationsanbindung und Messaufgabe, nicht die marktliche Zuordnung der Energiemenge.
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Messstellenbetrieb bezeichnet die gesetzlich und technisch geregelte Aufgabe, Messstellen für Strom einzubauen, zu betreiben, zu warten, abzulesen und die Messwerte für die weiteren Markt- und Netzprozesse bereitzustellen. Gemeint ist also nicht bloß der Besitz eines Stromzählers im Keller oder im Zählerschrank. Messst
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Das Messstellenbetriebsgesetz, kurz MsbG, ist das zentrale deutsche Gesetz für den Betrieb von Strommessstellen und den Einbau digitaler Messtechnik. Es regelt, wer für Stromzähler verantwortlich ist, welche Geräte eingesetzt werden, wie Messwerte verarbeitet werden dürfen, welche Sicherheitsanforderungen gelten und wi
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Metering Point bezeichnet einen Messpunkt, an dem elektrische Energieflüsse gemessen, zeitlich erfasst und einer abrechnungs- oder marktseitigen Einheit zugeordnet werden. Im Stromsystem verbindet der Metering Point den physischen Vorgang, dass Strom über Leitungen fließt, mit der kaufmännischen und regulatorischen Fra
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Methanisierung bezeichnet die chemische Umwandlung von Wasserstoff und Kohlendioxid zu Methan. Im Energiesystem ist sie vor allem als nachgelagerter Schritt der [Elektrolyse](/glossar/elektrolyse.html) relevant: Strom wird zunächst genutzt, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten; anschließend reagiert der W
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Methanol ist eine einfache alkoholische Verbindung mit der chemischen Formel CH₃OH. Es ist bei normalen Umgebungsbedingungen flüssig, brennbar und giftig. Im Strom- und Energiesystem ist Methanol vor allem deshalb relevant, weil es als chemischer Grundstoff, flüssiger Energieträger, Wasserstoffderivat und Ausgangsstoff
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Methanpyrolyse ist ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff, bei dem Methan unter hoher Temperatur ohne Sauerstoffzufuhr in Wasserstoff und festen Kohlenstoff zerlegt wird. Die vereinfachte Reaktion lautet: CH₄ wird zu 2 H₂ und C. Anders als bei der klassischen Dampfreformierung entsteht der Kohlenstoff dabei nich
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Methanschlupf bezeichnet Methan, das bei Förderung, Aufbereitung, Transport, Speicherung oder Nutzung von Erdgas nicht verbrannt, abgeschieden oder technisch zurückgehalten wird, sondern unverändert in die Atmosphäre gelangt. Der Begriff umfasst kleine dauerhafte Leckagen ebenso wie größere Freisetzungen bei Wartung, S
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mFRR steht für manual Frequency Restoration Reserve. Gemeint ist eine Form der [Regelreserve](/glossar/regelreserve.html), die von Übertragungsnetzbetreibern aktiviert wird, wenn im Stromsystem ein Ungleichgewicht zwischen Einspeisung und Entnahme länger anhält oder nicht vollständig durch schnellere Reserven ausgeglic
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Ein Microgrid, auf Deutsch Mikronetz, ist ein räumlich begrenztes Stromsystem, das Erzeugungsanlagen, Speicher, steuerbare Verbraucher und Netztechnik innerhalb eines klar abgegrenzten Bereichs gemeinsam betreibt. Es kann mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sein und im Normalbetrieb Strom beziehen oder einspeisen.
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Mieterstrom bezeichnet Strom, der in räumlicher Nähe zu den Verbrauchern erzeugt und an Mieterinnen und Mieter geliefert wird, meist aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach oder an der Fassade eines Wohngebäudes. Der Strom wird nicht von den Bewohnern selbst erzeugt, sondern von einem Anlagenbetreiber, Vermieter, Die
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Ein Mikro-Wechselrichter ist ein kleiner [Wechselrichter](/glossar/wechselrichter.html), der den Gleichstrom eines einzelnen Photovoltaikmoduls oder weniger Module in netzkonformen Wechselstrom umwandelt. Er sitzt meist in unmittelbarer Nähe des Moduls, etwa am Montagesystem auf dem Balkon, auf einem Garagendach oder a
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Mindestbetriebszeit bezeichnet die Zeitspanne, über die eine Anlage nach dem Anfahren mindestens in Betrieb bleiben muss, bevor sie technisch zulässig, betrieblich vertretbar oder wirtschaftlich sinnvoll wieder abgeschaltet werden kann. Sie wird meist in Minuten oder Stunden angegeben. Im Stromsystem ist der Begriff vo
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Mindestlast bezeichnet die niedrigste elektrische Leistung, mit der eine Erzeugungsanlage dauerhaft oder über einen bestimmten Zeitraum technisch stabil betrieben werden kann. Bei thermischen Kraftwerken liegt diese Untergrenze oft deutlich über null, weil Kessel, Turbinen, Brenner, Generatoren, Abgasreinigung und Hilf
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Mindeststillstandszeit bezeichnet die Zeitspanne, die eine Anlage nach dem Abschalten mindestens außer Betrieb bleiben muss, bevor sie technisch wieder angefahren werden kann oder wirtschaftlich sinnvoll angefahren wird. Der Begriff beschreibt keine Marktfrist, sondern eine Betriebsbedingung von Kraftwerken, großen Ind
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Minimum Load bezeichnet die niedrigste elektrische Leistung, mit der eine Erzeugungsanlage technisch stabil, dauerhaft und innerhalb ihrer Betriebsgrenzen betrieben werden kann. Im Deutschen wird dafür meist der Begriff Mindestlast verwendet. Gemeint ist nicht die geringste Stromnachfrage im Netz, sondern die untere Le
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Das Missing-Money-Problem bezeichnet eine mögliche Erlöslücke in Strommärkten, in denen Kraftwerke, Speicher oder flexible Verbraucher im Wesentlichen für gelieferte elektrische Energie bezahlt werden. Gemeint ist die Situation, dass Anlagen, die für knappe Stunden und damit für [Versorgungssicherheit](/glossar/versorg
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Mittelfristige Speicher sind Energiespeicher, die Strom oder eine andere nutzbare Energieform über mehrere Stunden bis einige Tage aufnehmen und später wieder bereitstellen können. Sie verschieben Energie über Zeiträume, die länger sind als reine Momentanregelung, aber kürzer als saisonale Speicherung. Im Stromsystem d
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Mittelspannung bezeichnet die Spannungsebene des Stromnetzes zwischen Niederspannung und Hochspannung. In Deutschland liegen Mittelspannungsnetze typischerweise bei 10, 20 oder 30 Kilovolt; technisch wird der Bereich häufig oberhalb von 1 Kilovolt bis in den unteren zweistelligen Kilovoltbereich verstanden. Die genaue
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Das Mittelspannungsnetz ist die Spannungsebene des Stromnetzes, die zwischen dem Hochspannungsnetz und dem Niederspannungsnetz liegt. In Deutschland umfasst Mittelspannung typischerweise Spannungen oberhalb von 1 Kilovolt und unterhalb von 60 Kilovolt, praktisch häufig 10, 20 oder 30 Kilovolt. Es verteilt elektrische E
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Eine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, der Strombezug oder Stromeinspeisung elektronisch misst, speichert und am Gerät anzeigen kann. Sie ersetzt den elektromechanischen Ferraris-Zähler, ist aber noch kein [intelligentes Messsystem](/glossar/intelligentes-messsystem.html). Für ein intelligentes Mes
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Momentanreserve ist die unmittelbar verfügbare physikalische Stützung der Netzfrequenz nach einem plötzlichen Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch. Sie wirkt in den ersten Millisekunden und Sekunden nach einer Störung, bevor automatische Regelungen wie die [Primärregelung](/glossar/primaerregelung.html) ode
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Monovalente Wärmeversorgung bezeichnet eine Versorgungsart, bei der ein einziger Wärmeerzeuger den gesamten Wärmebedarf eines Gebäudes oder einer Anlage deckt. Im Gebäudebereich ist damit meist gemeint, dass eine [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) allein für Raumwärme und häufig auch für Warmwasser zuständig ist.
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MPP-Tracking steht für Maximum Power Point Tracking und bezeichnet die fortlaufende Regelung des elektrischen Arbeitspunktes einer Photovoltaikanlage, damit ein Solarmodul, ein Modulstrang oder ein Teilgenerator möglichst nahe an seinem Punkt maximaler Leistung betrieben wird. Dieser Maximum Power Point, kurz MPP, ist
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Must-run-Erzeugung bezeichnet Stromerzeugung, die aufgrund technischer, betrieblicher, rechtlicher, vertraglicher oder systemischer Bedingungen erfolgt, obwohl sie aus Sicht des kurzfristigen Strommarkts nicht zwingend gebraucht würde. Gemeint ist nicht eine bestimmte Kraftwerksart, sondern die tatsächlich eingespeiste
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Must-run-Kapazität bezeichnet Erzeugungsleistung, die in einem Stromsystem aus technischen, betrieblichen, vertraglichen oder netzbezogenen Gründen weiter am Netz bleibt, obwohl der Strommarkt für zusätzliche Stromerzeugung kein oder nur ein sehr schwaches Preissignal liefert. Eine Anlage läuft dann nicht primär, weil
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N-1 Security bezeichnet die Fähigkeit eines Stromsystems, den Ausfall eines einzelnen relevanten Betriebsmittels zu verkraften, ohne dass unzulässige Grenzwertverletzungen, Kettenreaktionen oder großflächige Versorgungsunterbrechungen entstehen. Gemeint ist meist das N-1-Kriterium im Übertragungsnetz: Fällt ein Element
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Das N-1-Kriterium bezeichnet die Anforderung, dass ein Stromnetz den Ausfall eines einzelnen relevanten Betriebsmittels sicher beherrschen soll. Ein solches Betriebsmittel kann eine Freileitung, ein Kabel, ein Transformator, ein Kraftwerksblock, ein Sammelschienenabschnitt oder ein anderes für den Netzbetrieb wesentlic
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Nachfragerückgang oder Demand Reduction bezeichnet eine tatsächliche Verringerung der nachgefragten Energie- oder Strommenge. Gemeint ist nicht nur, dass ein Verbraucher zu einem bestimmten Zeitpunkt weniger Leistung abruft, sondern dass über einen betrachteten Zeitraum weniger Energie verbraucht wird. Im Strombereich
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Nahwärme bezeichnet eine leitungsgebundene Versorgung mehrerer Gebäude mit Wärme über ein räumlich begrenztes Netz, meist innerhalb eines Quartiers, Dorfes, Gewerbegebiets, Campus oder Gebäudeverbunds. Die Wärme wird an einer oder mehreren zentralen Stellen erzeugt oder aufgenommen und über Rohrleitungen zu den angesch
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Der Nationale Wasserstoffrat ist ein Beratungsgremium der deutschen Bundesregierung zur Wasserstoffpolitik. Er wurde im Zusammenhang mit der Nationalen Wasserstoffstrategie eingerichtet und soll fachliche Einschätzungen, Empfehlungen und Stellungnahmen zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland geben. Seine
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Eine Natrium-Ionen-Batterie ist ein wiederaufladbarer elektrochemischer Speicher, bei dem Natrium-Ionen beim Laden und Entladen zwischen zwei Elektroden wandern. Sie erfüllt damit dieselbe Grundfunktion wie eine Lithium-Ionen-Batterie: Elektrische Energie wird in chemischer Form gespeichert und später wieder als elektr
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Negative Emissionen entstehen, wenn Treibhausgase der Atmosphäre entzogen und über einen relevanten Zeitraum gespeichert werden. Der Begriff beschreibt keine vermiedenen Emissionen und auch keine bloße Effizienzsteigerung, sondern eine bilanziell messbare Verringerung der bereits in der Atmosphäre vorhandenen Treibhaus
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Negative Preise sind Strommarktpreise unter null. Sie bedeuten, dass am Großhandelsmarkt für eine bestimmte Lieferstunde oder Viertelstunde Geld gezahlt wird, damit Strom abgenommen wird. Der Preis bezieht sich dabei in der Regel auf eine Energiemenge, meist Euro je Megawattstunde. Ein Preis von minus 20 Euro je Megawa
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Negative Strompreise liegen vor, wenn der Großhandelspreis für Strom unter null fällt. Wer in einer solchen Stunde Strom an der Börse verkauft, erhält dann keinen Erlös, sondern zahlt rechnerisch dafür, dass der Strom abgenommen wird. Gemeint sind in der Regel Preise am Day-Ahead-Markt oder Intraday-Markt, meist angege
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NEMO steht für Nominated Electricity Market Operator und bezeichnet einen für bestimmte Aufgaben benannten Betreiber organisierter Strommärkte im europäischen Strombinnenmarkt. Ein NEMO nimmt Gebote für den kurzfristigen Stromhandel entgegen, führt sie nach festgelegten Marktregeln in die europäische Marktkopplung ein
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Nennleistung bezeichnet die Leistung, für die eine Anlage, ein Gerät oder ein elektrisches Betriebsmittel unter festgelegten Bezugsbedingungen ausgelegt, geprüft oder angegeben ist. Sie beschreibt eine technische Eigenschaft, keine dauerhaft verfügbare Stromerzeugung und keinen Energieertrag über einen Zeitraum. Angege
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Net Metering bezeichnet ein Abrechnungsmodell, bei dem Strom, den ein Haushalt oder Betrieb aus dem Netz bezieht, mit Strom verrechnet wird, den dieselbe Anlage zu anderen Zeiten ins Netz einspeist. Maßgeblich ist dabei meist die Nettomenge über einen festgelegten Zeitraum, etwa einen Monat oder ein Jahr: Bezogener Str
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Net Zero oder Netto-Null bezeichnet einen Zustand, in dem die von einem Staat, Unternehmen, Produkt, Sektor oder der Welt insgesamt verursachten Treibhausgasemissionen über einen festgelegten Zeitraum durch gleichwertige Entnahmen aus der Atmosphäre ausgeglichen werden. Gemeint ist also keine emissionsfreie Welt, sonde
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Netto-Null bezeichnet einen Zustand, in dem verbleibende Treibhausgasemissionen durch dauerhafte Entnahme oder Bindung in gleicher Höhe ausgeglichen werden. Gemeint ist nicht, dass keinerlei Emissionen mehr entstehen, sondern dass unter dem Strich keine zusätzlichen Treibhausgase in der Atmosphäre verbleiben. Der Begri
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Nettostromerzeugung bezeichnet die elektrische Energie, die eine Erzeugungsanlage nach Abzug ihres eigenen Strombedarfs abgibt oder für eine Nutzung außerhalb der eigentlichen Stromerzeugung bereitstellt. Gemessen wird sie als Energiemenge, meist in Kilowattstunden, Megawattstunden oder Terawattstunden. Sie beschreibt
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Network Codes sind europäische Regelwerke für den Stromsektor, die technische und marktliche Anforderungen im verbundenen europäischen Stromsystem vereinheitlichen. Sie regeln unter anderem, welche Eigenschaften Erzeugungsanlagen, Verbrauchsanlagen und Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindungen beim Netzanschluss erfüllen
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Ein Netz im Stromsystem ist die technische Infrastruktur, die elektrische Leistung zwischen Erzeugungsanlagen, Speichern und Verbrauchern überträgt und verteilt. Gemeint ist damit nicht nur die Leitung selbst, sondern die Gesamtheit aus Leitungen, Kabeln, Umspannwerken, Transformatoren, Schaltanlagen, Schutztechnik, Me
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Der Netzanschluss ist die technische, rechtliche und betriebliche Verbindung einer Kundenanlage, Erzeugungsanlage oder Speicheranlage mit dem öffentlichen Stromnetz. Er bestimmt, an welchem Punkt eine Anlage elektrische Energie aus dem Netz beziehen oder in das Netz einspeisen darf, welche Leistung dabei zulässig ist u
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Ein Netzanschlussbegehren ist die Anfrage an einen Netzbetreiber, eine elektrische Anlage an ein Stromnetz anzuschließen oder einen bestehenden Anschluss zu erweitern. Es betrifft nicht nur neue Erzeugungsanlagen wie Photovoltaikparks, Windenergieanlagen oder Blockheizkraftwerke, sondern auch Speicher, Ladeparks, Indus
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Der Netzanschlusspunkt ist der konkrete Punkt, an dem eine Kundenanlage, Erzeugungsanlage, Ladeeinrichtung oder ein Speicher mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden wird. An diesem Punkt treffen die technischen Eigenschaften der angeschlossenen Anlage auf die technischen Grenzen und Betriebsregeln des Netzes. Der Begr
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Ein Netzanschlussvertrag ist der Vertrag zwischen einem Anschlussnehmer und einem Netzbetreiber über die physische Verbindung einer elektrischen Anlage mit dem Stromnetz. Er legt fest, an welchem Netzverknüpfungspunkt, auf welcher Spannungsebene und mit welcher vereinbarten Anschlussleistung eine Anlage Strom beziehen,
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Eine Netzanschlusszusage ist die Mitteilung eines Netzbetreibers, dass eine bestimmte Anlage unter benannten technischen, zeitlichen und wirtschaftlichen Bedingungen an einen bestimmten Punkt des Stromnetzes angeschlossen werden kann. Sie folgt in der Regel auf ein Netzanschlussbegehren und eine Netzverträglichkeitsprü
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Netzausbau bezeichnet die planmäßige Erweiterung, Verstärkung oder Umstrukturierung von Stromnetzen, damit elektrische Energie sicher von Erzeugungsanlagen zu Verbrauchern transportiert und verteilt werden kann. Der Begriff umfasst neue Leitungen, stärkere Kabel, zusätzliche Umspannwerke, Transformatoren, Schaltanlagen
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Ein Netzausbaugebiet ist ein regulatorisch festgelegter Raum, in dem der weitere Zubau bestimmter Stromerzeugungsanlagen begrenzt oder besonders gesteuert werden kann, weil das Stromnetz die dort erzeugbare elektrische Energie nicht zuverlässig und dauerhaft in andere Regionen abtransportieren kann. Der Begriff beschre
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Netzautomatisierung bezeichnet den Einsatz automatisierter Mess-, Steuer-, Regel- und Schutzfunktionen im Stromnetz. Sie sorgt dafür, dass Netzbetreiber Zustände im Netz schneller erkennen, Betriebsmittel gezielter schalten, Fehler eingrenzen und Netzkapazitäten besser nutzen können. Automatisierung bedeutet dabei nich
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Netzbetreiber sind Unternehmen, die Stromnetze planen, betreiben, warten, überwachen und ausbauen. Sie stellen die physische Infrastruktur bereit, über die elektrische Energie vom Erzeugungsort zu Verbrauchern transportiert wird. Im Stromsystem übernehmen sie damit eine andere Funktion als Stromerzeuger, Stromlieferant
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Netzbetrieb bezeichnet die laufende technische Führung, Überwachung und Steuerung eines Stromnetzes innerhalb zulässiger Betriebsgrenzen. Dazu gehören Spannungshaltung, Frequenzüberwachung, Lastflusssteuerung, Schalthandlungen, Netzschutz, Störungsmanagement, Wartungskoordination, Engpassmanagement, Redispatch und die
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Netzbezug bezeichnet die elektrische Energie, die eine Verbrauchsstelle aus dem öffentlichen Stromnetz entnimmt. Gemessen wird er in der Regel in Kilowattstunden. Eine Kilowattstunde ist eine Energiemenge: Sie entsteht, wenn eine elektrische Leistung von einem Kilowatt eine Stunde lang bezogen wird. Für Haushalte, Gewe
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Netzbildende Umrichter sind leistungselektronische Anlagen, die an ihrem Netzanschlusspunkt eine elektrische Spannung mit definierter Frequenz, Phasenlage und Amplitude bereitstellen können. Sie speisen also nicht lediglich Strom in eine bereits vorhandene Netzspannung ein, sondern wirken selbst als Spannungsquelle. De
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Netzdienliche Steuerung bezeichnet die gezielte Beeinflussung von Verbrauchern, Speichern oder Erzeugungsanlagen, damit ein Stromnetz innerhalb seiner technischen Grenzen betrieben werden kann. Gemeint sind Eingriffe oder automatische Vorgaben, die Überlastungen, Spannungsprobleme oder lokale Engpässe vermeiden. Der Be
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Netzdienlichkeit bezeichnet die Eigenschaft einer Anlage, eines Verbrauchsverhaltens, einer Speicherstrategie oder einer Steuerungsregel, den Betrieb des Stromnetzes zu unterstützen oder Netzbelastungen zu vermeiden. Netzdienlich ist ein Verhalten dann, wenn es an einem konkreten Netzanschlusspunkt und zu einem konkret
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Netzebene bezeichnet eine technische und regulatorische Stufe innerhalb des Stromnetzes, die durch ein bestimmtes Spannungsniveau und eine bestimmte Funktion im Transport oder in der Verteilung elektrischer Energie geprägt ist. In der Praxis werden vor allem Höchstspannung, Hochspannung, Mittelspannung und Niederspannu
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Ein Netzengpass liegt vor, wenn ein Betriebsmittel im Stromnetz, etwa eine Leitung, ein Transformator oder ein Netzabschnitt, durch tatsächliche oder erwartete Lastflüsse seine zulässigen Betriebsgrenzen erreichen oder überschreiten würde. Gemeint ist keine Knappheit an elektrischer Energie insgesamt, sondern eine begr
