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Bücher
Meine Bücher entstehen nicht aus dem Wunsch, aktuelle Debatten zu kommentieren, sondern aus der langfristigen Arbeit an Systemen. Sie richten sich an Leserinnen und Leser, die sich nicht mit einfachen Erklärungen zufriedengeben, sondern nachvollziehen wollen, wie technische, politische und gesellschaftliche Strukturen ineinandergreifen.
Die Bücher verbindet ein systemischer Blick auf moderne Gesellschaften, ihre Abhängigkeiten und ihre Steuerbarkeit. Sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte, folgen aber demselben analytischen Anspruch: sichtbar zu machen, wie Stabilität, Verwundbarkeit und Handlungsfähigkeit tatsächlich entstehen.
Strom als System, Elektrifizierung, Netze und die Architektur der Versorgung
„Strom als System“ betrachtet Elektrizität nicht als Ware und nicht als bloße Infrastruktur, sondern als Betriebsbedingung moderner Gesellschaften. Im Zentrum steht die Einsicht, dass Stromversorgung kein Zustand ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der in jeder Sekunde stabil gehalten werden muss.
Das Buch analysiert Elektrizität als Zusammenspiel von Physik, Netzen, Märkten, Regulierung, Organisation und Alltagspraktiken. Es zeigt, warum Versorgungssicherheit weniger von installierter Leistung abhängt als von Synchronisation, Reserve, Instandhaltung, Personal, Leitstellen, Datenflüssen und klaren Zuständigkeiten.
„Strom als System“ richtet sich an Leserinnen und Leser, die verstehen wollen, warum Energiepolitik nicht ohne Systemverständnis auskommt, und warum technische Lösungen allein nicht erklären, wie Stabilität tatsächlich entsteht.
Erschien am 7. März 2026, ISBN: 978-3-695-72905-0, zum Buch.
Gesellschaft unter Spannung, Resilienz in einer vernetzten Welt
„Gesellschaft unter Spannung“ erweitert den systemischen Blick über den Energiesektor hinaus. Das Buch versteht Resilienz nicht als technische Eigenschaft einzelner Systeme, sondern als gesellschaftliche, politische und institutionelle Entscheidung.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass moderne Gesellschaften zunehmend von hochvernetzten, elektrifizierten und digital gesteuerten Infrastrukturen abhängen. Risiken entstehen heute weniger durch Knappheit als durch Kopplung, Gleichzeitigkeit und Zeitabhängigkeit. Störungen bleiben selten lokal, sie breiten sich entlang dieser Verbindungen aus und werden systemisch.
Das Buch folgt dabei drei miteinander verbundenen Perspektiven.
- Erstens untersucht es die Strukturen und Abhängigkeiten moderner Infrastruktursysteme.
- Zweitens analysiert es, wie diese Systeme durch Regeln, Märkte und Institutionen gesteuert werden.
- Drittens fragt es nach den gesellschaftlichen Folgen und Verteilungsfragen von Resilienzstrategien.
„Gesellschaft unter Spannung“ argumentiert nüchtern und langfristig. Es verzichtet auf Alarmismus ebenso wie auf technologische Heilsversprechen. Im Zentrum steht die Frage, wer im Ernstfall entscheidet, wer geschützt wird und wer die Kosten trägt, und warum diese Entscheidungen weder an Technik noch an Märkte oder Algorithmen delegiert werden können.
Erscheint am 1. Juni 2026, ISBN: 978-3-695-14488-4.
Die Architektur der Handlungsfähigkeit, Institutionen, Infrastruktur und Verantwortung im 21. Jahrhundert
„Die Architektur der Handlungsfähigkeit“ führt den systemischen Blick einen Schritt weiter. Nach der Analyse von Stromversorgung als laufendem Prozess und Resilienz als gesellschaftlicher Gestaltungsaufgabe fragt dieses Buch, wie moderne Gesellschaften überhaupt in die Lage kommen, rechtzeitig, legitim und wirksam zu handeln.
Ausgangspunkt ist eine scheinbar einfache Beobachtung: Viele Krisen entstehen nicht, weil Wissen fehlt. Klimawandel, alternde Infrastruktur, überlastete Netze, digitale Abhängigkeiten, Fachkräftemangel, Pflegeengpässe oder Sicherheitsrisiken sind oft lange bekannt. Daten, Studien, Warnungen und Strategien liegen vor. Dennoch bleiben Entscheidungen aus, kommen zu spät oder verlieren sich in Zuständigkeiten, Verfahren, Finanzierungsregeln und institutioneller Trägheit.
Das Buch versteht Handlungsfähigkeit nicht als bloße Entschlossenheit und nicht als Geschwindigkeit um jeden Preis. Handlungsfähigkeit entsteht dort, wo Wissen, Zuständigkeit, Entscheidungsmacht, Personal, Finanzierung, Daten, Verfahren und Verantwortung zusammenkommen. Sie ist keine Eigenschaft einzelner Personen, sondern eine institutionelle und infrastrukturelle Fähigkeit.
Im Mittelpunkt stehen die Bedingungen, unter denen Gesellschaften erkennen, entscheiden, umsetzen und lernen können. Dazu gehören Verwaltungen, Parlamente, Gerichte, Betreiber, Unternehmen, Kommunen, Fachbehörden, Leitstellen, Datenplattformen und Infrastrukturen. Jede dieser Ebenen folgt eigenen Regeln und Zeitlogiken. Wo sie nicht zusammenpassen, entstehen Verzögerungen, die später oft als mangelnder Wille erscheinen.
„Die Architektur der Handlungsfähigkeit“ untersucht die Bauteile gesellschaftlicher Steuerungsfähigkeit: Zuständigkeit, Kompetenz, Verfahren, Personal, Finanzierung, Daten, Vertrauen, Reserve und legitime Entscheidung. Es zeigt, warum eine Gesellschaft an absehbaren Krisen selten an einem einzigen fehlenden Beschluss scheitert, sondern häufiger an den dauerhaften Voraussetzungen, damit Beschlüsse wirken.
Das Buch ist als dritter Teil einer systemischen Analyse moderner Gesellschaften angelegt. „Strom als System“ fragte, wie Versorgung stabil gehalten wird. „Gesellschaft unter Spannung“ fragte, wie Verwundbarkeit in vernetzten Gesellschaften entsteht. „Die Architektur der Handlungsfähigkeit“ fragt, wie Gesellschaften unter diesen Bedingungen noch handeln können.
In Vorbereitung.