| Summary | Gesellschaft unter Spannung, Resilienz in einer vernetzten Welt
„Gesellschaft unter Spannung“ erweitert den systemischen Blick über den Energiesektor hinaus. Das Buch versteht Resilienz nicht als technische Eigenschaft einzelner Systeme, sondern als gesellschaftliche, politische und institutionelle Entscheidung.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass moderne Gesellschaften zunehmend von hochvernetzten, elektrifizierten und digital gesteuerten Infrastrukturen abhängen. Risiken entstehen heute weniger durch Knappheit als durch Kopplung, Gleichzeitigkeit und Zeitabhängigkeit. Störungen bleiben selten lokal, sie breiten sich entlang dieser Verbindungen aus und werden systemisch.
Das Buch folgt dabei drei miteinander verbundenen Perspektiven.
Erstens untersucht es die Strukturen und Abhängigkeiten moderner Infrastruktursysteme.
Zweitens analysiert es, wie diese Systeme durch Regeln, Märkte und Institutionen gesteuert werden.
Drittens fragt es nach den gesellschaftlichen Folgen und Verteilungsfragen von Resilienzstrategien.
„Gesellschaft unter Spannung“ argumentiert nüchtern und langfristig. Es verzichtet auf Alarmismus ebenso wie auf technologische Heilsversprechen. Im Zentrum steht die Frage, wer im Ernstfall entscheidet, wer geschützt wird und wer die Kosten trägt, und warum diese Entscheidungen weder an Technik noch an Märkte oder Algorithmen delegiert werden können. |