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Netzengpassmanagement bezeichnet die Gesamtheit der technischen, betrieblichen, marktlichen und regulatorischen Maßnahmen, mit denen Netzbetreiber unzulässige Betriebszustände im Stromnetz vermeiden oder beheben. Ein Netzengpass liegt vor, wenn Leitungen, Transformatoren, Netzanschlusspunkte oder ganze Netzbereiche den
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Netzentgelt bezeichnet den Preis, den Stromverbraucher für die Nutzung des Stromnetzes zahlen. Es ist der regulierte Anteil des Strompreises, mit dem Betrieb, Instandhaltung, Ausbau und Systemführung der Netzinfrastruktur finanziert werden. Bezahlt wird damit nicht die elektrische Energie selbst, sondern der Transport
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Netzentgelte sind regulierte Entgelte für die Nutzung der Stromnetze. Sie finanzieren den Betrieb, die Instandhaltung, die Erneuerung und den Ausbau der Netzinfrastruktur, über die elektrische Energie von Erzeugungsanlagen zu Verbrauchern gelangt. Bezahlt werden sie in der Regel über den [Strompreis](/glossar/stromprei
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Der Netzentwicklungsplan, kurz NEP, ist das gesetzlich geregelte Planungsinstrument für den Aus- und Umbau des deutschen Übertragungsnetzes. Er beschreibt, welche Leitungen, Netzverstärkungen, Gleichstromverbindungen, Umspannwerke und weiteren Maßnahmen aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber nötig sind, damit das Stro
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Ein netzfolgender Umrichter ist ein leistungselektronisches Gerät, das elektrische Energie in ein vorhandenes Wechselstromnetz einspeist, indem es sich an dessen Spannung, Frequenz und Phasenlage orientiert. Der englische Begriff lautet Grid Following Inverter. Der Umrichter erzeugt seine Einspeisung also nicht aus ein
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Netzfrequenz bezeichnet die Frequenz der elektrischen Wechselspannung in einem Stromnetz. Im europäischen Verbundsystem beträgt ihr Nennwert 50 Hertz. Das bedeutet: Die Wechselspannung durchläuft 50 vollständige Schwingungen pro Sekunde. Die Netzfrequenz ist damit keine abstrakte Kennzahl, sondern ein laufend messbarer
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Netzintegration bezeichnet die technische, betriebliche und organisatorische Einbindung von Erzeugungsanlagen, Speichern und Verbrauchern in das Stromnetz. Eine Anlage ist nicht schon deshalb sinnvoll netzintegriert, weil sie physisch angeschlossen ist. Netzintegration umfasst auch die Frage, ob ihre Leistung zum jewei
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Netzkapazität bezeichnet die Fähigkeit eines Stromnetzes oder eines bestimmten Netzabschnitts, elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) sicher zu transportieren, zu verteilen, einzuspeisen oder zu entnehmen. Gemeint ist damit nicht die erzeugte oder verbrauchte Strommenge in Kilowattstunden, sondern die momentan
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Netzkodizes sind europäische Regelwerke für den Stromsektor, die festlegen, wie Stromnetze angeschlossen, betrieben, koordiniert und mit Strommärkten verknüpft werden. Sie regeln technische Mindestanforderungen ebenso wie Verfahren für Kapazitätsberechnung, Engpassmanagement, Marktkopplung, Regelenergie, Systembetrieb
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Ein Netzmodell ist eine strukturierte, berechenbare Abbildung eines elektrischen Netzes. Es beschreibt, welche Betriebsmittel vorhanden sind, wie sie elektrisch miteinander verbunden sind und unter welchen technischen Grenzen sie betrieben werden dürfen. Ein solches Modell kann Leitungen, Kabel, Transformatoren, Schalt
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Netzparalleler Betrieb bezeichnet den Betrieb einer Erzeugungsanlage, eines Speichers oder eines lokalen Energiesystems bei bestehender elektrischer Verbindung zum öffentlichen Stromnetz. Die Anlage arbeitet also nicht losgelöst vom Netz, sondern synchron mit ihm. Sie kann Strom für lokale Verbraucher bereitstellen, Üb
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Netzplanung bezeichnet die vorausschauende Entwicklung, Dimensionierung und Verstärkung elektrischer Stromnetze. Sie legt fest, welche Leitungen, Kabel, Transformatoren, Umspannwerke, Schaltanlagen, Schutztechnik, Messsysteme und digitalen Betriebsmittel künftig benötigt werden, damit Strom zuverlässig transportiert, v
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Netzqualität beschreibt, wie zuverlässig und innerhalb welcher technischen Grenzen elektrische Energie am Anschlusspunkt bereitgestellt wird. Gemeint sind Eigenschaften wie Spannungshöhe, Frequenz, Spannungsform, Oberschwingungen, Flicker, Unsymmetrie zwischen den Phasen und die Kontinuität der Versorgung. Netzqualität
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Netzreserve bezeichnet die gezielte Vorhaltung von Erzeugungsanlagen, Speichern oder in bestimmten Fällen auch steuerbaren Lasten, die außerhalb des normalen Strommarkts für den Netzbetrieb verfügbar gehalten werden. Sie wird eingesetzt, wenn die Übertragungsnetzbetreiber zusätzliche technische Möglichkeiten benötigen,
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Netzrückwirkungen sind elektrische Einflüsse, die von angeschlossenen Anlagen, Geräten oder Erzeugern auf das Stromnetz ausgehen und die Qualität oder Betriebsfähigkeit dieses Netzes verändern können. Gemeint sind damit keine allgemeinen Probleme des Stromsystems, sondern konkrete physikalische Wirkungen am Netzanschlu
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Netzschutz bezeichnet die Gesamtheit der technischen Einrichtungen, Einstellungen und betrieblichen Verfahren, mit denen Fehler im Stromnetz erkannt, eingegrenzt und abgeschaltet werden. Gemeint sind unter anderem Schutzrelais, Strom- und Spannungswandler, Sicherungen, Leistungsschalter, Erdschlussüberwachung, Kurzschl
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Netzsicherheit bezeichnet die Fähigkeit eines Stromnetzes, elektrische Energie unter Einhaltung technischer Grenzwerte zu transportieren und Störungen so zu beherrschen, dass sie nicht zu unkontrollierten Folgeausfällen führen. Gemeint ist der sichere Betrieb des Netzes selbst: Leitungen, Transformatoren, Schaltanlagen
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Netzstabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Stromnetzes, nach Störungen oder laufenden Änderungen von Erzeugung und Verbrauch in einem zulässigen Betriebszustand zu bleiben oder dorthin zurückzukehren. Gemeint ist nicht allgemein eine „sichere Stromversorgung“, sondern ein Bündel technischer Eigenschaften: Die Freque
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Netzumschaltung bezeichnet die gezielte Veränderung des Schaltzustands eines Stromnetzes. Netzbetreiber öffnen oder schließen Schalter, trennen Betriebsmittel vom Netz, verbinden Netzabschnitte neu oder verlagern Lasten auf andere Versorgungswege. Dadurch ändert sich die elektrische Topologie des Netzes: Leitungen, Tra
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Netzverluste sind die Energiemengen, die beim Transport und bei der Verteilung elektrischer Energie im Stromnetz nicht als nutzbarer Strom bei den angeschlossenen Verbrauchern ankommen. Sie entstehen vor allem durch elektrische Widerstände in Leitungen, Kabeln, Transformatoren, Schaltanlagen und weiteren Betriebsmittel
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Netzverlustenergie ist die elektrische Energie, die beim Transport und bei der Verteilung von Strom im Netz nicht bei den Entnahmestellen ankommt. Sie entsteht vor allem durch elektrische Widerstände in Leitungen, Transformatoren, Schaltanlagen und weiteren Betriebsmitteln. Ein Teil der eingespeisten elektrischen Energ
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Netzverlustenergie bezeichnet die elektrische Energie, die beim Transport und bei der Verteilung im Stromnetz nicht bei den Entnahmestellen ankommt, sondern in Betriebsmitteln des Netzes vor allem als Wärme anfällt. Übertragungsverluste sind der Teil dieser Verluste, der auf den Stromtransport in höheren Spannungsebene
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Netzverstärkung bezeichnet Maßnahmen, mit denen die übertragbare Leistung oder die betriebliche Belastbarkeit vorhandener Stromnetzinfrastruktur erhöht wird. Gemeint sind also Eingriffe an bestehenden Leitungen, Umspannwerken, Transformatoren, Schaltanlagen, Schutzsystemen oder Betriebsverfahren, ohne dass zwingend ein
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Netzverträglichkeitsprüfung bezeichnet die technische Prüfung, ob eine geplante Erzeugungsanlage, Verbrauchsanlage oder Speicheranlage an einem bestimmten Punkt des Stromnetzes angeschlossen und betrieben werden kann, ohne die zulässigen Betriebsgrenzen des Netzes zu verletzen. Sie bezieht sich nicht abstrakt auf das P
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Netzwiederaufbau bezeichnet den geordneten Prozess, ein vollständig oder teilweise ausgefallenes Stromnetz nach einer schweren Störung wieder in einen stabilen Betrieb zu bringen. Er umfasst nicht nur das Einschalten einzelner Leitungen oder Kraftwerke, sondern die schrittweise Wiederherstellung eines funktionsfähigen
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Neutralpunktbehandlung bezeichnet die Art, wie der Sternpunkt eines Drehstromnetzes elektrisch mit der Erde verbunden ist. Dieser Sternpunkt kann direkt geerdet, über einen Widerstand geerdet, über eine Erdschlusslöschspule mit Erde verbunden oder bewusst nicht geerdet sein. Die Wahl dieser Verbindung prägt, wie sich d
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Nichtverfügbarkeit bezeichnet den Zustand, in dem eine technische Ressource im Stromsystem gar nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden kann. Gemeint sein können Kraftwerke, Netzleitungen, Transformatoren, Speicher, Brennstofflogistik, steuerbare Verbrauchseinrichtungen oder Anlagen zur Bereitstellung von Regelenerg
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Niederspannung ist die unterste Spannungsebene im öffentlichen Stromnetz. In Deutschland meint der Begriff im Wechselstromnetz üblicherweise das 230/400-Volt-Netz: 230 Volt zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter, 400 Volt zwischen zwei Außenleitern. An diese Ebene sind die meisten Haushalte, kleine Gewerbebet
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Das Niederspannungsnetz ist die unterste Spannungsebene des öffentlichen Stromnetzes. Über diese Ebene werden die meisten Haushalte, kleinere Gewerbebetriebe, kommunale Einrichtungen und viele dezentrale Anlagen unmittelbar mit Strom versorgt oder an das Netz angeschlossen. In Deutschland und weiten Teilen Europas lieg
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Ein Niedertemperaturnetz ist ein Wärmenetz, das Wärme mit deutlich niedrigeren Vorlauf- und Rücklauftemperaturen verteilt als klassische Fernwärmenetze. Während ältere [Fernwärme](/glossar/fernwaerme.html) häufig mit Vorlauftemperaturen von 80 bis über 120 Grad Celsius arbeitet, liegen Niedertemperaturnetze je nach Aus
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Ein Niedertemperaturnetz ist ein Wärmenetz, das Wärme bei deutlich niedrigeren Temperaturen verteilt als klassische Fernwärme. Während herkömmliche Fernwärmesysteme häufig mit Vorlauftemperaturen von etwa 70 bis über 100 Grad Celsius arbeiten, liegen Niedertemperaturnetze oft im Bereich von etwa 20 bis 60 Grad Celsius.
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Niedertemperaturwärme ist Wärme auf einem vergleichsweise niedrigen Temperaturniveau, typischerweise für Raumheizung, Warmwasser, Gewächshäuser, Trocknung oder bestimmte industrielle Prozesse. Im Gebäudebereich liegt sie häufig zwischen etwa 25 und 60 Grad Celsius, bei Warmwasser etwas höher, in Niedertemperatur-Fernwä
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NIS2 bezeichnet die zweite europäische Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit. Ihr vollständiger Name lautet Richtlinie (EU) 2022/2555. Sie verpflichtet zahlreiche Unternehmen und öffentliche Stellen in der Europäischen Union zu einem verbindlicheren Umgang mit [Cybersicherheit](/glossar/cybersicherheit.ht
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NMC steht für Nickel-Mangan-Cobalt und bezeichnet eine Familie von Lithium-Ionen-Batterien, deren positive Elektrode, also die Kathode, Nickel, Mangan und Cobalt enthält. Der Begriff beschreibt damit nicht eine einzelne Batterie, sondern eine Kathodenchemie mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. Häufige Bezeichn
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No-load Costs sind Kosten, die bei einem Kraftwerk anfallen, sobald es technisch in Betrieb ist, auch wenn es keine oder nur eine geringe nutzbare elektrische Leistung in das Netz einspeist. Der deutsche Ausdruck „Leerlaufkosten“ trifft den Kern nur teilweise, weil ein Kraftwerk im energiewirtschaftlichen Sinn meist ni
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Nodal Pricing bezeichnet ein Strommarktdesign, bei dem der Großhandelspreis für Strom nicht für eine große Gebotszone einheitlich gebildet wird, sondern an einzelnen Netzknoten. Ein Netzknoten ist ein rechnerisch abgebildeter Punkt im Übertragungsnetz, an dem Erzeugung, Verbrauch, Speicher oder Leitungen zusammenkommen
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Non-firm Access bezeichnet einen Netzzugang, bei dem die vertraglich oder technisch nutzbare Anschlussleistung nicht zu jedem Zeitpunkt vollständig garantiert ist. Ein Anschlussnehmer darf unter normalen Netzbedingungen Strom einspeisen oder entnehmen, muss aber akzeptieren, dass seine Leistung in vorher festgelegten S
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Non-Wires Alternative bezeichnet eine Maßnahme, mit der ein Netzproblem ohne klassischen Leitungs- oder Transformatorausbau gelöst, gemindert oder zeitlich verschoben wird. Gemeint sind zum Beispiel Batteriespeicher, steuerbare Lasten, flexible Einspeisung, lokale Erzeugung, Energieeffizienz, dynamische Netzanschlüsse
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NTC steht für Net Transfer Capacity und bezeichnet die netto verfügbare Übertragungskapazität zwischen zwei Marktgebieten oder [Preiszonen](/glossar/preiszone.html). Der Wert gibt an, welche elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) in einer bestimmten Richtung kommerziell von einem Gebiet in ein anderes gehandelt
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Nutzenergie ist die Energiemenge, die nach der letzten Umwandlung beim Anwender tatsächlich für den gewünschten Zweck verfügbar wird. Sie ist die Wärme im Raum, das Licht auf der Arbeitsfläche, die mechanische Bewegung an der Antriebswelle, die Kälte im Kühlraum oder die nutzbare Prozesswärme in einer Anlage. Gemessen
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Der Nutzungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen der über einen bestimmten Zeitraum nutzbar abgegebenen Energie und der in diesem Zeitraum zugeführten Energie. Er ist eine dimensionslose Größe und wird meist als Prozentwert angegeben. Ein Nutzungsgrad von 90 Prozent bedeutet, dass 90 Prozent der eingesetzten Energie
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Oberschwingungen oder Harmonische sind elektrische Schwingungsanteile, deren Frequenz ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz des Wechselstromnetzes ist. In Europa beträgt die Grundfrequenz 50 Hertz. Die dritte Harmonische liegt damit bei 150 Hertz, die fünfte bei 250 Hertz, die siebte bei 350 Hertz. Diese Anteil
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Offshore-Windenergie bezeichnet die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen auf See. Gemeint sind Windparks in Meeresgebieten, in Deutschland vor allem in Nordsee und Ostsee, die über eigene Umspannplattformen und Netzanbindungen mit dem Stromsystem an Land verbunden werden. Der Begriff beschreibt damit keine einzelne Tech
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OLTC steht für On-Load Tap Changer. Gemeint ist ein Stufenschalter an einem [Transformator](/glossar/transformator.html), der das Übersetzungsverhältnis zwischen Primär- und Sekundärseite verändern kann, während der Transformator in Betrieb ist und Strom führt. Ein Transformator mit OLTC muss für diese Spannungsanpassu
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Open Interest bezeichnet die Anzahl der offenen, noch nicht glattgestellten, ausgelaufenen oder erfüllten Kontrakte an einem Terminmarkt. Gemeint sind laufende Positionen in Futures, Optionen oder ähnlichen standardisierten Termingeschäften. Im Energiehandel betrifft das zum Beispiel Stromfutures, Gasfutures oder Emiss
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Operating Reserve Demand Curve, kurz ORDC, bezeichnet eine Preisfunktion, die den Wert von Betriebsreserven im Strommarkt abhängig von der aktuellen Knappheit ausdrückt. Sie ordnet einer bestimmten Menge verfügbarer Reserve einen Preis zu: Je geringer die verfügbare Reserve im Verhältnis zum Sicherheitsbedarf ist, dest
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OPEX steht für Operational Expenditures und bezeichnet laufende Betriebsausgaben. In der Energiewirtschaft sind damit Kosten gemeint, die während des Betriebs einer Anlage, eines Netzes, einer Handelsplattform oder eines energiewirtschaftlichen Dienstes anfallen. Dazu gehören zum Beispiel Wartung, Instandhaltung, Perso
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Opportunitätskosten bezeichnen den Wert der besten nicht gewählten Alternative. Im Stromsystem entstehen sie, wenn eine Anlage, ein Speicherinhalt, ein Brennstoffvorrat oder eine verschiebbare Nachfrage zu einem bestimmten Zeitpunkt genutzt wird und dadurch zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr in derselben Weise verf
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Optimal Power Flow bezeichnet ein mathematisches Optimierungsverfahren, das berechnet, wie Einspeisungen, Entnahmen, Spannungen und Stromflüsse in einem Stromnetz so eingestellt werden können, dass die technischen Netzgrenzen eingehalten und ein vorgegebenes Ziel möglichst gut erreicht wird. Dieses Ziel kann die Minimi
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Ein Ortsnetztransformator ist ein Transformator im Verteilnetz, der elektrische Energie von der Mittelspannungsebene auf die Niederspannungsebene umspannt. Typisch ist die Umwandlung von 10, 20 oder 30 Kilovolt Mittelspannung auf 400 Volt Drehstrom beziehungsweise 230 Volt Wechselspannung für Haushalte, Gewerbe und kle
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OT Security bezeichnet den Schutz von Operational Technology, also von Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik in technischen Anlagen. Im Stromsystem umfasst das vor allem Leittechnik, Schutz- und Steuergeräte, Fernwirktechnik, Kommunikationsverbindungen, Umspannwerke, Kraftwerke, Speicher, Netzstationen, i
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Ein Outage Management System, kurz OMS, ist ein IT-System zur Erkennung, Zuordnung, Bearbeitung und Dokumentation von Versorgungsunterbrechungen in Stromnetzen. Es unterstützt Netzbetreiber dabei, einen Stromausfall räumlich einzugrenzen, die betroffenen Kunden und Netzbetriebsmittel zu bestimmen, Schalthandlungen und
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Over-the-Counter-Handel, kurz OTC-Handel, bezeichnet den bilateralen Handel von Strom oder strombezogenen Produkten außerhalb einer organisierten Börse. Zwei Marktteilnehmer vereinbaren ein Geschäft direkt miteinander oder nutzen einen Broker, der Angebot und Nachfrage zusammenführt. Gehandelt werden können physische S
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Partial Oxidation, häufig als POX abgekürzt, bezeichnet ein chemisches Verfahren, bei dem ein kohlenwasserstoffhaltiger Einsatzstoff mit weniger Sauerstoff umgesetzt wird, als für eine vollständige Verbrennung erforderlich wäre. Statt den Kohlenstoff vollständig zu Kohlendioxid und den Wasserstoff vollständig zu Wasser
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Pay-as-Bid bezeichnet ein Auktionsverfahren, bei dem jeder bezuschlagte Anbieter den Preis erhält, den er selbst geboten hat. Gibt ein Kraftwerksbetreiber beispielsweise 50 Megawatt zu 82 Euro je Megawattstunde ab und wird dieses Gebot angenommen, dann wird genau dieser Preis vergütet. Andere bezuschlagte Anbieter könn
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Pay-as-Clear ist ein Auktionsverfahren, bei dem alle bezuschlagten Anbieter denselben Preis erhalten: den Markträumungspreis. Dieser Preis entsteht dort, wo Angebot und Nachfrage in einer Auktion zusammenkommen. Im Strommarkt bedeutet das im Grundsatz: Alle Kraftwerke oder Erzeugungsanlagen, deren Gebote zur Deckung de
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Pay-as-cleared bezeichnet ein Auktionsverfahren, bei dem alle bezuschlagten Gebote zum selben Preis abgerechnet werden. Dieser Preis ist der sogenannte Clearingpreis: Er ergibt sich aus dem letzten Gebot, das noch benötigt wird, um Angebot und Nachfrage in einer bestimmten Marktzeit auszugleichen. Im Strommarkt wird di
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Peak Shaving bezeichnet die gezielte Begrenzung von Lastspitzen, also der höchsten elektrischen Leistung, die ein Anschluss oder ein Verbraucher innerhalb eines bestimmten Messzeitraums aus dem Netz bezieht. Gemeint ist nicht die Verringerung des gesamten Stromverbrauchs, sondern die Senkung des maximalen Leistungsbezu
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Peak Shifting bezeichnet die gezielte zeitliche Verschiebung von Stromverbrauch aus einem Zeitraum hoher Belastung in einen anderen Zeitraum. Die verbrauchte Energiemenge kann dabei gleich bleiben; verändert wird vor allem der Zeitpunkt, zu dem elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) aus dem Netz entnommen wird.
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Peer-to-Peer Energy Trading bezeichnet den Handel von Strom zwischen einzelnen Marktteilnehmern, meist zwischen dezentralen Erzeugern und Verbrauchern, über eine digitale Plattform oder vertraglich organisierte Handelsbeziehung. Ein Haushalt mit Photovoltaikanlage kann seinen überschüssigen Solarstrom beispielsweise re
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PEM-Elektrolyse bezeichnet ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff aus Wasser und elektrischem Strom, bei dem eine protonenleitende Polymermembran die beiden Reaktionsräume voneinander trennt. PEM steht je nach Sprachgebrauch für Proton Exchange Membrane oder Polymer Electrolyte Membrane. In beiden Fällen ist die
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Pendelstrom oder Wirkleistungspendelung bezeichnet eine zeitlich schwankende Übertragung von Wirkleistung zwischen Netzbereichen. Leistung fließt dabei nicht dauerhaft in einer festen Höhe von einem Gebiet in ein anderes, sondern schwingt zwischen Regionen, Leitungsgruppen oder Erzeugungseinheiten hin und her. Gemeint
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Performance Ratio bezeichnet eine dimensionslose Kennzahl, die den tatsächlich erzeugten Strom einer Photovoltaikanlage mit dem Strom vergleicht, der unter den gemessenen Einstrahlungsbedingungen theoretisch aus der installierten Modulleistung zu erwarten wäre. Sie wird meist in Prozent angegeben. Eine Performance Rati
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Permanent Carbon Storage bezeichnet die dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff oder Kohlendioxid in einer Form, aus der der gespeicherte Kohlenstoff über sehr lange Zeiträume nicht oder nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit wieder in die Atmosphäre gelangt. Gemeint ist damit keine beliebige Zwischenlagerung, sondern
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Eine Petersen-Spule ist eine induktive Drossel, die zwischen dem Neutralpunkt eines Netzes und Erde geschaltet wird, um den kapazitiven Erdschlussstrom zu kompensieren. Sie wird vor allem in Mittelspannungsnetzen eingesetzt und ist ein zentrales Betriebsmittel der resonanten Sternpunktbehandlung, auch Erdschlusskompens
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Pfadabhängigkeit bedeutet, dass heutige Handlungsmöglichkeiten durch frühere Entscheidungen geprägt werden. Im Stromsystem betrifft das vor allem langlebige Anlagen, Netze, technische Standards, Marktregeln, Genehmigungsverfahren, Zuständigkeiten und Investitionsroutinen. Ein einmal eingeschlagener Entwicklungspfad ver
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Phase Angle, auf Deutsch Phasenwinkel, bezeichnet in einem Wechselstromsystem die Winkelbeziehung zwischen sinusförmigen elektrischen Größen. Gemeint sein kann der Winkel zwischen zwei Spannungen an unterschiedlichen Netzknoten, der Winkel zwischen Spannung und Strom an einem Anschluss oder der Winkel zwischen den drei
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Phasenlage beschreibt im Wechselstromsystem die zeitliche Lage einer periodischen elektrischen Größe innerhalb ihrer Schwingung. Der Phasenwinkel gibt an, wie stark zwei solche Größen gegeneinander verschoben sind. Meist geht es um sinusförmige Spannungen und Ströme bei 50 Hertz, also um Größen, die sich in Europa 50-m
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Ein Phasenschiebertransformator ist ein regelbarer Transformator im Wechselstromnetz, mit dem Übertragungsnetzbetreiber den Wirkleistungsfluss zwischen Netzbereichen beeinflussen. Er verändert nicht die erzeugte oder verbrauchte Strommenge, sondern den elektrischen Winkel zwischen zwei Netzknoten. Dadurch kann er steue
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Eine Phasor Measurement Unit, kurz PMU, ist ein Messgerät im Stromnetz, das elektrische Wechselgrößen wie Spannung und Strom als zeitlich synchronisierte Zeigergrößen erfasst. Gemessen werden dabei der Betrag und der Phasenwinkel einer sinusförmigen Größe zu einem exakt bestimmten Zeitpunkt. Durch die gemeinsame Zeitre
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Phelix ist ein Strompreisindex für den Großhandelsmarkt, der als Referenzpreis für Stromlieferungen, Terminmarktprodukte und Preisabsicherung verwendet wird. Der Name steht für Physical Electricity Index. Gemeint ist kein einzelner Tarif für Stromkunden, sondern ein definierter Börsenpreis beziehungsweise ein daraus ge
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Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Licht in elektrischen Strom mithilfe von Solarzellen. In einer Photovoltaikanlage treffen Photonen aus dem Sonnenlicht auf Halbleitermaterial, meist Silizium, und lösen dort elektrische Ladungsträger aus. Aus vielen einzelnen Solarzellen entstehen Module, aus Modulen e
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Ein Physical PPA ist ein langfristiger Stromabnahmevertrag, bei dem Strom aus einer bestimmten Erzeugungsanlage oder einem Anlagenportfolio lieferseitig an einen Abnehmer geliefert wird. „Physical“ bedeutet dabei nicht zwingend, dass dieselben Elektronen über eine eigene Leitung direkt vom Windpark oder Solarpark zum V
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Physischer Stromfluss bezeichnet den tatsächlichen Fluss elektrischer Leistung durch Leitungen, Transformatoren und Knoten eines Stromnetzes. Er beschreibt, welche Netzbetriebsmittel zu einem bestimmten Zeitpunkt wie stark belastet werden und in welche Richtung Wirkleistung fließt. Der physische Stromfluss folgt den Ge
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PICASSO ist die europäische Plattform für den grenzüberschreitenden Austausch von Regelarbeitsenergie aus automatischer Frequenzwiederherstellungsreserve, kurz aFRR. Der vollständige Name lautet Platform for the International Coordination of Automated Frequency Restoration and Stable System Operation. Über diese Plattf
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Planfeststellung ist ein förmliches Verwaltungsverfahren, mit dem größere Infrastrukturvorhaben rechtlich zugelassen werden. Im Stromsystem betrifft sie vor allem Hoch- und Höchstspannungsleitungen, bestimmte Umspannwerke, Teile von Netzanbindungsprojekten, Trassenänderungen und weitere Anlagen, die in Raum, Eigentum,
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Planning Reserve Margin bezeichnet den in der langfristigen Stromsystemplanung vorgesehenen Abstand zwischen der gesichert anrechenbaren Erzeugungs- und Lastreduktionskapazität und der erwarteten Spitzenlast. Der Begriff wird vor allem in der Resource-Adequacy-Planung verwendet, also bei der Frage, ob ein Stromsystem ü
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**Power Factor**, auf Deutsch meist **Leistungsfaktor**, beschreibt in einem Wechselstromsystem das Verhältnis von [Wirkleistung](/glossar/wirkleistung.html) zu Scheinleistung. Er gibt an, welcher Anteil der elektrisch bereitgestellten Leistung tatsächlich in nutzbare Arbeit, Wärme, Licht, Bewegung oder chemische Proze
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Power Oscillation Damping, häufig als POD abgekürzt, bezeichnet die gezielte Dämpfung von Leistungsschwingungen in einem elektrischen Verbundsystem. Gemeint sind keine zufälligen Schwankungen des Stromverbrauchs, sondern dynamische Schwingungen elektrischer Leistung, die durch das Zusammenspiel von Generatoren, Netzen,
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Ein Power Purchase Agreement, kurz PPA, ist ein meist langfristiger Stromabnahmevertrag zwischen einem Stromerzeuger und einem Abnehmer. Der Vertrag legt fest, welche Strommenge oder welches Erzeugungsprofil über welchen Zeitraum zu welchem Preis geliefert oder finanziell abgerechnet wird. PPAs werden besonders häufig
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Power Quality bezeichnet die elektrische Qualität der Versorgung an einem Netzanschlusspunkt. Gemeint ist, ob Spannung, Frequenz und Störgrößen innerhalb zulässiger Grenzen liegen, damit angeschlossene Geräte und Anlagen zuverlässig, sicher und ohne unzulässige Beeinflussung anderer Netznutzer betrieben werden können.
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Power Quality, auf Deutsch meist Spannungsqualität oder Stromqualität, beschreibt die technische Qualität der elektrischen Versorgung an einem konkreten Netzanschlusspunkt. Gemeint ist nicht die gelieferte Strommenge, sondern die elektrische Beschaffenheit der Versorgung: Spannungshöhe, Frequenz, Kurvenform, Symmetrie
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Power-to-Ammonia bezeichnet die Herstellung von Ammoniak aus Strom, Wasser und Stickstoff. Der Strom wird zunächst genutzt, um per Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen. Dieser Wasserstoff wird anschließend mit Stickstoff aus der Luft zu Ammoniak umgesetzt. Wenn der eingesetzte Strom erneuerbar ist und die übrige Prozess
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Power-to-Gas bezeichnet die Umwandlung von Strom in gasförmige Energieträger. In der Praxis ist damit meist die Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse gemeint. Dabei wird Wasser mit elektrischer Energie in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Der Wasserstoff kann direkt genutzt, gespeichert, transportiert od
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Power-to-Heat bezeichnet die Umwandlung von Strom in Wärme. Gemeint sind technische Verfahren, bei denen elektrische Energie genutzt wird, um Raumwärme, Warmwasser, Fernwärme oder Prozesswärme bereitzustellen. Das kann direkt über Heizstäbe, Elektrodenkessel und Widerstandsheizungen geschehen oder indirekt über Wärmepu
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Power-to-Liquid bezeichnet Verfahren, bei denen elektrische Energie in flüssige synthetische Energieträger umgewandelt wird. Gemeint sind vor allem Kraftstoffe wie synthetisches Kerosin, synthetischer Diesel, Methanol oder andere flüssige Kohlenwasserstoffe, die aus [Wasserstoff](/glossar/wasserstoff.html) und einer Ko
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Power-to-X bezeichnet Verfahren, bei denen elektrischer Strom in einen anderen Energieträger, einen Stoff oder eine Nutzenergieform umgewandelt wird. Das X steht für das jeweilige Zielprodukt: Wasserstoff, Methan, Methanol, Ammoniak, synthetische Kraftstoffe, Wärme oder chemische Grundstoffe. Der Begriff beschreibt kei
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PPA-Risiko bezeichnet die Gesamtheit der technischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Risiken, die mit einem Power Purchase Agreement verbunden sind. Ein PPA ist ein meist langfristiger Stromliefer- oder Stromabnahmevertrag zwischen einem Erzeuger und einem Abnehmer, häufig für Strom aus Wind- oder
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Ein PPA, ausgeschrieben Power Purchase Agreement, ist ein langfristiger Stromliefervertrag zwischen einem Stromerzeuger und einem Abnehmer. In der Praxis werden PPAs häufig für Windparks, Solarparks, Wasserkraftanlagen oder andere erneuerbare Erzeugungsanlagen abgeschlossen. Der Vertrag regelt, welche Strommengen gelie
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Preisabsicherung, häufig auch Hedging genannt, bezeichnet vertragliche und finanzielle Strategien, mit denen sich Marktakteure gegen künftige Schwankungen des Strompreises absichern. Ein Unternehmen legt dabei für bestimmte Mengen, Zeiträume und Preisbestandteile heute Bedingungen fest, die erst in der Zukunft wirtscha
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Ein Preisdeckel ist eine regulatorisch festgelegte Obergrenze für einen Preis. Im Strom- und Energiesektor kann damit der Preis gemeint sein, den Verbraucher zahlen, der Preis, den Anbieter am Markt erzielen dürfen, oder der Erlös, den bestimmte Erzeuger behalten können. Der deutsche Begriff wird oft synonym mit Preiso
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Eine Preisobergrenze, englisch Price Cap, ist eine regulatorisch oder marktorganisatorisch festgelegte Grenze, bis zu der ein Preis höchstens steigen darf. Im Stromsystem kann sie sich auf unterschiedliche Ebenen beziehen: auf Großhandelspreise an Strombörsen, auf Ausgleichsenergiepreise im Bilanzkreismanagement, auf E
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Eine Preiszone ist ein Gebiet im Stromgroßhandel, in dem für eine bestimmte Lieferperiode ein einheitlicher Marktpreis gilt. Wer innerhalb dieser Zone Strom kauft oder verkauft, nimmt am Markt so teil, als könnten alle gehandelten Strommengen innerhalb des Gebiets ohne begrenzende Netzengpässe transportiert werden. Der
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Prequalification, im Deutschen meist Präqualifikation, bezeichnet das formale Prüfverfahren, mit dem ein Betreiber, Aggregator oder Anlagenpool nachweist, dass er eine bestimmte stromsystemische Leistung technisch, organisatorisch und kommunikativ zuverlässig erbringen kann. Im Stromsystem ist der Begriff vor allem mit
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Primärenergie bezeichnet die Energiemenge, die am Anfang einer Energiekette in natürlichen Energieträgern oder Energieflüssen verfügbar ist, bevor sie technisch umgewandelt, transportiert, gespeichert oder an Verbraucher geliefert wird. Zur Primärenergie zählen die chemisch gebundene Energie in Kohle, Erdöl, Erdgas und
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Primärregelung ist die automatische Bereitstellung von elektrischer Leistung, die innerhalb weniger Sekunden auf Abweichungen der Netzfrequenz reagiert. Im europäischen Verbundnetz soll sie verhindern, dass eine Störung sofort zu einer unkontrollierten Frequenzbewegung führt. Der heute gebräuchliche europäische Fachbeg
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Product Carbon Footprint bezeichnet die Treibhausgasbilanz eines Produkts über festgelegte Lebenszyklusabschnitte. Er gibt an, welche Menge an Treibhausgasen einem Produkt zugerechnet wird, meist ausgedrückt in Kilogramm oder Tonnen CO2-Äquivalenten pro Stück, Kilogramm, Kilowattstunde, Quadratmeter, Tonne Material ode
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Profile Risk bezeichnet das Risiko, dass die zeitliche Struktur von Stromerzeugung oder Stromverbrauch nicht zu der zeitlichen Struktur passt, die wirtschaftlich abgesichert, vertraglich vereinbart oder im Einkauf eingeplant wurde. Gemeint ist also nicht die Jahresmenge allein, sondern das Profil: In welchen Stunden od
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Profilrisiko bezeichnet das Risiko, dass die zeitliche Verteilung von Stromerzeugung oder Stromverbrauch nicht zu der Verteilung passt, die in einem Vertrag, in einer Beschaffungsstrategie, in einem Bilanzkreis oder in einer Erlöserwartung unterstellt wurde. Es geht um die Form der Zeitreihe: Wann fällt Strom an, wann
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Profilservicekosten sind Kosten, die entstehen, wenn ein zeitlich ungleichmäßiger Stromverbrauch oder eine zeitlich ungleichmäßige Stromerzeugung in handelbare Stromprodukte, Beschaffungsfahrpläne und Bilanzkreisprozesse übersetzt wird. Sie beschreiben also nicht die reine Energiemenge, sondern die Kosten der zeitliche
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Profilwert bezeichnet den wirtschaftlichen Wert eines zeitlichen Erzeugungs- oder Verbrauchsprofils im Strommarkt. Er beschreibt, zu welchen Preisen eine bestimmte Strommenge tatsächlich erzeugt, eingespeist, verbraucht oder beschafft wird. Damit verschiebt der Begriff den Blick von der Jahresmenge auf die Stunden, in
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Ein Prognosefehler ist die Abweichung zwischen einem erwarteten und einem tatsächlich eintretenden Wert. Im Stromsystem betrifft er vor allem die Einspeisung aus Kraftwerken, Windenergie- und Photovoltaikanlagen sowie den Stromverbrauch von Haushalten, Gewerbe, Industrie und neuen Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Elek
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Ein Prosumer ist ein Akteur, der Strom verbraucht und zugleich selbst Strom erzeugt. Der Begriff setzt sich aus Producer und Consumer zusammen und beschreibt eine Rolle, die im Stromsystem früher eher selten war: Ein Haushalt, ein Gewerbebetrieb oder ein landwirtschaftlicher Betrieb bezieht Strom aus dem Netz, speist a
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Ein Prosumer-Tarif ist ein Stromtarif für Haushalte, Gewerbebetriebe oder andere Anschlussnutzer, die Strom nicht mehr ausschließlich aus dem Netz beziehen, sondern ihn zugleich selbst erzeugen, speichern, verbrauchen oder einspeisen. Der Begriff verbindet „Producer“ und „Consumer“: Ein Prosumer ist also zugleich Erzeu
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Prozesswärme ist Wärme, die in technischen, gewerblichen oder industriellen Verfahren benötigt wird, um Stoffe zu erwärmen, zu trocknen, zu schmelzen, zu härten, zu verdampfen, chemisch umzusetzen oder auf einer bestimmten Temperatur zu halten. Sie unterscheidet sich von Raumwärme und Warmwasser dadurch, dass sie unmit
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Ein Pufferspeicher ist ein Wärmespeicher, der zeitliche Unterschiede zwischen Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch ausgleicht. In der Gebäudetechnik besteht er meist aus einem gut gedämmten Wasserbehälter, in dem Heizungswasser gespeichert wird. Er nimmt Wärme auf, wenn ein Wärmeerzeuger mehr Wärme bereitstellt als gerade
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Ein Pumpspeicher ist ein Stromspeicher, der elektrische Energie in Lageenergie von Wasser umwandelt. Bei Stromüberschuss oder niedrigen Strompreisen wird Wasser aus einem tiefer gelegenen Becken in ein höher gelegenes Speicherbecken gepumpt. Wenn später Strom benötigt wird, fließt das Wasser bergab durch Turbinen und t
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Ein Quartierspeicher ist ein Energiespeicher auf lokaler Ebene, der mehrere Gebäude, Haushalte, Gewerbeeinheiten oder Erzeugungsanlagen in einem räumlich zusammenhängenden Gebiet bedienen kann. Meist ist damit ein Batteriespeicher gemeint, der in einem Wohnquartier, auf einem Areal, in einer Siedlung oder in einer Ener
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Queue Management bezeichnet die geordnete Verwaltung von Netzanschlussanfragen, insbesondere wenn mehr Projekte Anschlusskapazität beantragen, als kurzfristig verfügbar ist. Der Begriff betrifft Prioritäten, Reservierungen, Fristen und die Frage, welche Projekte tatsächlich anschlussreif sind.
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Ein Ramp Product ist ein Strommarktprodukt, das die Fähigkeit vergütet, elektrische Leistung innerhalb kurzer Zeit gezielt zu erhöhen oder zu senken. Vergütet wird damit nicht primär die gelieferte Energiemenge in Kilowattstunden, sondern die Veränderungsgeschwindigkeit von Leistung, häufig ausgedrückt in Megawatt pro
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Ramp Rate bezeichnet die Geschwindigkeit, mit der eine Anlage ihre elektrische Leistung erhöhen oder verringern kann. Gemeint ist in der Regel die Änderung der Wirkleistung über die Zeit, also etwa von 200 Megawatt auf 260 Megawatt innerhalb von zehn Minuten. Angegeben wird die Ramp Rate meist in Megawatt pro Minute od
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Rampenfähigkeit beschreibt die Geschwindigkeit, mit der eine technische Einheit ihre elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) erhöhen oder verringern kann. Gemeint ist also nicht die maximale Leistung selbst, sondern die Veränderung dieser Leistung innerhalb einer bestimmten Zeit. Übliche Angaben sind Megawatt pr
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Ein Raumordnungsverfahren prüft, ob ein raumbedeutsames Vorhaben mit den übergeordneten Zielen und Grundsätzen der Raumordnung vereinbar ist. Im Stromsystem betrifft das vor allem Stromleitungen, Umspannwerke, Konverterstandorte, Windenergiegebiete, große Freiflächen-Photovoltaikanlagen, Speicherstandorte oder andere I
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Reactive Power Reserve bezeichnet die verfügbare Reserve an Blindleistung, die ein Stromnetz zur Spannungshaltung einsetzen kann. Gemeint ist nicht die gesamte vorhandene Blindleistungsfähigkeit einer Anlage, sondern der Anteil, der im Betrieb noch zusätzlich aktiviert oder verändert werden kann, ohne technische Grenzw
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Der Rebound-Effekt bezeichnet den Anteil einer erwarteten Energieeinsparung, der nach einer Effizienzverbesserung durch verändertes Verhalten, niedrigere Nutzungskosten oder wirtschaftliche Folgeeffekte wieder aufgezehrt wird. Wenn eine effizientere Technik für dieselbe Dienstleistung weniger Energie benötigt, sinken d
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Ein Recloser ist ein schaltendes Schutzgerät im Stromnetz, das einen Fehlerstrom erkennt, den betroffenen Leitungsabschnitt automatisch abschaltet und nach einer definierten Zeit wieder einschaltet. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bezeichnet wörtlich einen „Wiedereinschalter“. Technisch handelt es sich meist u
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Recycling bezeichnet die Rückgewinnung von Materialien aus Produkten, Anlagen oder Abfällen, damit diese Materialien erneut als Rohstoffe eingesetzt werden können. Im Stromsystem betrifft das unter anderem Batterien, Photovoltaikmodule, Windkraftanlagen, Stromkabel, Transformatoren, Wechselrichter, Leistungselektronik,
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Recycling von Batterien bezeichnet die technische Rückgewinnung von Materialien aus gebrauchten Batterien, Produktionsausschuss und ausgedienten Batteriemodulen. Bei Lithium-Ionen-Batterien geht es vor allem um Lithium, Nickel, Cobalt, Mangan, Kupfer, Aluminium, Eisen, Graphit und weitere Bestandteile der Zellchemie. D
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RED III bezeichnet die dritte große Weiterentwicklung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie, der Renewable Energy Directive. Gemeint ist vor allem die Richtlinie (EU) 2023/2413, die die bestehende Richtlinie (EU) 2018/2001 ändert und den Ausbau erneuerbarer Energien bis 2030 stärker an die europäischen Klima
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Redispatch bezeichnet einen Eingriff der Netzbetreiber in den geplanten Einsatz von Erzeugungsanlagen, Speichern oder steuerbaren Lasten, wenn der marktbasiert geplante Stromfluss das Netz an einzelnen Stellen überlasten würde. Der Begriff beschreibt keine zusätzliche Stromerzeugung für den Verbrauch insgesamt, sondern
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Redispatch 2.0 bezeichnet in Deutschland das Verfahren, mit dem Netzbetreiber Erzeugungsanlagen, Speicher und bestimmte flexible Anlagen vorausschauend anders einsetzen, als es nach Markt- oder Anlagenplanung vorgesehen wäre, um [Netzengpässe](/glossar/netzengpass.html) zu vermeiden oder zu beheben. Der Zusatz „2.0“ st
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Redispatch-Einheiten sind Anlagen oder zusammengefasste Anlagen, die für den Redispatch im Stromnetz erfasst, prognostiziert und bei Bedarf durch Netzbetreiber abgerufen oder in ihrer Fahrweise angepasst werden können. Sie bilden die operative Bezugsgröße, über die Netzbetreiber feststellen, welche Einspeisung, Speiche
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Redispatching-Kosten sind Kosten, die entstehen, wenn Netzbetreiber den geplanten Einsatz von Erzeugungsanlagen, Speichern oder steuerbaren Lasten verändern müssen, um Netzengpässe zu vermeiden oder zu beheben. Der Strommarkt hat in diesem Fall ein Fahrplanergebnis erzeugt, das kaufmännisch gültig ist, aber im realen N
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Redispatchkosten sind Kosten, die entstehen, wenn Netzbetreiber in die Einsatzplanung von Erzeugungsanlagen, Speichern oder steuerbaren Lasten eingreifen, um Netzengpässe zu vermeiden oder zu beseitigen. Sie machen sichtbar, dass ein marktwirtschaftlich optimaler Fahrplan nicht automatisch netzverträglich ist.
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Eine Redox-Flow-Batterie ist ein elektrochemischer Stromspeicher, bei dem elektrische Energie in flüssigen Elektrolyten gespeichert wird. Diese Elektrolyte befinden sich in Tanks und werden während des Lade- und Entladevorgangs durch eine elektrochemische Zelle gepumpt. In der Zelle findet die eigentliche Umwandlung zw
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Redundanz bezeichnet das bewusste Vorhalten mehrerer Möglichkeiten, um dieselbe technische oder organisatorische Funktion zu erfüllen. Ein Stromsystem ist redundant, wenn der Ausfall eines Elements nicht unmittelbar zum Verlust der versorgungsrelevanten Funktion führt, weil ein anderes Element übernehmen kann. Im Strom
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Reference Price oder Referenzpreis bezeichnet den Preis, der in einem Vertrag, Fördermechanismus oder Abrechnungssystem als Vergleichswert verwendet wird. Er ist nicht zwingend der Preis, den ein Erzeuger tatsächlich am Markt erzielt oder ein Verbraucher tatsächlich bezahlt. Der Reference Price ist eine rechnerische Gr
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Ein Regelblock ist eine organisatorische Einheit der Systemführung im europäischen Stromverbund, in der eine oder mehrere [Regelzonen](/glossar/regelzone.html) für Aufgaben der Leistungsbilanz, Frequenzhaltung und Austauschkoordination zusammengefasst werden. Er liegt damit zwischen der einzelnen Regelzone eines Übertr
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Regelenergie ist elektrische Energie, die kurzfristig eingesetzt wird, um ungeplante Abweichungen zwischen Einspeisung und Verbrauch im Stromsystem auszugleichen. Sie wird aktiviert, wenn das tatsächliche Gleichgewicht im Netz von dem abweicht, was zuvor geplant, gehandelt und bilanziert wurde. Ihre unmittelbare Aufgab
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Regelleistung ist elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html), die von Kraftwerken, Speichern, steuerbaren Verbrauchern oder anderen technischen Anlagen bereitgehalten wird, damit Übertragungsnetzbetreiber kurzfristige Abweichungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch ausgleichen können. Sie wird in Megawatt a
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Regelreserve ist vorgehaltene elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html), die von den Übertragungsnetzbetreibern abgerufen werden kann, um kurzfristige Abweichungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch auszugleichen. Sie beschreibt die Bereitschaft, innerhalb festgelegter Zeiten mehr Strom einzuspeisen, wenig
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Regelreservearten sind standardisierte Formen von Reserveleistung, mit denen Übertragungsnetzbetreiber kurzfristige Ungleichgewichte zwischen Einspeisung und Verbrauch ausgleichen. Im europäischen Stromsystem werden vor allem FCR, aFRR und mFRR unterschieden. Die Begriffe stehen für Frequency Containment Reserve, autom
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Eine Regelzone ist der Verantwortungsbereich eines Übertragungsnetzbetreibers innerhalb eines synchron betriebenen Stromverbundnetzes. In diesem Gebiet überwacht und steuert der Übertragungsnetzbetreiber die Leistungsbilanz zwischen Einspeisung, Entnahme und vereinbarten Austauschprogrammen mit benachbarten Regelzonen.
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Eine Regulierungsbehörde ist eine staatliche oder öffentlich legitimierte Institution, die Regeln für Märkte und Infrastrukturen überwacht, in denen Wettbewerb, Monopole und öffentliche Interessen zusammenwirken. Im Stromsystem betrifft dies vor allem den Betrieb der Stromnetze, die Höhe und Struktur der [Netzentgelte]
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Eine Reliability Option ist ein Kapazitätsmechanismus, bei dem Anbieter gesicherter Leistung eine feste Kapazitätszahlung erhalten und sich im Gegenzug finanziell oder physisch absichern lassen müssen, wenn der Strommarkt Knappheit signalisiert. Der Anbieter verkauft dem System faktisch eine Absicherung gegen sehr hohe
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Ein Remedial Action Scheme, abgekürzt RAS, ist ein vorab festgelegtes und technisch vorbereitetes Maßnahmenprogramm, das bei bestimmten Störungen im Stromnetz automatisch oder mit sehr kurzer Bedienerfreigabe ausgelöst wird. Es soll verhindern, dass ein einzelner Fehler, etwa der Ausfall einer Leitung, eines Transforma
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REMIT ist die europäische Verordnung über Integrität und Transparenz der Energiegroßhandelsmärkte. Die Abkürzung steht für Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency. Sie verpflichtet Marktteilnehmer im Strom- und Gashandel, Insiderinformationen zu veröffentlichen, Transaktionen und Handelsaufträg
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REMIT II bezeichnet die Reform und Erweiterung der europäischen Regeln zur Integrität und Transparenz der Energiegroßhandelsmärkte. Sie stärkt Marktaufsicht, Datenzugang und Durchsetzung gegenüber Marktmissbrauch im Strom- und Gasgroßhandel.
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Ein Renewable Energy Certificate, kurz REC, ist ein handelbares Zertifikat, das die erneuerbare Eigenschaft einer bestimmten Strommenge dokumentiert. In Nordamerika steht ein REC in der Regel für eine Megawattstunde Strom, die aus einer erneuerbaren Anlage erzeugt und in das Stromnetz eingespeist wurde. Das Zertifikat
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Renewable Energy Community bezeichnet eine Erneuerbare-Energien-Gemeinschaft im europäischen Energierecht. Gemeint ist eine rechtliche Einheit, in der Bürgerinnen und Bürger, kleine und mittlere Unternehmen oder lokale Gebietskörperschaften gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen, verbrauchen, speichern, verkaufen oder
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Renewable Fuels of Non-Biological Origin, meist als RFNBO abgekürzt, sind erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs. Gemeint sind Kraftstoffe, die nicht aus Biomasse hergestellt werden, sondern auf erneuerbarem Strom beruhen. Der wichtigste Fall ist [Wasserstoff](/glossar/wasserstoff.html), der durch Elektrolyse
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Replacement Reserve, kurz RR, ist eine europäisch definierte Reserveart im Stromsystem, die nach der Aktivierung schnellerer Regelreserven eingesetzt werden kann, um diese abzulösen und die verfügbare Reserve wiederherzustellen. Sie gehört zur Systematik der [Regelreserve](/glossar/regelreserve.html) und dient dazu, lä
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Repowering bezeichnet den Ersatz oder die grundlegende technische Erneuerung bestehender Energieanlagen durch neue, leistungsfähigere, effizientere oder besser steuerbare Anlagen am selben oder an einem bereits energiewirtschaftlich genutzten Standort. Der Begriff wird vor allem für Windenergieanlagen verwendet, kann a
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Reserve bezeichnet im Stromsystem eine bewusst vorgehaltene Fähigkeit, auf Abweichungen, Störungen oder Unsicherheiten zu reagieren. Sie kann aus verfügbarer Erzeugungsleistung, gespeicherter Energie, verschiebbarer Nachfrage, zusätzlicher Netzbetriebsmaßnahme oder organisatorisch gesicherter Eingriffsmöglichkeit beste
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Reserve Margin bezeichnet den Abstand zwischen der verfügbaren gesicherten Leistung eines Stromsystems und der erwarteten Spitzenlast. Sie wird meist als Prozentwert angegeben. Hat ein System zum Beispiel 110 Gigawatt anrechenbare Kapazität und eine erwartete Spitzenlast von 100 Gigawatt, beträgt die Reserve Margin 10
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Reserveleistung bezeichnet elektrische Leistung, die für Abweichungen vom geplanten oder erwarteten Betrieb bereitgehalten wird. Sie wird nicht eingesetzt, weil sie im normalen Fahrplan gerade die günstigste Stromerzeugung wäre, sondern weil das Stromsystem jederzeit auf Störungen, Prognosefehler, Netzengpässe oder Kna
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Reservenabruf bezeichnet die tatsächliche Aktivierung vorgehaltener Reserve im Stromsystem. Eine Anlage, ein Speicher oder eine steuerbare Last stellt also nicht nur Leistung bereit, sondern verändert im Abruffall ihre Einspeisung oder ihren Verbrauch, damit Frequenz, Leistungsbilanz oder Netzsicherheit wieder in den z
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Residual Mix bezeichnet den Strommix, der für die Stromkennzeichnung übrig bleibt, nachdem bestimmte Erzeugungseigenschaften bereits gezielt anderen Verbrauchern zugeordnet wurden. Gemeint sind vor allem Eigenschaften von Strom aus erneuerbaren Energien, die über [Herkunftsnachweise](/glossar/herkunftsnachweis.html) üb
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Der Residualemissionsfaktor beschreibt die Treibhausgasintensität des Stroms, der nach der Zuordnung bestimmter Stromqualitäten rechnerisch im allgemeinen Strommix verbleibt. Er bezieht sich auf den sogenannten [Residualmix](/glossar/residualmix.html), also auf jene Strommenge, der keine gesondert ausgewiesenen Eigensc
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Residuallast bezeichnet den Teil der Stromnachfrage, der nach Abzug der aktuellen Einspeisung aus Windenergie und Photovoltaik verbleibt. In der einfachsten Form lautet die Rechnung: Stromnachfrage minus Einspeisung aus Wind und Solar. Ist das Ergebnis positiv, muss dieser Restbedarf durch steuerbare Kraftwerke, Speich
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Residuallastdeckung bezeichnet die Deckung des Strombedarfs, der nach Abzug der aktuellen Einspeisung aus Windenergie und Photovoltaik übrig bleibt. Die [Residuallast](/glossar/residuallast.html) ist also die rechnerische Restlast eines Stromsystems zu einem bestimmten Zeitpunkt. Residuallastdeckung beschreibt die prak
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Eine Residuallastspitze ist ein Zeitpunkt oder Zeitraum, in dem die Stromnachfrage nach Abzug der Einspeisung aus Windenergie und Photovoltaik besonders hoch bleibt. Sie beschreibt also nicht die höchste Stromnachfrage selbst, sondern die höchste verbleibende Last, die durch steuerbare Kraftwerke, Speicher, Importe ode
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Residualmix bezeichnet den Strommix, der in der bilanziellen Stromkennzeichnung übrig bleibt, nachdem Strommengen mit eindeutig zugeordneten Eigenschaften aus der allgemeinen Bilanz herausgerechnet wurden. Gemeint sind nicht die physikalischen Elektronen im Netz, sondern die bilanzierten Eigenschaften von Strom: Energi
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Residualnachfrage bezeichnet im Stromsystem die Nachfrage, die nach Abzug bestimmter Einspeisungen noch durch andere Mittel gedeckt werden muss. In der energiewirtschaftlichen Praxis ist damit meist die Stromlast abzüglich der Einspeisung aus Windkraft und Photovoltaik gemeint. Übrig bleibt der Bedarf, den steuerbare K
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Ein Resilience Hub ist ein räumlich bestimmter, organisatorisch vorbereiteter Ort, der bei Störungen der Versorgung als lokale Anlaufstelle für Energie, Information, Schutz und Koordination dient. Im Energiekontext meint der Begriff meist eine Einrichtung, die auch bei einem Stromausfall bestimmte Grundfunktionen aufre
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Resilienz bezeichnet im Stromsystem die Fähigkeit, Störungen, Extremereignisse und unerwartete Knappheiten so zu bewältigen, dass die Versorgung als gesellschaftlich zentrale Funktion erhalten bleibt oder nach einer Unterbrechung geordnet wiederhergestellt wird. Der Begriff beschreibt keinen einzelnen technischen Kennw
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Resource Adequacy bezeichnet die Fähigkeit eines Stromsystems, über einen betrachteten Zeitraum ausreichend verfügbare Erzeugung, Speicher, Nachfrageflexibilität und Importmöglichkeiten bereitzustellen, um die erwartete Stromnachfrage mit einem politisch oder regulatorisch akzeptierten Restrisiko zu decken. Der Begriff
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Restemissionen sind Treibhausgasemissionen, die nach einer weitgehenden Minderung weiterhin anfallen, weil ihre Vermeidung technisch nicht verfügbar, nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich oder institutionell noch nicht durchsetzbar ist. Der Begriff beschreibt also keinen beliebigen verbleibenden Ausstoß, sond
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Ein Restoration Plan ist der vorbereitete Wiederaufbauplan für ein Stromsystem nach einem großflächigen Spannungsausfall oder Schwarzfall. Er beschreibt, wie Netzbetreiber, Kraftwerksbetreiber und weitere betroffene Stellen das elektrische Netz schrittweise wieder unter Spannung setzen, Erzeugung und Verbrauch erneut i
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Revenue Stacking bezeichnet die Kombination mehrerer Erlösquellen für eine Anlage, ein technisches Aggregat oder ein Portfolio flexibler Ressourcen im Stromsystem. Gemeint ist nicht einfach ein Unternehmen mit mehreren Produkten, sondern die gezielte wirtschaftliche Nutzung derselben technischen Fähigkeit in unterschie
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RFNBO steht für „Renewable Fuels of Non-Biological Origin“ und bezeichnet erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs. Gemeint sind flüssige oder gasförmige Energieträger, deren Energiegehalt aus erneuerbaren Quellen stammt, aber nicht aus Biomasse. Im Zentrum stehen strombasierte Energieträger wie erneuerbarer [W
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Ein Ringfluss ist ein physischer Stromfluss im Wechselstromnetz, der nicht dem direkten kommerziellen Handelspfad entspricht, sondern über benachbarte Leitungen, Netze oder Marktgebiete verläuft. Der englische Begriff dafür lautet Loop Flow. Gemeint ist nicht, dass Strom im Kreis fließt wie Wasser in einer geschlossene
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RoCoF steht für Rate of Change of Frequency und bezeichnet die Änderungsrate der Netzfrequenz. Die Größe beschreibt, wie schnell die Frequenz nach oben oder unten läuft, gemessen meist in Hertz pro Sekunde. In einem europäischen Verbundnetz mit einer Nennfrequenz von 50 Hertz ist RoCoF besonders in den ersten Sekunden
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Round-trip Efficiency bezeichnet den Gesamtwirkungsgrad eines Stromspeichers über einen vollständigen Lade- und Entladevorgang. Die Kennzahl gibt an, welcher Anteil der beim Laden aufgenommenen Energie nach dem Speichern wieder als nutzbare elektrische Energie abgegeben werden kann. Nimmt ein Speicher 100 Kilowattstund
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Der Roundtrip-Wirkungsgrad eines Speichers beschreibt, welcher Anteil der eingespeicherten elektrischen Energie nach einem vollständigen Speicherzyklus wieder als nutzbare elektrische Energie entnommen werden kann. Er ist eine dimensionslose Größe und wird meist in Prozent angegeben. Ein Roundtrip-Wirkungsgrad von 90 P
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Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe aus Heizkörpern, Fußbodenheizungen, Wärmeübertragern oder einem Gebäudenetz zum Wärmeerzeuger oder zum Fernwärmenetz zurückfließt. Sie wird meist in Grad Celsius angegeben und steht immer in Beziehung zur [Vorlauftemperatur](/glossa
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Rückverstromung bezeichnet die Umwandlung eines zuvor gespeicherten Energieträgers zurück in elektrische Energie. Im Stromsystem wird der Begriff vor allem für chemische Speicherketten verwendet: Strom wird etwa per Elektrolyse in [Wasserstoff](/glossar/wasserstoff.html) umgewandelt, der Wasserstoff wird gespeichert un
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Der Sabatier-Prozess ist eine chemische Reaktion, bei der Wasserstoff und Kohlendioxid zu Methan und Wasser umgesetzt werden. Die Reaktionsgleichung lautet: CO₂ + 4 H₂ → CH₄ + 2 H₂O. Im Energiesystem ist der Prozess vor allem deshalb relevant, weil er einen technischen Weg beschreibt, aus erneuerbarem [Wasserstoff](/gl
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SAIDI und SAIFI sind Kennzahlen für Versorgungsunterbrechungen in Stromnetzen. SAIDI beschreibt die durchschnittliche Dauer von Unterbrechungen je angeschlossenem Letztverbraucher in einem bestimmten Zeitraum, meist in Minuten pro Jahr. SAIFI beschreibt die durchschnittliche Häufigkeit solcher Unterbrechungen je angesc
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Saisonale Reserve bezeichnet Ressourcen im Stromsystem, die für seltene, länger andauernde Knappheitssituationen vorgehalten werden. Gemeint sind Kapazitäten, Energievorräte oder verbindlich verfügbare Lastreduktionen, die über Tage, Wochen oder saisonale Zeiträume wirken können, obwohl sie im normalen Betrieb kaum ein
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Ein saisonaler Speicher ist ein Speicher, der Energie über Wochen oder Monate aufnimmt und zu einem späteren jahreszeitlichen Bedarf wieder bereitstellt. Er verschiebt Energie nicht innerhalb eines Tages oder über wenige Stunden, sondern zwischen Jahreszeiten. Typische Fälle sind sommerliche Überschüsse aus Photovoltai
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Ein saisonaler Wärmespeicher ist ein thermischer Speicher, der Wärme über Wochen oder Monate aufnimmt, vorhält und später wieder abgibt. Er verschiebt Wärme nicht nur innerhalb eines Tages, sondern zwischen Jahreszeiten. Typisch ist die Speicherung von Solarwärme, industrieller Abwärme, Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung,
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Eine Salzkaverne ist ein künstlich erzeugter Hohlraum in einer unterirdischen Salzformation, der zur Speicherung von Gasen, Flüssigkeiten oder anderen Medien genutzt wird. Der Hohlraum entsteht meist durch Aussolung: Wasser wird in eine geeignete Salzschicht eingebracht, löst dort Salz und wird als Sole wieder an die O
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Salzkavernenspeicher sind unterirdische Speicher, bei denen künstlich ausgespülte Hohlräume in Salzformationen zur Lagerung von Gasen genutzt werden. Eine Kaverne entsteht, indem Wasser in eine geeignete Salzschicht oder einen Salzstock eingebracht wird. Das Salz löst sich, die Sole wird herausgepumpt, und zurück bleib
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Eine Sammelschiene ist ein elektrisch leitender Sammel- und Verteilpunkt innerhalb einer Schaltanlage. An ihr werden mehrere Stromkreise angeschlossen, etwa Leitungen, Transformatoren, Generatoren, Kabelabgänge oder größere Verbraucher. Technisch besteht sie meist aus massiven Leitern aus Kupfer oder Aluminium, in höhe
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Sanierungsrate bezeichnet den Anteil des Gebäudebestands, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums energetisch saniert wird. Meist wird sie als jährlicher Prozentwert angegeben, etwa als Anteil der Wohn- oder Nutzfläche, der pro Jahr Maßnahmen an Gebäudehülle, Fenstern, Dach, Kellerdecke, Lüftung oder Anlagentechnik er
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SCADA steht für Supervisory Control and Data Acquisition und bezeichnet technische Systeme, mit denen Anlagen aus der Ferne überwacht, Messdaten erfasst und Steuerbefehle ausgelöst werden. Im Stromsystem sind SCADA-Systeme ein Kernbestandteil der Leittechnik. Sie liefern Leitstellen Informationen über Schaltzustände, S
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Scarcity Pricing bezeichnet die Preisbildung in Stunden, in denen im Stromsystem verfügbare Erzeugung, Speicherleistung, Importmöglichkeiten und flexible Nachfrage nur knapp ausreichen, um die Last zu decken. Der Knappheitspreis soll anzeigen, dass nicht Energie im allgemeinen Sinn fehlt, sondern kurzfristig ein bestim
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Eine Schaltanlage ist der Teil einer elektrischen Anlage, in dem Stromkreise gezielt verbunden, getrennt, gemessen, geschützt und überwacht werden. In ihr werden Leitungen, Transformatoren, Sammelschienen, Generatoren, Verbraucher oder Netzabschnitte so angeordnet, dass sie im Betrieb sicher geschaltet werden können. S
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Der Schaltzustand beschreibt, welche Schalter, Leistungsschalter, Trenner, Erdungsschalter und sonstigen elektrischen Verbindungen in einem Stromnetz oder in einer elektrischen Anlage geöffnet oder geschlossen sind. Er legt fest, welche Betriebsmittel elektrisch miteinander verbunden sind, welche Netzbereiche getrennt
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Scheinleistung ist die elektrische Leistung in einem Wechselstromsystem, die sich aus Spannung und Strom ergibt, bevor zwischen tatsächlich umgesetzter Leistung und pendelnder Leistung unterschieden wird. Sie wird mit dem Formelzeichen S bezeichnet und in Voltampere angegeben, meist als VA, kVA oder MVA. Für elektrisch
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Schieflast bezeichnet die ungleiche Belastung der drei Phasen eines Drehstromsystems. In einem symmetrischen Drehstromnetz fließen auf den drei Außenleitern L1, L2 und L3 gleich große Ströme, zeitlich jeweils um 120 Grad versetzt. Diese Symmetrie ist technisch günstig, weil sich die Ströme im Neutralleiter weitgehend a
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Die Schmidtsche Formel, benannt nach dem Aachener Verwaltungswirtschaftler Horst Schmidt, bezeichnet eine praxisnahe Faustregel zur konkreten Berechnung von Projektverzögerungen in Wochen. Gemeint ist der messbare Zeitverlust, der zwischen dem Zeitpunkt, zu dem ein Projekt nach Plan eine Entscheidung, Genehmigung, Beau
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Schutzabschaltung bezeichnet das automatische oder gezielt ausgelöste Trennen eines Betriebsmittels, einer Anlage oder eines Netzabschnitts vom Stromnetz, wenn ein Fehler oder ein unzulässiger Betriebszustand erkannt wird. Sie ist kein gewöhnlicher Schaltvorgang im Betrieb, sondern eine sicherheitsgerichtete Reaktion a
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Ein Schutzkonzept beschreibt, wie elektrische Fehler in einer Anlage oder in einem Stromnetz erkannt, bewertet, begrenzt und abgeschaltet werden. Es legt fest, welche Schutzgeräte bei welchen Fehlerarten reagieren, welche Messgrößen dafür verwendet werden, welche Auslösezeiten gelten und welcher Netzabschnitt durch Sch
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Ein Schutzrelais ist eine technische Schutzfunktion im Stromnetz, die elektrische Fehler erkennt, bewertet und bei Bedarf einen Abschaltbefehl an ein Schaltgerät gibt. Es überwacht Messgrößen wie Strom, Spannung, Frequenz, Phasenwinkel, Impedanz oder Richtung des Leistungsflusses und vergleicht sie mit festgelegten Aus
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Schutztechnik bezeichnet die Einrichtungen, Einstellungen und Verfahren, mit denen elektrische Fehler im Stromnetz erkannt und automatisch beherrscht werden. Sie sorgt dafür, dass bei einem Kurzschluss, Erdschluss, einer Überlast, einem unzulässigen Spannungszustand oder einer anderen Störung möglichst schnell der betr
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Ein Schwarzfall ist der Zustand, in dem ein elektrisches Netz oder ein abgegrenztes Netzgebiet spannungslos ist. Die Leitungen, Sammelschienen und Umspannwerke führen dann keine nutzbare elektrische Spannung mehr, angeschlossene Verbraucher werden nicht versorgt, und Erzeugungsanlagen können ihre Leistung nicht mehr in
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Schwarzstart bezeichnet das Anfahren einer Stromerzeugungsanlage ohne Versorgung aus einem bestehenden Stromnetz. Die Anlage muss ihre eigenen Hilfssysteme, ihre Steuerung, ihre Erregung, Pumpen, Ventile, Kühlung und Schutztechnik aus eigenen Quellen versorgen können und anschließend eine Spannung bereitstellen, an der
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Schwarzstartfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit einer Stromerzeugungsanlage, eines Speichers oder eines geeigneten technischen Verbunds, ohne externe Stromversorgung anzufahren und einen ersten elektrisch stabilen Netzabschnitt aufzubauen. Sie wird benötigt, wenn nach einem großflächigen Stromausfall keine vorgelagerte
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Schwungmasse bezeichnet die kinetische Energie rotierender Massen, die direkt mit der elektrischen Frequenz eines Wechselstromnetzes gekoppelt sind. Im Stromsystem stammt sie klassisch aus den Rotoren großer Synchronmaschinen, also aus Generatoren in Kohle-, Gas-, Kern- und Wasserkraftwerken sowie aus Synchronkompensat
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Ein Schwungradspeicher ist ein Speicher, der Energie als Bewegungsenergie einer rotierenden Masse aufnimmt und später wieder als elektrische Energie abgibt. Beim Laden treibt ein Elektromotor ein Schwungrad an. Die elektrische Energie wird dabei in Rotationsenergie umgewandelt. Beim Entladen arbeitet dieselbe Maschine
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Scope 1 bezeichnet direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die ein Unternehmen selbst besitzt oder kontrolliert. Der Begriff stammt aus dem Greenhouse Gas Protocol und dient dazu, Emissionen in Unternehmensbilanzen nach Verantwortungs- und Einflussbereichen zu ordnen. Zu Scope 1 zählen beispielsweise Emissionen aus
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Scope 1, Scope 2 und Scope 3 bezeichnen drei Abgrenzungsebenen für Treibhausgasemissionen in der Klimabilanz eines Unternehmens. Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus Quellen, die ein Unternehmen selbst besitzt oder kontrolliert, etwa Heizkessel, Industrieöfen, firmeneigene Fahrzeuge oder Kältemittelverluste. Scope 2
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Scope 2 bezeichnet die indirekten Treibhausgasemissionen eines Unternehmens aus eingekaufter Energie. Erfasst werden vor allem bezogener Strom, außerdem eingekaufte Wärme, Dampf, Kälte oder Druckluft, soweit diese außerhalb der eigenen organisatorischen Grenze erzeugt und vom Unternehmen genutzt werden. Die Emissionen
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Scope 2 Location-Based bezeichnet eine Methode der Treibhausgasbilanzierung, bei der indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom, Wärme, Dampf oder Kälte mit dem durchschnittlichen Emissionsfaktor des Stromnetzes oder Versorgungsgebiets berechnet werden, in dem der Verbrauch stattfindet. Für Strom bedeutet das: Der gem
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Scope 2 Market-Based bezeichnet eine Methode der Treibhausgasbilanzierung, bei der indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie nach vertraglichen und marktlichen Zuordnungen berechnet werden. Gemeint sind vor allem Emissionen aus Strom, aber auch aus eingekaufter Wärme, Dampf oder Kälte. Ein Unternehmen bilanziert da
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Scope 3 bezeichnet indirekte Treibhausgasemissionen, die entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette eines Unternehmens entstehen, ohne aus eigenen Anlagen oder aus eingekaufter Energie zu stammen. Der Begriff stammt aus dem Greenhouse Gas Protocol und ordnet Emissionen danach, wo sie im Verhältnis zu einem
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SDAC steht für Single Day-Ahead Coupling. Gemeint ist die gekoppelte europäische Auktion im [Day-Ahead-Markt](/glossar/day-ahead-markt.html), in der Strommengen für den folgenden Liefertag gehandelt werden. Kauf- und Verkaufsgebote aus vielen europäischen Gebotszonen werden gemeinsam mit den verfügbaren grenzüberschrei
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Seasonal Performance Factor, kurz SPF, bezeichnet das Verhältnis zwischen der über eine Saison oder ein Jahr abgegebenen Wärmemenge einer Wärmepumpe und der dafür aufgenommenen elektrischen Energie. Ein SPF von 3,5 bedeutet: Aus 1 Kilowattstunde Strom werden über den betrachteten Zeitraum 3,5 Kilowattstunden nutzbare W
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Eine Second-Life-Batterie ist eine Batterie, die nach ihrer ersten Nutzungsphase in einer neuen Anwendung weiterverwendet wird. Meist handelt es sich um Traktionsbatterien aus Elektrofahrzeugen, die für den mobilen Einsatz nicht mehr die geforderte Reichweite, Leistung oder Betriebssicherheit bieten, aber noch ausreich
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Security-Constrained Economic Dispatch, häufig als SCED abgekürzt, bezeichnet die kostenoptimierte Festlegung des kurzfristigen Kraftwerks- und Flexibilitätseinsatzes unter ausdrücklicher Berücksichtigung von Netzsicherheitsgrenzen. Der Begriff verbindet zwei Anforderungen, die im Stromsystem gleichzeitig erfüllt sein
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Security-Constrained Unit Commitment, meist als SCUC abgekürzt, bezeichnet ein Optimierungsverfahren für den Kraftwerkseinsatz, bei dem festgelegt wird, welche Erzeugungsanlagen, Speicher oder steuerbaren Ressourcen in einem bestimmten Zeitraum betriebsbereit sein sollen. „Security-constrained“ bedeutet, dass diese Ent
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Sektorkopplung bezeichnet die technische, wirtschaftliche und organisatorische Verbindung der Energiesektoren Strom, Wärme, Mobilität und Industrie. Der Begriff beschreibt keinen einzelnen Anlagentyp, sondern die Kopplung von Energieflüssen, Infrastrukturen und Verbrauchsentscheidungen, die früher weitgehend getrennt b
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Sekundärenergie ist Energie in einer Form, die nicht unmittelbar aus einer natürlichen Energiequelle entnommen wird, sondern durch Umwandlung aus einer anderen Energieform entsteht. Strom aus einem Kraftwerk, Fernwärme aus einem Heizkraftwerk, Benzin aus Rohöl, Koks aus Kohle oder Wasserstoff aus Elektrolyse sind typis
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Selbstentladung bezeichnet den Verlust gespeicherter Energie über die Zeit, ohne dass ein Speicher gezielt entladen wird. Ein Speicher kann also Energie verlieren, obwohl kein Verbraucher angeschlossen ist und kein geplanter Abruf stattfindet. Der Begriff beschreibt damit eine zeitabhängige Verlustgröße: Zwischen Einsp
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Selektivität bezeichnet in der elektrischen Schutztechnik die Eigenschaft eines Schutzkonzepts, bei einem Fehler nur den tatsächlich betroffenen Netzabschnitt abzuschalten. Ein Kurzschluss, Erdschluss oder Überstrom soll also dort getrennt werden, wo er auftritt, ohne dass vorgelagerte oder benachbarte Netzbereiche unn
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Seltene Erden sind eine Gruppe von chemischen Elementen, die wegen ihrer magnetischen, optischen und katalytischen Eigenschaften in vielen Hochtechnologien verwendet werden. Dazu zählen die Lanthanoide sowie meist auch Scandium und Yttrium. Im Stromsystem sind vor allem Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium relevan
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Series Compensation, auf Deutsch Reihenkompensation, bezeichnet den Einbau elektrischer Kompensationselemente in Reihe zu einer Wechselstromleitung. In der Praxis sind damit meist Kondensatoren gemeint, die die induktive Reaktanz einer Freileitung oder eines Kabels teilweise kompensieren. Dadurch sinkt die wirksame Ser
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Settlement Price bezeichnet den Preis, der für die Abrechnung eines Handelsprodukts, eines Derivats oder eines vertraglichen Ausgleichsmechanismus verwendet wird. Im Strommarkt ist damit meist ein offiziell festgelegter Abrechnungspreis gemeint, auf dessen Grundlage Zahlungen zwischen Marktteilnehmern, Clearingstellen
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Shape Risk, auf Deutsch Formrisiko, bezeichnet das Risiko, dass das zeitliche Profil von Stromerzeugung oder Stromverbrauch nicht zu dem Profil passt, das ein Vertrag, eine Beschaffungsstrategie, ein Hedge oder ein Referenzpreis abdeckt. Gemeint ist also nicht die gesamte Strommenge über einen Monat oder ein Jahr, sond
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Short Circuit Ratio, kurz SCR, bezeichnet das Verhältnis zwischen der Kurzschlussleistung eines Netzes an einem bestimmten Netzanschlusspunkt und der Nennleistung einer dort angeschlossenen Anlage. Gemeint ist meist die dreiphasige Kurzschlussleistung am Point of Connection, geteilt durch die Wirkleistung oder Scheinle
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Ein Shunt Capacitor ist ein parallel zum Stromnetz geschalteter Kondensator, der kapazitive [Blindleistung](/glossar/blindleistung.html) bereitstellt. Im Deutschen wird häufig von einem Parallelkondensator oder, bei mehreren zusammengeschalteten Einheiten, von einer Kondensatorbank gesprochen. Das Betriebsmittel dient
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Ein Shunt Reactor ist eine parallel zum Stromnetz geschaltete Drossel, die induktive Blindleistung aufnimmt und damit kapazitive Blindleistung im Netz ausgleicht. Im Deutschen wird häufig von einer Querkompensationsdrossel, Netzdrossel oder schlicht Drossel gesprochen. „Shunt“ bezeichnet die Parallelschaltung zum Netz,
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Sicherheitsbereitschaft bezeichnet im deutschen Stromsystem eine gesetzlich geregelte Reserveform, bei der bestimmte Kraftwerke aus dem regulären Strommarkt herausgenommen, aber für einen befristeten Zeitraum technisch so vorgehalten werden, dass sie in außergewöhnlichen Situationen wieder Strom erzeugen können. Der Be
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SIDC steht für Single Intraday Coupling und bezeichnet die europäische Kopplung der Intraday-Strommärkte. Gemeint ist ein Verfahren, mit dem Kauf- und Verkaufsaufträge für kurzfristige Stromlieferungen in verschiedenen europäischen Gebotszonen zusammengeführt werden, solange freie grenzüberschreitende Übertragungskapaz
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Single-Axis Tracking bezeichnet die einachsige Nachführung von Solarmodulen. Die Module sind dabei nicht fest auf eine bestimmte Neigung und Himmelsrichtung montiert, sondern drehen sich entlang einer Achse, damit ihre Fläche im Tagesverlauf günstiger zur Sonne steht. In großen Freiflächenanlagen verläuft diese Achse h
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Ein Sleeved PPA ist ein langfristiger Stromliefervertrag, bei dem Erzeuger und Abnehmer die wirtschaftliche Beschaffung von Strom aus einer bestimmten Anlage vereinbaren, die physische und energiewirtschaftliche Abwicklung aber über einen Stromlieferanten oder Dienstleister läuft. Dieser zwischengeschaltete Partner wir
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Sliding Market Premium bezeichnet eine gleitende Marktprämie, mit der die Markterlöse einer Stromerzeugungsanlage auf ein vorher festgelegtes Vergütungsniveau ergänzt werden. Der Anlagenbetreiber verkauft seinen Strom am Markt, erhält also zunächst den Preis, der sich im [Strommarkt](/glossar/strommarkt.html) ergibt. L
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Small Signal Stability bezeichnet die Fähigkeit eines Wechselstromsystems, nach kleinen Störungen im synchronen Betrieb zu bleiben und entstehende Schwingungen ausreichend zu dämpfen. Gemeint sind Änderungen, wie sie im laufenden Betrieb ständig auftreten: eine Last schwankt, eine Erzeugungsanlage regelt nach, eine Lei
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Smart Charging bezeichnet das gesteuerte Laden von Elektrofahrzeugen, bei dem Ladezeitpunkt, Ladeleistung oder Ladedauer nicht starr durch das Einstecken des Fahrzeugs bestimmt werden, sondern nach technischen, wirtschaftlichen oder netzbezogenen Kriterien angepasst werden. Das Fahrzeug soll zu einem gewünschten Zeitpu
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Smart Grid, auf Deutsch intelligentes Stromnetz, bezeichnet ein Stromnetz, in dem Messung, Kommunikation, Automatisierung und Steuerung so miteinander verbunden sind, dass Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Netzbetrieb laufend besser aufeinander abgestimmt werden können. Gemeint ist keine einzelne Technik, kein bestimm
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Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler, der Messwerte elektronisch erfasst und, je nach technischer Ausstattung, aus der Ferne übertragen kann. Im engeren deutschen Sprachgebrauch muss zwischen einer modernen Messeinrichtung und einem intelligenten Messsystem unterschieden werden. Eine moderne Messeinrichtung mi
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Ein Smart-Meter-Gateway ist die sichere Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems. Es verbindet einen oder mehrere digitale Stromzähler mit den berechtigten Akteuren außerhalb der Kundenanlage, etwa Messstellenbetreibern, Netzbetreibern, Lieferanten oder Direktvermarktern. Der Zähler misst elektrische Energ
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Smart-Meter-Rollout bezeichnet den gesetzlich, technisch und organisatorisch geregelten Einbau moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme in Stromverbrauchsstellen, Erzeugungsanlagen und Speicher. Gemeint ist damit kein einzelnes Gerät und kein einfacher Zählertausch, sondern ein mehrstufiger Umbau der Me
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Social Cost of Carbon bezeichnet die geschätzten gesellschaftlichen Schäden, die durch den Ausstoß einer zusätzlichen Tonne CO₂ entstehen. Die Kennzahl drückt diese Schäden als Geldbetrag je Tonne Kohlendioxid aus, etwa in Euro pro Tonne CO₂ oder Dollar pro Tonne CO₂. Gemeint ist dabei nicht der private Schaden des Emi
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SOEC steht für Solid Oxide Electrolysis Cell, auf Deutsch Festoxid-Elektrolysezelle. Gemeint ist eine Elektrolysezelle, die bei hohen Temperaturen Wasserdampf elektrochemisch in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Je nach Betriebsweise kann eine SOEC auch Wasserdampf und Kohlendioxid gemeinsam umwandeln und daraus ein
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Soiling bezeichnet den Ertragsverlust von Photovoltaikanlagen durch Ablagerungen auf der Moduloberfläche. Gemeint sind Staub, Sand, Pollen, Ruß, Salz, Vogelkot, Laub, landwirtschaftliche Rückstände oder Industriepartikel, die einen Teil des einfallenden Sonnenlichts abschirmen, streuen oder ungleichmäßig auf die Solarz
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Solarenergie bezeichnet die Nutzung der Sonnenstrahlung zur Bereitstellung von Energie. Im engeren energiewirtschaftlichen Sinn sind damit vor allem zwei technische Wege gemeint: [Photovoltaik](/glossar/photovoltaik.html), die Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandelt, und Solarthermie, die Sonnenstrahlung zur
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Ein Solarmodul ist eine technische Einheit aus mehreren elektrisch verschalteten Solarzellen, die Sonnenlicht direkt in elektrischen Gleichstrom umwandeln. Die einzelne Solarzelle ist dabei das aktive Halbleiterbauteil, das durch den photovoltaischen Effekt Spannung und Strom erzeugt. Das Modul fasst viele dieser Zelle
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Solarthermie bezeichnet die technische Nutzung von Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme. Ein Solarkollektor nimmt Strahlungsenergie auf, wandelt sie in nutzbare Wärme um und überträgt diese meist auf eine Flüssigkeit, die durch Rohrleitungen zu einem Speicher, einem Gebäudeheizkreis, einer Warmwasserbereitung, einem
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Solid Oxide Fuel Cell, kurz SOFC, bezeichnet eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle mit festem keramischem Elektrolyten. Im Deutschen wird sie häufig als Festoxid-Brennstoffzelle bezeichnet. Sie wandelt die chemische Energie eines Brennstoffs elektrochemisch in Strom und Wärme um. Anders als bei einem Verbrennungsmotor fi
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Sozialtarif und Strompreisbremse sind Instrumente, mit denen der Staat oder regulierte Versorgungsstrukturen die Belastung durch Stromkosten begrenzen. Ein Sozialtarif richtet sich an bestimmte Haushalte, meist an Menschen mit geringem Einkommen oder besonderem Schutzbedarf. Eine Strompreisbremse begrenzt dagegen den P
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Spannung ist der elektrische Potentialunterschied zwischen zwei Punkten. Sie beschreibt, wie viel elektrische Energie pro Ladungsmenge verfügbar ist, um Ladungen durch einen Leiter, ein Gerät oder ein Netz zu bewegen. Die Einheit ist Volt, abgekürzt V. Formal entspricht ein Volt einem Joule pro Coulomb. Im Alltag wird
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Das Spannungsband bezeichnet den zulässigen Bereich, in dem die elektrische Spannung an einem Netzanschlusspunkt liegen darf. Ein Stromnetz liefert keine vollkommen konstante Spannung. Die Spannung schwankt mit Einspeisung, Verbrauch, Leitungslängen, Netzimpedanzen, Transformatorstellungen und der Verteilung der Lasten
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Spannungsebene bezeichnet den Spannungsbereich, auf dem ein Teil des Stromnetzes betrieben wird und an dem Erzeugungsanlagen, Speicher oder Verbraucher angeschlossen sind. Sie ordnet das Stromnetz technisch in Ebenen wie Höchstspannung, Hochspannung, Mittelspannung und Niederspannung. Diese Einteilung ist notwendig, we
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Ein Spannungseinbruch ist eine kurzzeitige Absenkung der elektrischen Spannung unter den vorgesehenen Betriebsbereich, nach der sich die Spannung wieder erholt. In der Stromversorgung wird damit kein dauerhafter Niederspannungszustand beschrieben, sondern ein zeitlich begrenztes Ereignis, das von wenigen Millisekunden
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Spannungshaltung bezeichnet die Aufgabe, die elektrische Spannung in einem Stromnetz innerhalb zulässiger Grenzen zu halten. Sie betrifft die elektrische Qualität an konkreten Netzknoten und Anschlusspunkten. Anders als die Netzfrequenz, die im synchron verbundenen Verbundnetz weitgehend eine gemeinsame Größe ist, ist
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Spannungshaltung durch Umrichter bezeichnet die Fähigkeit leistungselektronischer Anlagen, die elektrische Spannung im Netz gezielt zu beeinflussen. Gemeint sind vor allem Wechselrichter und Umrichter von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, Windenergieanlagen, Ladeinfrastruktur, Elektrolyseuren oder anderen umricht
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Spannungsregelung bezeichnet die gezielte Beeinflussung der elektrischen Spannung in einem Stromnetz durch technische Einrichtungen und betriebliche Vorgaben. Sie sorgt dafür, dass die Spannung an Netzanschlusspunkten innerhalb zulässiger Grenzen bleibt, obwohl Einspeisung, Verbrauch und Netzbelastung ständig schwanken
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Specific Yield bezeichnet den spezifischen Ertrag einer Photovoltaikanlage bezogen auf ihre installierte Nennleistung. Die Kennzahl gibt an, wie viele Kilowattstunden Strom eine Anlage pro Kilowattpeak installierter Leistung in einem bestimmten Zeitraum erzeugt. Üblich ist die Angabe in Kilowattstunden pro Kilowattpeak
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Ein Speicher ist eine technische Anlage, die Energie aufnimmt, in einer geeigneten Form vorhält und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgibt. Im Stromsystem meint der Begriff meist Anlagen, die elektrische Energie zeitlich verschieben: Strom wird aufgenommen, in chemische, mechanische, thermische oder eine andere Ener
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Speicherdauer beschreibt, wie lange ein Speicher elektrische Energie mit einer bestimmten Leistung abgeben kann, bis seine nutzbare Kapazität erschöpft ist. Rechnerisch ergibt sie sich aus der nutzbaren [Speicherkapazität](/glossar/speicherkapazitaet.html) geteilt durch die Entladeleistung. Ein Speicher mit 100 Megawat
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Speicherkapazität bezeichnet die Energiemenge, die ein Speicher aufnehmen und später wieder abgeben kann. Im Stromsystem wird sie meist in Kilowattstunden, Megawattstunden oder Gigawattstunden angegeben. Eine Batterie mit 10 Megawattstunden nutzbarer Speicherkapazität kann unter definierten Betriebsbedingungen insgesam
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Speicherleistung bezeichnet die elektrische Leistung, mit der ein Speicher Strom aufnehmen oder abgeben kann. Sie wird in Kilowatt, Megawatt oder Gigawatt angegeben und beschreibt eine Momentangröße: Wie stark kann der Speicher in einem bestimmten Augenblick laden oder entladen? Davon zu unterscheiden ist die [Speicher
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Spitzenlast bezeichnet die höchste gleichzeitig nachgefragte elektrische Leistung in einem betrachteten Stromsystem, Netzgebiet, Gebäude oder Anschluss innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie beschreibt also keinen Energieverbrauch über Stunden, Tage oder Jahre, sondern einen Moment beziehungsweise ein Messintervall
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Spitzenlastkappung, englisch Peak Shaving, bezeichnet die gezielte Begrenzung kurzfristiger Leistungsspitzen in einem Verbrauchsprofil. Gemeint ist nicht die Verringerung des gesamten Stromverbrauchs, sondern die Senkung der höchsten gleichzeitig abgerufenen elektrischen Leistung. Praktisch geschieht das durch Batterie
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Der Spotmarkt ist der kurzfristige Großhandelsmarkt für Strom. Auf ihm wird elektrische Energie für konkrete Lieferzeiträume gehandelt, meist für den folgenden Tag im Day-Ahead-Markt oder für denselben Tag im Intraday-Markt. Gehandelt wird nicht Strom „im Allgemeinen“, sondern eine bestimmte Energiemenge in einer besti
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Stand-by-Verluste sind Stromverbräuche von Geräten, die gerade keine Hauptfunktion ausführen, aber weiterhin elektrische Energie aufnehmen. Ein Fernseher wartet auf das Signal der Fernbedienung, ein Drucker hält seine Steuerung bereit, ein Router bleibt dauerhaft verbunden, ein Ladegerät steckt ohne angeschlossenes Ger
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Stand-by-Verluste von Batteriespeichern sind Energieverbräuche, die entstehen, wenn ein Batteriespeicher betriebsbereit ist, aber gerade nicht aktiv lädt oder entlädt. Der Speicher steht dann in einem Zustand, in dem er überwacht, geregelt, kommunikationsfähig und technisch verfügbar bleibt. Dafür benötigen Komponenten
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Ein Standardlastprofil ist ein rechnerisches Verbrauchsmuster, mit dem der zeitliche Verlauf des Strombezugs für Kundengruppen geschätzt wird, deren Verbrauch nicht fortlaufend gemessen wird. Es verteilt eine bekannte oder erwartete Jahresstrommenge auf einzelne Zeitabschnitte, meist Viertelstunden, und macht damit aus
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Standardlastprofil und registrierende Leistungsmessung sind zwei Verfahren, mit denen der zeitliche Verlauf von Stromverbrauch für Abrechnung, Bilanzierung und Marktprozesse behandelt wird. Beim Standardlastprofil, kurz SLP, wird der Verbrauch eines Kunden zwar als Energiemenge gemessen, der Verlauf über Stunden und Vi
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Start-up Costs sind die Kosten, die entstehen, wenn ein Kraftwerk oder eine vergleichbare technische Erzeugungsanlage aus dem Stillstand, aus einem abgekühlten Zustand oder aus einem betriebsbereiten Stillstand in den Leistungsbetrieb überführt wird. Der Begriff beschreibt keine laufenden Stromerzeugungskosten pro Mega
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Startzeit bezeichnet die Zeitspanne, die eine technische Anlage benötigt, um aus einem ausgeschalteten, ruhenden oder nicht einsatzbereiten Zustand in einen Zustand zu gelangen, in dem sie wirksam Leistung bereitstellen kann. Im Stromsystem betrifft der Begriff vor allem Kraftwerke, Speicher, Notstromaggregate, Reserve
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Ein STATCOM, ausgeschrieben Static Synchronous Compensator, ist eine leistungselektronische Anlage, die in einem Wechselstromnetz sehr schnell Blindleistung bereitstellen oder aufnehmen kann. Seine Aufgabe besteht vor allem darin, die elektrische Spannung an einem Netzpunkt zu stützen, Spannungsschwankungen zu dämpfen
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State Estimation, auf Deutsch Zustandsschätzung, bezeichnet ein rechnerisches Verfahren im Netzbetrieb, das aus Messwerten, Schaltzuständen und einem Netzmodell einen konsistenten aktuellen Zustand des Stromnetzes bestimmt. Geschätzt werden vor allem elektrische Zustandsgrößen wie Spannungshöhen, Spannungswinkel, Wirk-
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State of Charge bezeichnet den Ladezustand eines elektrischen Speichers. Gemeint ist der Anteil der aktuell verfügbaren gespeicherten Energie an der nutzbaren Speicherkapazität. Bei Batterien wird der State of Charge meist in Prozent angegeben: 100 Prozent bedeutet, dass der Speicher innerhalb seines zulässigen Betrieb
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State of Energy, kurz SoE, bezeichnet den aktuellen Energieinhalt eines Speichers im Verhältnis zu seiner nutzbaren Energiekapazität. Der Wert wird meist in Prozent angegeben, kann aber auch als absolute Energiemenge in Kilowattstunden beschrieben werden. Ein SoE von 50 Prozent bedeutet nicht einfach, dass die Hälfte i
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State of Health, kurz SoH, bezeichnet den Alterungszustand einer Batterie im Vergleich zu einem definierten Referenzzustand. Meist wird der SoH in Prozent angegeben. 100 Prozent steht dann für den Zustand einer neuen oder als neu definierten Batterie, ein niedrigerer Wert beschreibt den Verlust an nutzbarer Kapazität,
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Stationsleittechnik bezeichnet die Mess-, Steuerungs-, Schutz-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik innerhalb einer Netzstation, eines Umspannwerks oder einer Schaltanlage. Sie erfasst Zustände elektrischer Betriebsmittel, verarbeitet Meldungen und Messwerte, steuert Schalter, Trenner und Transformatorstufensch
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Steam Methane Reforming, kurz SMR, ist ein industrielles Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff aus Methan und Wasserdampf. Als Methanquelle dient meist Erdgas. Im Reaktor wird Methan bei hoher Temperatur mit Wasserdampf umgesetzt; dabei entstehen Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. SMR ist heute der weltwe
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Die Stern-Dreieck-Schaltung ist eine Anlaufschaltung für Drehstrom-Asynchronmotoren. Sie verbindet die drei Motorwicklungen beim Start zunächst in Sternschaltung und schaltet nach kurzer Hochlaufzeit auf Dreieckschaltung um. Dadurch liegt während des Anlaufs an jeder Wicklung eine geringere Spannung an als im späteren
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Als steuerbare Erzeugung bezeichnet man Stromerzeugung, deren elektrische [Leistung](/glossar/leistung.html) gezielt erhöht, verringert oder abgeschaltet werden kann, soweit die jeweilige Anlage technisch verfügbar ist und ihre Einsatzbedingungen erfüllt sind. Der Begriff beschreibt nicht die erzeugte Strommenge, sonde
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Eine steuerbare Last ist ein elektrischer Verbrauchsprozess, dessen Leistungsaufnahme gezielt verändert werden kann. Die Last kann zeitweise gesenkt, erhöht, verschoben, begrenzt oder unterbrochen werden, ohne dass der eigentliche Zweck des Verbrauchs vollständig verloren geht. Gemeint ist also nicht der jährliche Stro
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Eine steuerbare Verbrauchseinrichtung ist ein elektrischer Verbraucher, dessen Leistungsaufnahme nach festgelegten Regeln technisch beeinflusst werden kann. Im deutschen Stromsystem meint der Begriff vor allem größere Anlagen am Niederspannungsnetz: private Ladepunkte für Elektrofahrzeuge, [Wärmepumpen](/glossar/waerme
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Eine Steuerbox ist eine technische Komponente, über die steuerbare Verbrauchseinrichtungen oder dezentrale Anlagen Schalt- und Steuersignale empfangen und in der Kundenanlage ausführen können. Sie misst nicht den Stromverbrauch und ersetzt kein intelligentes Messsystem. Ihre Aufgabe liegt darin, einen zulässigen Steuer
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Ein Störfall ist ein ungeplantes Ereignis im Stromsystem, bei dem der normale Betrieb einer Anlage, eines Netzabschnitts oder eines größeren Verbundsystems nicht mehr innerhalb der vorgesehenen technischen Grenzen abläuft. Er kann durch einen Betriebsmittelfehler, eine fehlerhafte Schalthandlung, extreme Witterung, Übe
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Strategic Reserve, auf Deutsch strategische Reserve, bezeichnet Erzeugungs-, Speicher- oder Lastreduktionskapazität, die außerhalb des regulären Strommarkts vorgehalten wird und nur bei außergewöhnlicher Knappheit eingesetzt werden soll. Sie dient der Absicherung der [Versorgungssicherheit](/glossar/versorgungssicherhe
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Eine strategische Reserve ist eine vertraglich vorgehaltene elektrische Leistung, die außerhalb des normalen Strommarkts bereitsteht und nur in klar definierten Knappheitssituationen eingesetzt wird. Sie dient dazu, einen zusätzlichen Sicherheitspuffer für die Stromversorgung zu schaffen, ohne die laufende Einsatzentsc
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Strike Price bezeichnet den in einem Differenzvertrag festgelegten Referenzpreis, mit dem die Markterlöse einer Stromerzeugungsanlage verglichen werden. Er wird meist in Euro je Megawattstunde angegeben. Liegt der relevante Marktpreis unter diesem Wert, erhält der Anlagenbetreiber eine Ausgleichszahlung. Liegt der Mark
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Ein PV-String ist eine Reihenschaltung mehrerer Solarmodule in einer Photovoltaikanlage. In einer Reihenschaltung addieren sich die Spannungen der einzelnen Module, während durch alle Module derselbe Strom fließt. Der String bildet damit eine elektrische Einheit auf der Gleichstromseite der Anlage und wird an einen [We
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Strom ist die gerichtete Bewegung elektrischer Ladung. Physikalisch bezeichnet der Begriff zunächst den elektrischen Strom im engeren Sinn, also eine Stromstärke, die in Ampere gemessen wird. In der Energiewirtschaft und Alltagssprache wird „Strom“ jedoch meist weiter verwendet: Gemeint ist elektrische Energie, die in
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Ein Stromausfall ist eine Unterbrechung der elektrischen Versorgung an einem Netzanschlusspunkt, in einem Netzabschnitt oder in einem größeren Versorgungsgebiet. Für die betroffenen Verbraucher bedeutet das: Spannung ist nicht mehr verfügbar, elektrische Geräte können nicht betrieben werden, Anlagen schalten ab oder we
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Strombeschaffung bezeichnet die vertragliche und operative Sicherung von Strommengen, die ein Lieferant, ein Industrieunternehmen, ein Stadtwerk oder ein anderer Marktakteur für künftige Verbräuche benötigt. Beschafft werden dabei Energiemengen in Kilowattstunden oder Megawattstunden, meist für bestimmte Lieferzeiträum
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Eine Strombörse ist ein organisierter Handelsplatz, an dem Strommengen für bestimmte Lieferzeiträume nach festgelegten Regeln gekauft und verkauft werden. Gehandelt wird nicht „Strom“ als frei lagerbare Ware, sondern die Verpflichtung, zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte elektrische Energiemenge in ein Marktge
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Stromerzeugung bezeichnet die Umwandlung anderer Energieformen in elektrische Energie. Sie findet in technischen Anlagen statt, etwa in Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerken, Kohle- und Gaskraftwerken, Kernkraftwerken, Biomasseanlagen, Blockheizkraftwerken oder Speichern im Entladebetrieb. Physikal
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Stromgestehungskosten bezeichnen die durchschnittlichen Kosten, zu denen eine Stromerzeugungsanlage über ihre wirtschaftliche Lebensdauer eine Kilowattstunde Strom erzeugt. International wird dafür häufig die Abkürzung LCOE verwendet, für Levelized Cost of Electricity. Die Kennzahl verteilt alle relevanten Kosten einer
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Stromhandel bezeichnet den Kauf und Verkauf elektrischer Energie für bestimmte Lieferzeiträume. Gehandelt wird nicht „Strom“ als beliebige Ware im Lager, sondern eine Energiemenge in einem zeitlich festgelegten Intervall, meist angegeben in Megawattstunden. Eine Megawattstunde entspricht der Energiemenge, die bei einer
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Stromkennzeichnung bezeichnet die gesetzlich geregelte Ausweisung, aus welchen Energiequellen sich der Strom eines Lieferanten oder eines konkreten Stromprodukts bilanziell zusammensetzt. Stromversorger müssen gegenüber Endkunden angeben, welche Anteile auf erneuerbare Energien, fossile Energieträger und Kernenergie en
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Ein Stromlieferant ist ein Unternehmen, das Strom an Letztverbraucher verkauft und dafür die vertragliche Belieferung, Beschaffung, Abrechnung und Kundenkommunikation organisiert. Er ist die Marktrolle, mit der Haushalte, Gewerbebetriebe oder Industriekunden ihren Stromliefervertrag schließen. Ein Stromlieferant ist da
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Der Strommarkt bezeichnet die Gesamtheit der Regeln, Handelsplätze, Verträge und Institutionen, über die elektrische Energie beschafft, verkauft, bilanziert und abgerechnet wird. Er umfasst den Großhandel zwischen Erzeugern, Händlern und Lieferanten, Terminmärkte zur längerfristigen Absicherung, kurzfristige Märkte für
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Strommix bezeichnet die Zusammensetzung von Strom nach den Energiequellen, aus denen er erzeugt oder bilanziell einem Verbrauch zugeordnet wird. Gemeint sein kann der Mix der tatsächlichen Stromerzeugung in einem Land, der Mix in einer Markt- oder Preiszone, der Liefermix eines Stromanbieters, der Mix eines bestimmten
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Stromnachfrage bezeichnet die elektrische Leistung oder Energiemenge, die Verbraucher zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums aus dem Stromsystem beziehen wollen oder tatsächlich beziehen. Der Begriff kann sich daher auf eine momentane Größe beziehen, etwa die Last in Gigawatt um 18 Uhr,
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Das Stromnetz ist die technische Infrastruktur, über die elektrische Energie von Erzeugungsanlagen zu Verbrauchern gelangt und über die dezentrale Anlagen Strom einspeisen. Es umfasst Leitungen, Kabel, Umspannwerke, Transformatoren, Schaltanlagen, Schutztechnik, Mess- und Leittechnik sowie die betrieblichen Verfahren,
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Stromnetze sind die miteinander verbundenen technischen Infrastrukturen, über die elektrische Energie von Erzeugungsanlagen zu Verbrauchern transportiert, verteilt und in ihrer Qualität stabil gehalten wird. Der Plural ist wichtig, weil es nicht das eine homogene Netz gibt. Gemeint sind Übertragungsnetze, Verteilnetze,
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Strompreis bezeichnet den Geldbetrag, der für elektrische Energie verlangt oder gezahlt wird. Gemeint sein kann der Preis an der Strombörse, der Arbeitspreis in einem Haushaltsvertrag, ein Industriestrompreis, ein Beschaffungspreis eines Lieferanten oder ein rechnerischer Durchschnittspreis über ein Jahr. Ohne Angabe d
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Strompreisbestandteile sind die einzelnen Kosten- und Preispositionen, aus denen sich der Strompreis für Letztverbraucher zusammensetzt. Bei Haushalten und vielen kleineren Gewerbekunden umfasst der Endpreis typischerweise Kosten für Beschaffung und Vertrieb, [Netzentgelte](/glossar/netzentgelt.html), Messstellenbetrie
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Stromspitzenlastkappung bezeichnet die gezielte Begrenzung kurzzeitiger elektrischer Leistungsspitzen. Der englische Begriff Peak Shaving wird häufig synonym verwendet. Gemeint ist nicht in erster Linie eine Senkung des gesamten Stromverbrauchs, sondern eine Verringerung der höchsten gleichzeitig aus dem Netz bezogenen
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Ein Stromsystem ist die Gesamtheit der technischen Anlagen, Regeln, Märkte, Betriebsprozesse und Institutionen, die elektrische Energie erzeugen, transportieren, verteilen, speichern, messen, handeln und verbrauchen. Zum Stromsystem gehören Kraftwerke, Wind- und Solaranlagen, Stromnetze, Umspannwerke, Speicher, steuerb
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Stromverbrauch bezeichnet die Menge elektrischer Energie, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums genutzt wird. Er wird meistens in Kilowattstunden gemessen. Eine Kilowattstunde entsteht, wenn eine elektrische Leistung von einem Kilowatt eine Stunde lang in Anspruch genommen wird. Ein Gerät mit 2 Kilowatt Leistung ver
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Ein Stromzähler misst elektrische Energie, die über einen Netzanschluss bezogen oder in das Stromnetz eingespeist wird. Die gemessene Größe ist in der Regel die Kilowattstunde, also eine Energiemenge. Ein Gerät mit 1 Kilowatt elektrischer Leistung, das eine Stunde lang betrieben wird, verursacht einen Verbrauch von 1 K
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Strukturwandel bezeichnet eine dauerhafte Veränderung der wirtschaftlichen, technischen und räumlichen Ordnung einer Volkswirtschaft oder einer Region. Im Zusammenhang mit dem Stromsystem meint der Begriff vor allem den Übergang von fossilen Energieträgern, zentralen Kraftwerksstrukturen und energieintensiven Industrie
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Ein Stufenschalter ist eine Einrichtung an einem [Transformator](/glossar/transformator.html), mit der das Übersetzungsverhältnis zwischen zwei Spannungsebenen in diskreten Schritten verändert wird. Er verändert also nicht die übertragene Energie und auch nicht die Frequenz, sondern die Spannung auf einer Netzseite des
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Submetering bezeichnet die zusätzliche Messung von Energieverbräuchen oder Einspeisungen innerhalb einer größeren Kundenanlage, eines Gebäudes, eines Quartiers oder eines Betriebs. Der Hauptzähler erfasst den Austausch mit dem öffentlichen Stromnetz. Unterzähler messen dagegen einzelne Wohnungen, Gewerbeeinheiten, Lade
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Suffizienz bezeichnet im Energiesystem die Begrenzung oder Verringerung des Bedarfs an Energie, Leistung, Material oder Infrastruktur, indem Art, Umfang und Organisation von Energiedienstleistungen verändert werden. Gemeint ist nicht bloß ein geringerer Stromverbrauch durch sparsamere Geräte, sondern die Frage, welche
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Ein Superkondensator ist ein elektrischer Speicher, der Energie überwiegend elektrostatisch an Grenzflächen zwischen Elektroden und Elektrolyt speichert und sie sehr schnell aufnehmen oder abgeben kann. Er liegt technisch zwischen einem klassischen Kondensator und einer Batterie: Er speichert deutlich mehr Energie als
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Supply-Chain Security bezeichnet die Absicherung von Lieferketten gegen Manipulation, Ausfall, Abhängigkeit und unerkannte Schwachstellen. Im Stromsystem umfasst sie nicht nur die Herkunft physischer Komponenten, sondern auch Software, Firmware, Entwicklungsprozesse, Wartungszugänge, Cloud-Dienste, Unterauftragnehmer,
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Ein SVC, ausgeschrieben Static Var Compensator, ist eine netztechnische Anlage zur schnellen Bereitstellung oder Aufnahme von [Blindleistung](/glossar/blindleistung.html) in einem Wechselstromnetz. Er dient vor allem der Spannungshaltung, der Begrenzung von Spannungsschwankungen und der Unterstützung der statischen und
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Ein Synchrongebiet ist ein zusammenhängender Teil des Wechselstromsystems, in dem alle direkt gekoppelten Netze mit derselben elektrischen Frequenz und in einem gemeinsamen Phasenbezug betrieben werden. Generatoren, Leitungen, Umspannwerke und viele angeschlossene Verbrauchseinrichtungen sind darin so miteinander verbu
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Ein Synchronous Condenser, auf Deutsch Synchronkondensator, ist eine rotierende elektrische Maschine, die an das Stromnetz angeschlossen ist und sich synchron zur Netzfrequenz dreht, ohne dabei im normalen Betrieb elektrische Wirkleistung zu erzeugen. Seine Aufgabe besteht vor allem darin, [Blindleistung](/glossar/blin
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Synthetic Inertia, auf Deutsch meist virtuelle Trägheit genannt, bezeichnet eine regelungstechnisch erzeugte Reaktion leistungselektronischer Anlagen auf Frequenzänderungen im Stromnetz. Gemeint ist nicht die mechanische Trägheit einer rotierenden Maschine, sondern die Fähigkeit von Anlagen wie Batteriespeichern, Winde
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Synthetische Kraftstoffe sind künstlich hergestellte Energieträger, die die Funktion fossiler Kraftstoffe übernehmen können, ohne selbst aus Erdöl, Erdgas oder Kohle gewonnen zu werden. Sie können flüssig sein, etwa synthetisches Benzin, Diesel, Kerosin oder Methanol, oder gasförmig, etwa synthetisches Methan. Häufig w
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Synthetische Trägheit bezeichnet eine Regelungsfunktion leistungselektronischer Anlagen, mit der sie bei schnellen Frequenzänderungen ein trägheitsähnliches Verhalten im Stromnetz bereitstellen. Sie wird vor allem bei Windenergieanlagen, Batteriespeichern, Photovoltaikanlagen, Elektrolyseuren oder anderen über Umrichte
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Synthetisches Methan ist künstlich hergestelltes Methan mit der chemischen Formel CH₄. Es entsteht in der Regel, indem [Wasserstoff](/glossar/wasserstoff.html) mit Kohlendioxid zu Methan und Wasser reagiert. Dieser Prozess heißt Methanisierung. Wird der Wasserstoff mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, wird synt
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Ein System Protection Scheme, kurz SPS, ist ein automatisiertes Schutz- und Steuerungskonzept für das Stromnetz, das bei vorher definierten kritischen Netzsituationen koordinierte Gegenmaßnahmen auslöst. Es schützt nicht nur ein einzelnes Betriebsmittel wie eine Leitung, einen Transformator oder einen Generator, sonder
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System-Inertia oder Systemträgheit bezeichnet die Fähigkeit eines Stromsystems, eine plötzliche Störung des Gleichgewichts zwischen Erzeugung und Verbrauch in den ersten Sekunden abzufedern und dadurch schnelle Änderungen der Netzfrequenz zu begrenzen. In einem klassischen Wechselstromsystem entsteht diese Trägheit vor
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System-LCOE bezeichnet eine erweiterte Form der Stromkostenbewertung, bei der nicht nur die durchschnittlichen Erzeugungskosten einer einzelnen Anlage betrachtet werden, sondern auch die Kosten und Nutzen, die diese Anlage im Stromsystem auslöst. Der Begriff baut auf den klassischen [Stromgestehungskosten](/glossar/str
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Systemdienlichkeit bezeichnet die Eigenschaft einer Anlage, eines Verbrauchers, eines Speichers, eines Tarifs, einer Marktregel oder einer Betriebsweise, das Stromsystem insgesamt zu entlasten oder stabiler, effizienter und verlässlicher nutzbar zu machen. Der Begriff beschreibt keine einzelne technische Größe wie Kilo
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Systemdienstleistungen sind technische Leistungen, die den sicheren Betrieb eines Stromsystems ermöglichen. Sie sorgen dafür, dass Frequenz, Spannung, Stromflüsse und Wiederaufbaufähigkeit des Netzes innerhalb zulässiger Grenzen bleiben. Gemeint ist also keine zusätzliche Strommenge, die an Haushalte oder Unternehmen g
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Systemdienstleistungen sind technische und organisatorische Leistungen, die den sicheren Betrieb des Stromsystems ermöglichen, ohne selbst mit der bloßen Lieferung von elektrischer Energie gleichgesetzt zu werden. Sie halten Frequenz und Spannung in zulässigen Grenzen, begrenzen Störungen, unterstützen den Netzbetrieb
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Systemführung bezeichnet die operative Koordination des Stromsystems im laufenden Betrieb. Sie sorgt dafür, dass Erzeugung, Verbrauch, Netzbelastung, Frequenz und Spannung zu jedem Zeitpunkt innerhalb zulässiger Grenzen bleiben. Gemeint ist damit keine langfristige Energieplanung und auch kein Stromhandel, sondern die
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Systemkosten sind Kosten, die im Stromsystem durch das Zusammenwirken von Erzeugung, Verbrauch, Netzen, Speicher, Reserve, Regelung und Marktorganisation entstehen. Sie lassen sich nicht vollständig einer einzelnen Anlage oder einer einzelnen Kilowattstunde zuordnen. Der Begriff ergänzt daher Kostenkennzahlen wie Inves
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Systemstabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Stromsystems, nach Störungen, Laständerungen, Erzeugungsschwankungen oder Netzfehlern in einem sicheren Betriebszustand zu bleiben oder wieder in einen solchen Zustand zurückzukehren. Gemeint ist damit nicht die allgemeine politische Stabilität der Energieversorgung, sond
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Systemträgheit beschreibt die Fähigkeit eines Stromsystems, sehr schnelle Frequenzänderungen unmittelbar abzumildern. Sie entsteht, wenn im Netz rotierende Massen elektromagnetisch mit der Netzfrequenz gekoppelt sind. In klassischen Stromsystemen liefern vor allem Synchrongeneratoren in Kohle-, Gas-, Kern- und Wasserkr
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Systemverantwortung bezeichnet die rechtlich zugewiesene und operativ ausgeübte Verantwortung dafür, dass ein Stromsystem in einem bestimmten Zuständigkeitsbereich sicher, stabil und zuverlässig betrieben werden kann. Gemeint ist weder das Eigentum an Kraftwerken oder Netzen noch die wirtschaftliche Verantwortung für v
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Der Szenariorahmen ist die verbindliche Annahmegrundlage für den deutschen [Netzentwicklungsplan](/glossar/netzentwicklungsplan.html). Er beschreibt, mit welchen zukünftigen Mengen, Leistungen, Standorten und Nutzungsweisen im Stromsystem gerechnet wird, bevor daraus ein konkreter Bedarf für Übertragungsnetze abgeleite
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Technische Lebensdauer bezeichnet den Zeitraum, in dem eine Anlage, ein Bauteil oder ein Betriebsmittel seine vorgesehene technische Funktion mit vertretbarem Aufwand sicher, zuverlässig und regelkonform erfüllen kann. Im Stromsystem betrifft das zum Beispiel Leitungen, Transformatoren, Schaltanlagen, Generatoren, Turb
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Teillastbetrieb bezeichnet den Betrieb einer technischen Anlage unterhalb ihrer Nennleistung. Ein Kraftwerk, eine Gasturbine, ein Motor, ein Kessel, eine Wärmepumpe oder eine industrielle Anlage arbeitet dann nicht am maximal vorgesehenen Leistungspunkt, sondern in einem reduzierten Betriebsbereich. Bei einem Kraftwerk
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Teillastwirkungsgrad bezeichnet den Wirkungsgrad einer technischen Anlage, wenn sie unterhalb ihrer Nennleistung betrieben wird. Die Nennleistung ist der Leistungswert, für den eine Anlage ausgelegt ist oder den sie dauerhaft unter festgelegten Bedingungen bereitstellen kann. Teillast liegt vor, wenn die Anlage nur ein
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Temperaturhub bezeichnet die Temperaturdifferenz, die ein thermisches System überwinden muss, um Wärme von einem niedrigeren auf ein höheres Temperaturniveau zu bringen. Bei einer [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) beschreibt der Begriff vereinfacht den Abstand zwischen der Temperatur der Wärmequelle und der Tempe
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Temperaturniveau bezeichnet die Temperaturhöhe, auf der Wärme bereitgestellt, gespeichert, transportiert oder genutzt wird. Gemeint ist also nicht die Menge an Wärme, sondern die Qualität dieser Wärme im Verhältnis zu einer Anwendung. Eine Kilowattstunde Wärme bei 35 Grad Celsius kann ein gut gedämmtes Gebäude beheizen
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Temporal Matching bezeichnet die zeitliche Zuordnung von Stromverbrauch und emissionsarmer oder erneuerbarer Stromerzeugung. Gemeint ist die Frage, ob die Strommenge, die ein Verbraucher in einer bestimmten Stunde oder einem anderen kurzen Zeitintervall benötigt, zeitgleich durch eine passende Erzeugungsmenge aus erneu
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Der Terminmarkt ist der Teil des Strommarkts, auf dem Strommengen für zukünftige Lieferzeiträume zu heute vereinbarten Preisen gehandelt werden. Gekauft oder verkauft wird also nicht Strom für die nächste Stunde oder den nächsten Tag, sondern ein Vertrag über eine spätere Lieferung oder einen finanziellen Ausgleich. Ty
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Thermal Energy Storage bezeichnet die Speicherung von Energie in Form von Wärme oder Kälte. Gemeint sind technische Anlagen und natürliche Speichermedien, die thermische Energie aufnehmen, über eine bestimmte Zeit halten und später wieder abgeben. Im Deutschen wird meist von Wärmespeichern gesprochen, obwohl der Begrif
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Thermal Rating bezeichnet die thermisch zulässige Belastungsgrenze eines elektrischen Betriebsmittels. Gemeint ist die Strombelastung, die eine Leitung, ein Kabel, ein Transformator oder ein anderes Netzbetriebsmittel unter festgelegten Bedingungen tragen darf, ohne dass zulässige Temperaturen überschritten werden. Die
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Thermal Runaway bezeichnet einen unkontrollierten thermischen Prozess in einer Batterie, bei dem eine steigende Zelltemperatur chemische Reaktionen auslöst, die zusätzliche Wärme freisetzen. Diese Wärme beschleunigt weitere Reaktionen. Aus einer Störung wird dadurch eine selbsterhaltende Kettenreaktion, die zur Zerstör
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Thermische Belastbarkeit bezeichnet die Fähigkeit eines elektrischen Betriebsmittels, Strom zu führen, ohne sich über zulässige Grenztemperaturen hinaus zu erwärmen. Sie betrifft vor allem Freileitungen, Erdkabel, Transformatoren, Sammelschienen, Schaltanlagen und Verbindungselemente. Sobald Strom durch einen Leiter od
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Thermische Leistung bezeichnet die Wärmemenge, die pro Zeiteinheit bereitgestellt, übertragen, aufgenommen oder abgeführt wird. Sie beschreibt also einen Wärmestrom, keine gespeicherte Energiemenge. Angegeben wird sie in Watt, Kilowatt oder Megawatt. Ein Kilowatt thermische Leistung bedeutet, dass in jeder Sekunde eine
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Thermische Trägheit von Gebäuden bezeichnet die Fähigkeit eines Gebäudes, Wärme aufzunehmen, über eine gewisse Zeit zu speichern und verzögert wieder abzugeben. Sie entsteht aus der Wärmekapazität von Bauteilen, Raumluft, Estrich, Innenwänden, Decken, Möbeln und technischen Komponenten des Heizsystems. Ein thermisch tr
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Ein thermischer Speicher ist eine Anlage oder ein Bauteil, das Wärme oder Kälte zeitlich verschiebt. Er nimmt thermische Energie auf, hält sie für eine bestimmte Dauer vor und gibt sie später wieder ab. Im Stromsystem ist er relevant, weil viele Stromanwendungen nicht unmittelbar elektrische Arbeit benötigen, sondern W
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Ein Time-of-Use-Tarif ist ein Stromtarif, bei dem der Arbeitspreis je Kilowattstunde nach vorher festgelegten Zeitfenstern variiert. Der Kunde zahlt also nicht zu jeder Tageszeit denselben Preis für verbrauchten Strom, sondern zum Beispiel mittags, nachts oder am Wochenende andere Preise als am frühen Abend. Die Zeitfe
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Topologie bezeichnet im Stromnetz die konkrete Struktur der elektrischen Verbindungen. Sie beschreibt, welche Leitungen, Transformatoren, Sammelschienen, Schaltanlagen, Erzeuger, Speicher und Verbraucher elektrisch miteinander verbunden sind und über welche Wege elektrische Leistung fließen kann. Gemeint ist damit nich
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Ein Topology Processor ist eine Funktion in einem Netzleitsystem, die aus dem statischen Netzmodell und den aktuellen Schaltzuständen die tatsächlich wirksame elektrische Netztopologie ableitet. Er bestimmt also, welche Leitungen, Transformatoren, Sammelschienen, Schalter und Netzbereiche im aktuellen Betriebszustand e
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Ein Transformator ist ein elektrisches Betriebsmittel, das Wechselspannung in eine andere Spannungsebene umwandelt und dabei elektrische Leistung zwischen zwei oder mehreren Stromkreisen überträgt. Er erhöht oder senkt die Spannung, während die Frequenz gleich bleibt. Im Stromnetz verbindet der Transformator unterschie
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Transformer Loading bezeichnet die Auslastung eines Transformators im Verhältnis zu seiner zulässigen elektrischen und thermischen Belastbarkeit. Gemeint ist nicht nur, wie viel Strom gerade durch den Transformator fließt, sondern wie stark dieses Betriebsmittel unter den konkreten Betriebsbedingungen beansprucht wird.
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Transient Stability, auf Deutsch meist transiente Stabilität, bezeichnet die Fähigkeit eines Wechselstromsystems, nach einer großen und schnellen Störung synchron zu bleiben und in einen zulässigen Betriebszustand zurückzukehren. Gemeint sind Ereignisse wie Kurzschlüsse, das Abschalten einer Leitung, der Ausfall eines
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Transitfluss bezeichnet einen Stromfluss, der durch ein Netzgebiet hindurchläuft, obwohl Erzeugung und Verbrauch dieses Stroms nicht beide in diesem Gebiet liegen. Das Netzgebiet kann ein Staat, eine Regelzone, eine Gebotszone oder das Netz eines Übertragungsnetzbetreibers sein. Der Begriff beschreibt also keine besond
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Treibhausgase sind Gase in der Erdatmosphäre, die einen Teil der von der Erdoberfläche abgegebenen Wärmestrahlung aufnehmen und wieder abgeben. Dadurch beeinflussen sie den Wärmehaushalt der Erde. Ohne natürliche Treibhausgase wäre die Erde deutlich kälter. Das klimapolitische Problem entsteht durch die zusätzliche Kon
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Treibhausgasemissionen sind Freisetzungen von Gasen, die den Strahlungshaushalt der Erde verändern und dadurch zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen. Zu den wichtigsten Treibhausgasen gehören Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) sowie fluorierte Treibhausgase. Sie unterscheiden sich deutlich in ihrer Verwei
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TSO-DSO-Koordination bezeichnet die operative und planerische Abstimmung zwischen Übertragungsnetzbetreibern und Verteilnetzbetreibern. TSO steht für Transmission System Operator, im deutschen Sprachraum Übertragungsnetzbetreiber. DSO steht für Distribution System Operator, also Verteilnetzbetreiber. Der Begriff beschr
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Ein Two-sided CfD ist ein Differenzvertrag, bei dem Zahlungen in beide Richtungen fließen können. Liegt der Marktpreis unter dem Referenzpreis, erhält der Anlagenbetreiber eine Ausgleichszahlung. Liegt er darüber, zahlt der Betreiber die Differenz zurück.
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TYNDP steht für Ten-Year Network Development Plan. Gemeint ist der europäische Zehnjahresplan für die Entwicklung des Stromübertragungsnetzes, der von ENTSO-E, dem Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, erstellt wird. Der TYNDP beschreibt, welche überregionalen und grenzüberschreitenden Netzprojekte aus eu
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Überfrequenz bezeichnet einen Betriebszustand, in dem die [Netzfrequenz](/glossar/netzfrequenz.html) über ihrem Sollwert liegt. Im europäischen Verbundsystem beträgt dieser Sollwert 50 Hertz. Steigt die Frequenz darüber, zeigt das an, dass im synchron verbundenen Stromsystem in diesem Moment mehr [Wirkleistung](/glossa
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Überstromschutz bezeichnet Schutzfunktionen, die elektrische Anlagen abschalten oder den Stromfluss begrenzen, wenn der Strom einen zulässigen Wert überschreitet. Geschützt werden Leitungen, Kabel, Transformatoren, Motoren, Schaltanlagen und angeschlossene Geräte. Der Überstromschutz verhindert nicht den Fehler selbst,
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Das Übertragungsnetz ist der Teil des Stromnetzes, der elektrische Energie mit sehr hoher Spannung über große Entfernungen transportiert und dabei große Erzeugungsräume, Verbrauchszentren, Verteilnetze und benachbarte Stromsysteme miteinander verbindet. In Deutschland meint der Begriff vor allem das Höchstspannungsnetz
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Ein Übertragungsnetzbetreiber, kurz ÜNB, betreibt das Höchstspannungsnetz und trägt die operative Verantwortung dafür, dass Stromerzeugung und Stromverbrauch im überregionalen Verbund jederzeit technisch zusammenpassen. In Deutschland arbeiten vier ÜNB: 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW. Sie betreiben Netze auf d
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Ein Umspannwerk ist eine Anlage im Stromnetz, in der elektrische Energie zwischen unterschiedlichen Spannungsebenen übertragen, geschaltet, gemessen, geschützt und betrieblich überwacht wird. Sein sichtbarstes Bauteil ist meist der Transformator, der die Spannung erhöht oder senkt. Technisch besteht ein Umspannwerk abe
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Umwandlungsverluste sind Energieanteile, die bei der Umwandlung von einer Energieform in eine andere nicht in der gewünschten nutzbaren Form verfügbar werden. In der Energiewirtschaft betrifft das etwa die Umwandlung von Kohle, Gas, Uran, Biomasse, Sonnenstrahlung oder Windbewegung in Strom, Wärme, mechanische Arbeit o
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Unbundling, auf Deutsch Entflechtung, bezeichnet die rechtliche, organisatorische oder eigentumsrechtliche Trennung des Netzbetriebs von den wettbewerblichen Bereichen der Energieversorgung. Im Stromsystem betrifft das vor allem die Trennung zwischen Stromnetz und Tätigkeiten wie Erzeugung, Handel und Vertrieb. Der Gru
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Under-Frequency Load Shedding, kurz UFLS, bezeichnet den automatischen Abwurf von elektrischer Last bei zu niedriger Netzfrequenz. Gemeint ist eine Schutzmaßnahme im Stromsystem: Wenn die Frequenz so stark fällt, dass ein stabiler Netzbetrieb gefährdet ist, werden vorab definierte Verbraucher oder Netzbereiche innerhal
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Ein ungeplanter Ausfall ist der nicht vorgesehene Verlust der Verfügbarkeit einer technischen Einheit im Stromsystem. Betroffen sein können Kraftwerke, Netzleitungen, Transformatoren, Schaltanlagen, Speicher, Umrichter, Leittechnik oder einzelne Hilfssysteme, ohne die eine Anlage nicht oder nur eingeschränkt betrieben
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Unit Commitment bezeichnet die Entscheidung, welche konkreten Erzeugungseinheiten in einem bestimmten Zeitraum eingeschaltet, ausgeschaltet, angefahren, abgefahren oder betriebsbereit gehalten werden. Der Begriff stammt aus der Kraftwerkseinsatzplanung und beschreibt eine Optimierungsaufgabe, bei der technische Eigensc
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Unsymmetrie bezeichnet im Stromnetz die Abweichung eines dreiphasigen Wechselstromsystems vom idealen Drehstromzustand. In einem symmetrischen Drehstromsystem haben die drei Phasen gleiche Spannungsbeträge oder Strombeträge und sind zeitlich um jeweils 120 elektrische Grad gegeneinander verschoben. Von Unsymmetrie spri
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Unterbrechbare Last bezeichnet einen Stromverbraucher oder einen technischen Prozess, dessen Strombezug für eine begrenzte Zeit reduziert, verschoben oder vollständig unterbrochen werden kann, ohne dass dadurch ein unvertretbarer Schaden entsteht. Gemeint ist also keine zufällige Abschaltung, sondern eine vorher defini
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Unterfrequenz bezeichnet einen Zustand, in dem die elektrische [Netzfrequenz](/glossar/netzfrequenz.html) unter ihren Sollwert fällt. Im europäischen Verbundsystem liegt dieser Sollwert bei 50 Hertz. Hertz beschreibt Schwingungen pro Sekunde; bei 50 Hertz wechselt der Wechselstrom fünfzigmal pro Sekunde seine Richtung.
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Unterfrequenzlastabwurf bezeichnet die automatische Abschaltung von elektrischen Verbrauchern, wenn die Frequenz eines Stromnetzes unter festgelegte Schwellenwerte fällt. Der Mechanismus reduziert schlagartig die Last, also die entnommene elektrische Leistung, damit sich Erzeugung und Verbrauch wieder annähern. Er gehö
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Valley Filling bezeichnet die gezielte Erhöhung des Strombezugs in Zeiten, in denen die Last im Stromsystem niedrig ist oder in denen viel Stromerzeugung verfügbar ist und die Preise entsprechend niedrig ausfallen. Gemeint ist das Auffüllen von Tälern im Lastprofil. Solche Täler können nachts entstehen, wenn Haushalte
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Variable Kosten sind Kosten, die mit der tatsächlich erzeugten, gelieferten oder verbrauchten Menge steigen oder fallen. Im Stromsystem beschreibt der Begriff vor allem jene Kosten, die entstehen, wenn eine Anlage tatsächlich Strom erzeugt, ein Speicher lädt oder entlädt oder ein Verbraucher zusätzliche elektrische Ene
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Vehicle-to-Building, kurz V2B, bezeichnet die bidirektionale Nutzung von Elektrofahrzeugen als Stromquelle für ein Gebäude oder einen Standort. Eine Fahrzeugbatterie wird dabei nicht nur geladen, wenn Strom verfügbar oder günstig ist, sondern kann zeitweise Strom an die elektrische Anlage eines Gebäudes zurückgeben. Ty
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Vehicle-to-Grid bezeichnet die Rückspeisung von Strom aus der Batterie eines Elektrofahrzeugs in das öffentliche Stromnetz. Das Fahrzeug wird dabei nicht nur als Verbraucher betrachtet, der beim Laden elektrische Energie aufnimmt, sondern zeitweise als steuerbarer Speicher, der Energie abgeben kann. Voraussetzung ist b
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Vehicle-to-Home, kurz V2H, bezeichnet die Nutzung der Batterie eines Elektrofahrzeugs zur Versorgung eines Hauses oder einzelner Verbraucher im Gebäude. Das Elektroauto wird dabei nicht nur geladen, sondern gibt bei Bedarf elektrische Energie an die Hausinstallation ab. Die Nutzung bleibt hinter dem Hausanschluss, also
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Ein Verbundnetz ist ein elektrisch gekoppeltes Stromnetz, in dem mehrere regionale oder nationale Netze gemeinsam betrieben werden. Bei einem synchronen Verbundnetz sind die Wechselstromnetze so miteinander verbunden, dass sie mit derselben [Netzfrequenz](/glossar/netzfrequenz.html) schwingen. In Kontinentaleuropa betr
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Verfügbarkeit beschreibt, ob eine Anlage, eine Leitung, ein Speicher, ein Kraftwerksteil oder eine andere technische Ressource zu einem bestimmten Zeitpunkt einsatzbereit ist und die vorgesehene Funktion erfüllen kann. Im Stromsystem bezieht sich der Begriff meist darauf, ob eine Ressource elektrische [Leistung](/gloss
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Der Verfügbarkeitsfaktor beschreibt, welcher Anteil eines betrachteten Zeitraums eine Anlage technisch einsatzbereit ist. Bei einem Kraftwerk bedeutet das: Die Anlage hätte innerhalb dieses Zeitraums Strom erzeugen können, sofern sie vom Markt, vom Netzbetreiber oder vom Betreiber abgerufen worden wäre. Gemessen wird d
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Die Verlustenergiequote beschreibt den Anteil der elektrischen Energie, der beim Transport, bei der Umspannung und bei der Verteilung im Stromnetz nicht als nutzbare elektrische Energie bei den angeschlossenen Verbrauchern oder nachgelagerten Netzen ankommt. Sie setzt die [Netzverlustenergie](/glossar/netzverlustenergi
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Vermeidungskosten bezeichnen die Kosten, die entstehen, um eine bestimmte Menge an Treibhausgasemissionen gegenüber einem Vergleichsfall zu vermeiden. Üblicherweise werden sie in Euro pro Tonne CO₂-Äquivalent angegeben. Eine Maßnahme mit Vermeidungskosten von 80 Euro je Tonne CO₂-Äquivalent verursacht rechnerisch Koste
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Versorgungsqualität beschreibt, wie zuverlässig und in welcher technischen Beschaffenheit elektrische Energie an einem Netzanschluss bereitgestellt wird. Der Begriff umfasst die Dauer und Häufigkeit von Versorgungsunterbrechungen ebenso wie die Eigenschaften der gelieferten Spannung, etwa Spannungshöhe, Frequenz, Spann
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Versorgungssicherheit bezeichnet die Fähigkeit eines Energiesystems, die nachgefragte Energie zu jedem Zeitpunkt in der benötigten Menge, am richtigen Ort und in der erforderlichen technischen Qualität bereitzustellen. Im Stromsystem heißt das: Erzeugung, Speicher, Netze, Verbrauchssteuerung und Betriebsführung müssen
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Eine Versorgungsunterbrechung liegt vor, wenn eine Anschlussstelle, ein Netzabschnitt oder ein größerer Versorgungsbereich vorübergehend nicht mit elektrischer Energie beliefert wird. Der Begriff beschreibt den Ausfall der Versorgungsfunktion aus Sicht des betroffenen Anschlusses, nicht automatisch einen Zusammenbruch
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Das Verteilnetz ist der Teil des Stromnetzes, der elektrische Energie innerhalb von Regionen, Städten, Gemeinden, Gewerbegebieten und Wohnquartieren verteilt. Es verbindet die übergeordneten Netzebenen mit den einzelnen Anschlusspunkten von Haushalten, Gewerbe, Industrie, Ladepunkten, Wärmepumpen, Speichern und dezentr
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Ein Verteilnetzbetreiber, kurz VNB, betreibt das regionale und lokale Stromnetz, über das Strom zu Haushalten, Gewerbebetrieben, kommunalen Einrichtungen und vielen Industriekunden gelangt. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören vor allem Niederspannungsnetze, Mittelspannungsnetze und in vielen Fällen auch regionale H
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Ein Verteilnetzengpass liegt vor, wenn Leitungen, Transformatoren oder andere Betriebsmittel im Verteilnetz die gleichzeitig auftretende Einspeisung oder Entnahme nicht ohne Grenzwertverletzung aufnehmen können. Er entsteht häufig lokal und zeitlich begrenzt.
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Ein Virtual PPA ist ein finanzieller Stromabnahmevertrag zwischen einem Stromerzeuger und einem Abnehmer, bei dem der Strom nicht physisch direkt vom Erzeuger zum Abnehmer geliefert wird. Die Vertragsparteien vereinbaren typischerweise einen festen Preis für eine bestimmte Strommenge oder für die Produktion einer besti
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Ein virtueller Stromspeicher ist keine einzelne Anlage, die Strom in eine andere Energieform umwandelt, aufbewahrt und später wieder einspeist. Der Begriff bezeichnet eine organisatorische, bilanzielle oder markttechnische Speicherwirkung: Erzeugung, Verbrauch, Handel und gegebenenfalls reale Speicher werden so koordin
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Ein virtuelles Kraftwerk ist ein digital koordinierter Verbund vieler dezentraler Erzeuger, Speicher und steuerbarer Verbraucher, der nach außen wie eine gemeinsame technische und wirtschaftliche Einheit auftreten kann. Der Begriff beschreibt kein Kraftwerk an einem Ort, sondern eine Steuerungs- und Vermarktungsstruktu
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Volatilität bezeichnet die Stärke, Häufigkeit und Geschwindigkeit von Schwankungen einer Größe. Im Stromsystem kann damit die Veränderlichkeit von Strompreisen, Einspeisung, Nachfrage, Residuallast, Brennstoffpreisen oder Netzbelastungen gemeint sein. Der Begriff beschreibt zunächst keine Ursache und keine Bewertung. E
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VoLL steht für Value of Lost Load und bezeichnet den geschätzten wirtschaftlichen Wert von Strom, der in einer Knappheitssituation nicht geliefert werden kann. Üblich ist die Angabe in Euro pro Megawattstunde oder Kilowattstunde nicht versorgter Energie. Gemeint ist also nicht der normale Strompreis, sondern der Schade
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Volllaststunden sind eine rechnerische Kennzahl, die angibt, wie viele Stunden eine Anlage mit ihrer installierten Leistung hätte laufen müssen, um eine bestimmte Energiemenge zu erzeugen. Berechnet werden sie, indem die erzeugte elektrische Energie durch die installierte elektrische Leistung geteilt wird. Erzeugt eine
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Volt ist die Einheit der elektrischen Spannung. Spannung bezeichnet den elektrischen Potenzialunterschied zwischen zwei Punkten. Sie gibt an, welche elektrische „Antriebskraft“ für den Transport von Ladung vorhanden ist. Im Stromnetz beschreibt die Spannungsebene das Spannungsniveau, auf dem elektrische Energie transpo
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Voltage Collapse, auf Deutsch Spannungskollaps, bezeichnet einen Vorgang im Stromnetz, bei dem die elektrische Spannung in einem Netzbereich so stark absinkt, dass sie durch die vorhandenen Betriebsmittel nicht mehr stabilisiert werden kann. Aus einer Unterspannung wird dann kein lokaler Betriebsfehler mehr, sondern ei
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Voltage Stability, auf Deutsch Spannungsstabilität, bezeichnet die Fähigkeit eines Stromsystems, an den relevanten Netzknoten eine zulässige elektrische Spannung aufrechtzuerhalten, wenn sich Lasten, Einspeisungen oder Netzschaltungen ändern oder wenn eine Störung auftritt. Gemeint ist nicht die bloße Existenz einer Sp
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Volume Risk bezeichnet das Mengenrisiko in der Stromwirtschaft: die Gefahr, dass die tatsächlich erzeugte, gelieferte, abgenommene oder verbrauchte Strommenge von der erwarteten oder vertraglich vereinbarten Menge abweicht. Die relevante Größe ist Energie, meist gemessen in Kilowattstunden oder Megawattstunden. Volume
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Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das ein Wärmeerzeuger in einen Heizkreis oder ein Wärmenetz einspeist. Sie wird meist in Grad Celsius angegeben und beschreibt nicht die Temperatur im Raum, sondern das Temperaturniveau, mit dem Wärme über Heizkörper, Fußbodenheizungen, Wandheizungen oder Überga
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WACC steht für Weighted Average Cost of Capital, auf Deutsch gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten. Der Begriff beschreibt, welche durchschnittliche Verzinsung ein Unternehmen, ein Netzbetreiber oder ein einzelnes Investitionsprojekt auf das eingesetzte Kapital erwirtschaften muss, damit Eigenkapitalgeber und Frem
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Wake Effect bezeichnet den Nachlaufeffekt hinter einer Windenergieanlage: Eine Turbine entzieht dem anströmenden Wind Bewegungsenergie, wandelt einen Teil davon in elektrische Energie um und hinterlässt hinter dem Rotor eine Zone mit geringerer Windgeschwindigkeit und erhöhter Turbulenz. Trifft dieser Nachlauf auf eine
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Eine Wallbox ist ein fest installierter Ladepunkt für ein Elektrofahrzeug. Sie verbindet das Fahrzeug kontrolliert mit der elektrischen Anlage eines Gebäudes oder Grundstücks und stellt dabei Ladeleistung, Schutzfunktionen und je nach Ausstattung Kommunikations- und Steuerungsmöglichkeiten bereit. Technisch ist sie kei
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Ein Messwandler ist ein elektrisches Betriebsmittel, das hohe Ströme oder hohe Spannungen in kleinere, standardisierte und sicher handhabbare Messgrößen übersetzt. Er macht elektrische Größen messbar, ohne dass Messgeräte, Zähler oder Schutzrelais direkt an den hohen Betriebswerten eines Netzes angeschlossen werden müs
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Wärme ist Energie, die infolge eines Temperaturunterschieds von einem Körper, Medium oder System auf ein anderes übertragen wird. Im energiewirtschaftlichen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff meist die nutzbare thermische Energie für Raumheizung, Warmwasser, industrielle Prozesse, Trocknung, Dampf, Fernwärme oder Kü
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Wärmebedarf bezeichnet die Wärmemenge, die benötigt wird, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen: Räume auf eine gewünschte Temperatur zu bringen, Trinkwasser zu erwärmen oder industrielle Prozesse mit Wärme zu versorgen. Er wird meist als Energiemenge in Kilowattstunden angegeben, häufig bezogen auf ein Jahr. Für den B
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Ein Wärmemengenzähler ist ein Messgerät, das die übertragene Wärmemenge in einem Heiz- oder Kühlsystem erfasst. Er misst nicht einfach eine Temperatur, sondern berechnet aus dem durchströmenden Wasservolumen und der Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf, wie viel thermische Energie an ein Gebäude, eine Wohn
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Ein Wärmenetz ist eine leitungsgebundene Infrastruktur, die Wärme von einer oder mehreren Erzeugungsquellen zu mehreren Gebäuden, Quartieren, Gewerbebetrieben oder Industrieabnehmern transportiert. Technisch besteht es aus Rohrleitungen, Pumpen, Übergabestationen, Mess- und Regeltechnik sowie häufig aus Wärmespeichern.
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Wärmeplanung bezeichnet die räumlich und zeitlich geordnete Planung, wie Gebäude, Quartiere, Gewerbegebiete oder ganze Kommunen künftig mit Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme versorgt werden sollen. Sie erfasst den heutigen Wärmebedarf, die Gebäudestruktur, vorhandene Heizsysteme, mögliche Wärmenetze, erneuerbare W
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Eine Wärmepumpe ist ein Heiz- oder Kühlsystem, das Wärme aus einer Quelle mit niedriger Temperatur aufnimmt und auf ein höheres Temperaturniveau bringt. Als Wärmequelle dienen meist Außenluft, Erdreich, Grundwasser, Abwasser, Abluft oder industrielle Abwärme. Der dafür benötigte Strom wird nicht einfach in Wärme umgewa
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Eine Wärmequelle ist das Medium, der Ort oder der technische Prozess, aus dem ein Wärmesystem Wärme entnimmt. Bei einer [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) kann die Wärmequelle Außenluft, Erdreich, Grundwasser, Oberflächenwasser, Abwasser, industrielle Abwärme, ein Rechenzentrum, ein Wärmenetz oder ein saisonaler S
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Eine Wärmequellenanlage ist die technische Einrichtung, mit der eine [Wärmepumpe](/glossar/waermepumpe.html) oder ein Wärmesystem Wärme aus einer Umwelt-, Infrastruktur- oder Abwärmequelle erschließt. Sie umfasst die baulichen, hydraulischen, thermischen und regelungstechnischen Komponenten, die dafür sorgen, dass Wärm
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Ein Wärmespeicher ist eine technische Einrichtung, die thermische Energie aufnimmt, über eine bestimmte Zeit hält und später wieder als nutzbare Wärme abgibt. Er speichert keine Elektrizität, sondern Temperaturunterschiede, meist in Wasser, Erdreich, Gestein, Salz, Beton oder speziellen Speichermaterialien. Typische Fo
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Ein Wärmetauscher ist ein technisches Bauteil, das Wärme von einem Medium auf ein anderes überträgt. Die beteiligten Medien können Wasser, Dampf, Luft, Öl, Kältemittel oder Prozessflüssigkeiten sein. In vielen Anwendungen bleiben sie stofflich getrennt: Heißes Wasser aus einem Fernwärmenetz erwärmt dann zum Beispiel Tr
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Eine Wärmeübergabestation ist die technische Schnittstelle zwischen einem Wärmenetz und der Heizungs- oder Warmwasseranlage eines Gebäudes. Sie nimmt Wärme aus dem Netz auf, überträgt sie auf die Kundenanlage und regelt, welche Wärmeleistung dem Gebäude zu welchem Zeitpunkt bereitgestellt wird. In vielen Anlagen geschi
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Wärmewende bezeichnet den Umbau der Wärmeversorgung von fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Heizöl und Kohle auf emissionsarme, effiziente und langfristig tragfähige Lösungen. Sie umfasst Raumwärme, Warmwasser, Prozesswärme in Gewerbe und Industrie, Wärmenetze, Gebäudehüllen, Abwärmenutzung und die kommunale Planung der
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Warmstart, Kaltstart und Heißstart bezeichnen den thermischen Zustand einer Kraftwerksanlage beim Wiederanfahren. Gemeint ist nicht die installierte Leistung eines Kraftwerks, sondern die Frage, wie stark Kessel, Turbine, Rohrleitungen, Generatorhilfssysteme und weitere Komponenten seit dem letzten Betrieb abgekühlt si
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Warmwasserbedarf bezeichnet die Energiemenge und die zeitweise benötigte Leistung, die erforderlich sind, um Trinkwasser für Duschen, Baden, Küche, Reinigung oder gewerbliche Anwendungen auf eine nutzbare Temperatur zu erwärmen. Gemeint ist dabei Trinkwarmwasser, also erwärmtes Wasser mit hygienischen Anforderungen, ni
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Wartbarkeit bezeichnet die Eigenschaft einer Anlage, eines technischen Systems oder einer digitalen Infrastruktur, mit vertretbarem Aufwand geprüft, instand gehalten, repariert, aktualisiert oder erweitert werden zu können. Im Stromsystem betrifft Wartbarkeit nicht nur einzelne Bauteile wie Transformatoren, Schaltanlag
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Wartung bezeichnet geplante technische Maßnahmen, mit denen Anlagen, Netze, Schutzsysteme, Leittechnik oder einzelne Betriebsmittel funktionsfähig, sicher und regelkonform gehalten werden. Im Stromsystem betrifft das Kraftwerke, Umspannwerke, Leitungen, Transformatoren, Schaltanlagen, Batteriespeicher, Windenergieanlag
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Wasserkraft bezeichnet die Nutzung der Bewegungsenergie oder Lageenergie von Wasser zur Stromerzeugung. Technisch wird dabei Wasser durch eine Turbine geführt, die einen Generator antreibt. Die Strommenge hängt vor allem von zwei Größen ab: der Wassermenge, die durch die Turbine fließt, und der Fallhöhe zwischen Oberwa
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Wasserstoff ist ein Energieträger und chemischer Grundstoff, der Energie aufnehmen, speichern, transportieren und in anderen Prozessen wieder abgeben kann. Er ist keine Primärenergiequelle wie Wind, Sonne, Kohle oder Erdgas, sondern muss hergestellt werden. Im klimaneutralen Energiesystem entsteht Wasserstoff vor allem
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Eine Wasserstoff-Importstrategie beschreibt, nach welchen Kriterien ein Staat, eine Staatengruppe oder ein Wirtschaftsraum künftig Wasserstoff und daraus hergestellte Energieträger aus dem Ausland beziehen will. Sie legt nicht nur mögliche Lieferländer fest, sondern betrifft Mengen, Zeitpfade, Transportwege, Hafen- und
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Ein Wasserstoffderivat ist ein chemischer Stoff, der mithilfe von Wasserstoff hergestellt wird und dessen Energie, Reaktionsfähigkeit oder stoffliche Funktion in eine andere Verbindung überführt. Zu den wichtigsten Wasserstoffderivaten gehören Ammoniak, Methanol, synthetisches Methan, flüssige synthetische Kraftstoffe
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Wasserstofffarben sind informelle Bezeichnungen für unterschiedliche Herstellungswege von Wasserstoff. Der Wasserstoff selbst ist chemisch immer dasselbe Molekül, H₂. Die Farbe beschreibt nicht seine physikalischen Eigenschaften, sondern die Art der Produktion, die eingesetzten Energieträger und die damit verbundenen T
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Ein Wasserstoffnetz ist eine leitungsgebundene Infrastruktur, über die Wasserstoff zwischen Erzeugungsanlagen, Importpunkten, Speichern und Verbrauchern transportiert wird. Es besteht aus Pipelines, Verdichtern, Mess- und Regelstationen, Armaturen, Sicherheits- und Überwachungstechnik sowie Anschlüssen an Speicher, Ind
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Eine Wasserstoffpipeline ist eine Rohrleitung, mit der gasförmiger Wasserstoff zwischen Erzeugung, Speicherung, Importpunkten und Verbrauchsorten transportiert wird. Sie kann Teil eines regionalen Industrienetzes sein, einzelne Standorte verbinden oder als überregionales Leitungsnetz größere Entfernungen überbrücken. G
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Wasserstoffreinheit bezeichnet den Anteil von Wasserstoff in einem Gasstrom und die Art sowie Menge der darin enthaltenen Verunreinigungen. Gemeint ist damit nicht nur ein Prozentwert wie 99,9 Prozent Wasserstoff, sondern eine Qualitätsspezifikation: Welche Fremdstoffe dürfen in welcher Konzentration enthalten sein, we
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Wasserstoffspeicher sind technische oder geologische Einrichtungen, in denen Wasserstoff für eine spätere Nutzung zwischengelagert wird. Sie verbinden Erzeugung, Import, Transport und Verbrauch zeitlich miteinander. Gespeichert wird nicht Strom, sondern ein gasförmiger oder chemisch gebundener Energieträger, der später
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Ein Wasserstoffverdichter ist eine technische Anlage, die gasförmigen Wasserstoff von einem niedrigeren auf ein höheres Druckniveau bringt. Er verändert damit nicht die chemische Zusammensetzung des Wasserstoffs, sondern dessen physikalischen Zustand: Das Gas wird verdichtet, damit es in Leitungen, Speicher, Druckbehäl
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Water-Gas Shift bezeichnet eine chemische Gleichgewichtsreaktion, bei der Kohlenmonoxid mit Wasserdampf zu Kohlendioxid und Wasserstoff reagiert. Die Reaktionsgleichung lautet: Kohlenmonoxid plus Wasser ergibt Kohlendioxid plus Wasserstoff, also CO + H₂O ⇌ CO₂ + H₂. In der industriellen Praxis wird diese Reaktion genut
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Ein Weak Grid, auf Deutsch schwaches Netz, ist ein Stromnetz oder Netzabschnitt, dessen elektrische Stärke am betrachteten Anschlusspunkt gering ist. Elektrische Stärke meint dabei vor allem, wie stabil Spannung, Frequenzwinkel und Netzreferenz bleiben, wenn eine Anlage Leistung einspeist, Leistung bezieht oder schnell
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Weather-Dependent Generation, abgekürzt WDG, bezeichnet Stromerzeugung, deren verfügbare elektrische Leistung unmittelbar von Wetterbedingungen abhängt. Gemeint sind vor allem Windenergieanlagen und Photovoltaikanlagen. Ihre Erzeugung folgt nicht einem Brennstoffeinsatz, der nach Bedarf erhöht oder gesenkt werden kann,
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Ein Wechselrichter ist ein leistungselektronisches Gerät, das Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Er verbindet Anlagen, die elektrische Energie als Gleichstrom bereitstellen oder speichern, mit einem Wechselstromnetz. Typische Anwendungen sind Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Brennstoffzellen, Gleichstrom-Zwis
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Wechselstrom ist elektrischer Strom, dessen Richtung und Stärke sich periodisch ändern. In den öffentlichen Stromnetzen Europas erfolgt dieser Wechsel mit einer [Frequenz](/glossar/frequenz.html) von 50 Hertz. Das bedeutet: Der Strom durchläuft 50 vollständige Schwingungen pro Sekunde. Die zugehörige elektrische [Spann
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Wiederversorgung bezeichnet die Wiederherstellung der Stromversorgung nach einer Unterbrechung. Gemeint ist nicht nur der Moment, in dem bei einem Haushalt das Licht wieder angeht, sondern der technische und organisatorische Prozess, mit dem ein Netzbetreiber ein gestörtes Netzgebiet wieder in einen sicheren elektrisch
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Wiederzuschaltung bezeichnet das erneute Verbinden eines zuvor abgeschalteten Betriebsmittels, einer Leitung, eines Netzabschnitts oder einer Anlage mit dem Stromnetz. Abgeschaltet sein kann eine Freileitung, ein Kabel, ein Transformator, ein Sammelschienenabschnitt, ein Erzeuger, ein Verbraucher oder ein ganzer Netzbe
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Windenergie bezeichnet die Nutzung der Bewegungsenergie von Luftströmungen zur Stromerzeugung. In modernen Stromsystemen geschieht das fast ausschließlich durch Windenergieanlagen, deren Rotoren die kinetische Energie des Windes in mechanische Drehbewegung und ein Generator diese anschließend in elektrische Energie umw
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Ein Windpark ist ein räumlich, technisch oder wirtschaftlich zusammengehöriger Verbund mehrerer Windenergieanlagen. Die Anlagen werden nicht nur nebeneinander errichtet, sondern in der Regel gemeinsam geplant, genehmigt, erschlossen, an das Stromnetz angeschlossen, überwacht, gewartet und vermarktet. Ein Windpark kann
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Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die in einem Stromkreis tatsächlich in nutzbare Arbeit oder Wärme umgesetzt wird. Sie treibt einen Motor an, erwärmt eine Heizwendel, lädt eine Batterie oder versorgt die Elektronik eines Geräts. Gemessen wird Wirkleistung in Watt, in der Stromversorgung meist in Kilowatt, Meg
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Ein Wirkleistungsdefizit liegt vor, wenn in einem Stromsystem zu einem bestimmten Zeitpunkt weniger elektrische Wirkleistung eingespeist wird, als gleichzeitig durch Verbraucher, Netzverluste, Speicherbeladung und sonstige Entnahmen aufgenommen wird. Es geht um eine momentane Leistungsbilanz, nicht um eine Energiemenge
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Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen nutzbarer abgegebener Energie und zugeführter Energie bei einer bestimmten Umwandlung. Er gibt an, welcher Anteil der eingesetzten Energie nach einem definierten technischen Prozess als gewünschte Energieform verfügbar ist. Mathematisch wird er häufig mit dem griechis
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Wirtschaftliche Lebensdauer bezeichnet den Zeitraum, über den eine Anlage, ein technisches System oder eine Investition unter den erwarteten Kosten, Erlösen, Risiken und Regeln sinnvoll genutzt wird. Sie beschreibt also keine rein physische Haltbarkeit. Eine Windenergieanlage, ein Gaskraftwerk, ein Batteriespeicher ode
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Zeitvariable Netzentgelte sind Entgelte für die Nutzung des Stromnetzes, deren Höhe vom Zeitpunkt der Netznutzung abhängt. Wer Strom zu einer Zeit bezieht, in der das Netz stark belastet ist, zahlt dann ein höheres Netzentgelt als zu Zeiten mit geringer Netzbelastung. Der Zweck liegt nicht darin, Strom als Ware billige
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Zellbalancing bezeichnet den gezielten Ausgleich unterschiedlicher Ladezustände einzelner Batteriezellen innerhalb eines Batteriesystems. Es sorgt dafür, dass die Zellen eines Moduls oder Speichers möglichst gleichmäßig geladen und entladen werden und keine einzelne Zelle früher an ihre zulässige Spannungsgrenze kommt
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Ein zellulares Energiesystem ist ein Organisationskonzept, bei dem das Energiesystem in räumlich oder funktional abgegrenzte Einheiten gegliedert wird. Eine solche Zelle kann ein Gebäude, ein Quartier, ein Gewerbegebiet, ein Industrienetz, eine Gemeinde, ein Verteilnetzabschnitt oder eine Region sein. Innerhalb dieser
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Zertifikatehandel bezeichnet ein System, in dem bestimmte Emissionen nur erlaubt sind, wenn dafür handelbare Berechtigungen vorliegen. Im Klimaschutz meint der Begriff meist den Handel mit Emissionszertifikaten. Eine Anlage, die unter ein solches System fällt, muss für jede ausgestoßene Tonne CO₂ oder CO₂-Äquivalent ei
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Zonal Pricing bezeichnet eine Strommarktgestaltung, bei der für eine räumlich definierte [Gebotszone](/glossar/gebotszone.html) ein einheitlicher Großhandelspreis für Strom entsteht. Dieser Preis gilt für alle Marktteilnehmer innerhalb der Zone, unabhängig davon, an welchem konkreten Netzknoten Strom erzeugt oder verbr
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Zusätzlichkeit beschreibt, ob eine Maßnahme eine Wirkung auslöst, die ohne diese Maßnahme nicht eingetreten wäre. Im Stromsystem geht es meist um die Frage, ob eine Zahlung, ein Vertrag oder eine Beschaffungsentscheidung zu zusätzlicher erneuerbarer Stromerzeugung führt oder lediglich vorhandene Erzeugung bilanziell ei
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Das Zusätzlichkeitskriterium für grünen Wasserstoff bezeichnet die Anforderung, dass der Strom für die Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse aus zusätzlichen erneuerbaren Erzeugungsanlagen stammen soll. Zusätzliche Anlagen sind Wind- oder Solaranlagen, die wegen des neuen Strombedarfs der Elektrolyse errichtet we
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Zustandsschätzung bezeichnet im Stromnetz die Berechnung eines konsistenten aktuellen Netzzustands aus Messwerten, Schalterstellungen, Netzmodell und physikalischen Netzgleichungen. Sie liefert eine rechnerisch geprüfte Beschreibung dessen, was im Netz gerade wahrscheinlich gilt: Spannungsbeträge, Spannungswinkel, Stro
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Zuverlässigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines technischen Systems, einer Anlage oder eines Stromversorgungssystems, seine vorgesehene Funktion über einen bestimmten Zeitraum unter festgelegten Bedingungen zu erfüllen. Im Stromsystem meint der Begriff nicht einfach, dass „immer Strom da ist“, sondern beschreibt eine üb
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Ein zweiseitiger Differenzvertrag ist ein Förder- oder Absicherungsvertrag für Stromerzeugung, bei dem ein vertraglich festgelegter Preis mit einem Referenzpreis am Strommarkt verglichen wird. Liegt der Referenzpreis unter dem vereinbarten Preis, erhält der Anlagenbetreiber eine Ausgleichszahlung. Liegt der Referenzpre
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Zyklenalterung bezeichnet den Verschleiß eines Speichers, der durch Lade- und Entladevorgänge entsteht. Der Begriff wird vor allem bei Batteriespeichern verwendet, insbesondere bei Lithium-Ionen-Batterien. Jede Nutzung verändert den Speicher physikalisch und chemisch ein wenig: Materialien dehnen sich aus und ziehen si
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Zyklenfestigkeit beschreibt, wie viele Lade- und Entladevorgänge ein Speicher durchlaufen kann, bevor seine nutzbare Leistungsfähigkeit unter eine definierte Grenze fällt. Bei Batteriespeichern meint der Begriff meist die Zahl der Vollzyklen oder äquivalenten Vollzyklen bis zu einem bestimmten Restwert der Speicherkapa
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